Sifu startet auf Smartphones
Sifu ist ab sofort für Android und iOS erhältlich. Der französische Entwickler Sloclap hat die mobile Version seines Kung-Fu-Actionspiels am 13. Oktober 2026 veröffentlicht. Bereits Anfang des Monats hatte das Studio die Portierung angekündigt. Damit erreicht der Third-Person-Brawler aus dem Jahr 2022 nun auch Spielerinnen und Spieler, die unterwegs spielen möchten.
- Kostenpunkt: 8 US-Dollar beziehungsweise 6 Pfund im jeweiligen Store.
- Euro-Preis: Ein offizieller Euro-Preis wurde bislang nicht bestätigt.
- Geräte: Genannt werden Android, iOS sowie iPhone und iPad.
- Anpassungen: Touch-Steuerung, überarbeitete Kamera und voller Controller-Support.
- Anbieter: Sloclap fungiert als Entwickler, wird aber auch als Publisher geführt.
Was Sifu ausmacht
Sifu ist kein klassisches Prügelspiel, sondern ein Kung-Fu-Titel, der auf Präzision und Timing setzt. Die Geschichte dreht sich um einen jungen Kämpfer, der sich an einer Gruppe von Attentätern rächt, die seinen Vater getötet haben. Das Besondere: Jeder Tod kostet Lebenszeit, der Charakter altert und schlägt sich mit veränderten Fähigkeiten durch die Level. Ursprünglich erschien Sifu 2022 für Konsolen und PC und wurde von Kritikern unter anderem für sein Kampfsystem gelobt.
Wer ist Sloclap?
Sloclap ist ein französisches Studio mit Sitz in Paris, das sich auf Kampfspiele spezialisiert hat. 2017 veröffentlichte das Team mit Absolver sein Debüt, ein Online-Kampfspiel rund um freies Stellungswechsel-Kampfsystem. Sifu folgte 2022 und wurde zum bislang größten Erfolg des Studios. Als Publisher nennt sich Sloclap selbst, im Hintergrund steht die Gruppe Kepler Interactive. Die mobile Portierung ist für das Studio eine neue Erfahrung: Erstmals bringt es einen eigenen Titel auf Smartphones.
Branchenkontext: Konsolen-Erfolge auf dem Handy
Kampfsport- und Actionspiele für unterwegs sind nichts Neues, doch Sifu ist ein Beispiel für einen Boom von Premium-Ports. Statt Free-to-Play-Modellen mit In-App-Käufen setzt Sloclap auf einen einmaligen Kaufpreis. Das ist ein Signal an Spieler, die keine Werbeeinblendungen oder Mikrotransaktionen möchten. In den vergangenen Jahren haben immer mehr Studios ihre Indie-Hits für mobile Geräte umgesetzt, darunter auch Titel mit ähnlich anspruchsvoller Steuerung.
Warum die Kamera-Anpassung wichtig ist
Die größte Herausforderung bei der Mobilversion bleibt die Steuerung. Sifu lebt von präzisen Eingaben: Paraden, Ausweicher und Kombos erfordern millisekundengenau richtiges Timing. Auf einem Touchscreen ist das deutlich schwieriger als mit einem Gamepad. Sloclap hat daher die Kamera überarbeitet, damit die Bildausschnitte auf kleinen Displays besser lesbar bleiben. Wer trotzdem mit physischen Tasten spielen will, kann einen Controller verbinden. Das dürfte für viele Fans die bevorzugte Variante sein.
Einordnung für Käufer
Der Preis liegt mit 8 Dollar im mittleren Bereich mobiler Premium-Titel, deutlich über einem Handy-Schnäppchen, aber weit unter Vollpreis. Wer das Spiel bereits auf Konsole oder PC besitzt, kauft es auf dem Smartphone erneut. Ob sich das lohnt, hängt vor allem davon ab, wie gut die Touch-Steuerung funktioniert. Sloclap selbst hat bislang keine Angaben zu einer Demo-Version gemacht. Im Store wird Sifu als vollständiges Spiel ohne zusätzliche Käufe geführt.
Das Kampfspiel im Rückblick
Seit dem Release 2022 hat Sloclap den Titel mit mehreren kostenlosen Updates erweitert, darunter zusätzliche Schwierigkeitsgrade und Arena-Modus für Herausforderungen. Diese Inhalte dürften auch in der mobilen Fassung enthalten sein, sofern keine gegenteilige Angabe erfolgt. Mit den Jahren hat sich Sifu von einem Nischenhit zu einem festen Bezugspunkt für Fans anspruchsvoller Nahkampfspiele entwickelt. Die mobile Veröffentlichung am 13. Oktober 2026 markiert damit einen weiteren Schritt, den Titel einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.