Sony macht 2026 zum Hardware-Jahr
PlayStation-Besitzer dürfen sich auf gleich mehrere neue Geräte freuen. Sony hat heute offiziell den FlexStrike, einen modularen Fightstick, für 2026 angekündigt. Dazu kommen ein neuer Gaming-Monitor und aktualisierte Pulse-Speaker.
Die Informationen stammen aus einer Pressemitteilung, die Polygon zuerst aufgegriffen hat. Konkrete Monatsdaten stehen noch aus, aber die Vorbestellungsfenster sind bereits gesteckt.
Der FlexStrike ist das erste eigenständige Arcade-Eingabegerät aus Sonys Hardware-Schmiede seit der PlayStation-3-Ära. Damals gab es den offiziellen Sony Fighting Stick für PS3 (2008), der jedoch nie ernsthaft mit Drittanbietern wie Hori oder Mad Catz konkurrierte. Die neue Initiative fällt in eine Phase, in der Sony seine Peripherie-Sparte unter der Marke Inzone (Monitore, Headsets) und Pulse (Audio) ausbaut. Laut Marktforschung von NPD Group entfielen 2024 rund 18 % des Umsatzes mit Gaming-Controllern in den USA auf Arcade-Sticks – ein Nischenmarkt, der aber zuletzt durch Fighting-Game-Events wie die EVO 2025 ein stabiles Wachstum zeigte.
FlexStrike: Der Fightstick für die neue Generation
Der FlexStrike richtet sich an Kampfspiel-Fans, die Präzision und Anpassbarkeit schätzen. Das Gehäuse ist austauschbar, die Tasten und der Stick lassen sich nach eigenen Wünschen konfigurieren.
- Kompatibel mit PS5, PS4 und PC
- 30 Tasten (sanfte Mikroschalter, mechanisch)
- Austauschbare Faceplates und Joystick-Kappen im Lieferumfang
- Gewicht: ca. 1,8 kg für stabilen Stand
Sony verspricht eine Latenz von unter einer Millisekunde – ein Muss für Spiele wie Street Fighter 6 oder Tekken 8.
Entwickelt wurde der FlexStrike vom hauseigenen Sony Interactive Entertainment Hardware Team in Tokio, das zuvor den DualSense Edge (2023) und den DualSense-Controller (2020) verantwortete. Anders als der Edge, der auf modulare Analog-Sticks setzt, greift das Team hier auf Erfahrungen mit mechanischen Tastern zurück – ein Know-how, das Sony durch die Zusammenarbeit mit dem japanischen Zulieferer Alps Alpine aufbaute. Alps Alpine liefert auch die Mikroschalter für den FlexStrike, die auf eine Lebensdauer von 10 Millionen Betätigungen ausgelegt sind. Im Vergleich: Der Victrix Pro FS-12 (ca. 350 Euro) von PDP verwendet ähnliche Schalter, bietet aber keine austauschbaren Faceplates. Der Branchenkollege Razer Panthera Evo (ca. 280 Euro) hat ein festes Gehäuse und wiegt 2,4 kg.
Preis und Vorbestellung
Der FlexStrike kostet 199,99 Euro UVP. Vorbestellungen starten am 15. März 2026 direkt im PlayStation Store und bei ausgewählten Händlern.
- Auslieferung ab Juni 2026
- Limitierte Edition mit Street-Fighter-6-Design für 229,99 Euro
- Wer vorbestellt, bekommt ein exklusives digitales PSN-Avatar-Paket gratis
Mit 199 Euro liegt Sony preislich unter dem Durchschnitt aktueller High-End-Fightsticks. Der Hori Fighting Stick Alpha (offiziell lizenziert für PS5) kostet 149 Euro, ist aber nicht modular. Der Victrix Pro FS-12 liegt bei 349 Euro. Sony zielt damit auf Einsteiger und Fortgeschrittene, die ein Gerät suchen, das sich später aufrüsten lässt – ein Marktsegment, das bislang von Mayflash (F300, 79 Euro) und Qanba (Drone 2, 99 Euro) bedient wurde, aber ohne offizielle PlayStation-Lizenz auskommen musste. Die limitierte Street-Fighter-6-Edition ist eine direkte Reaktion auf die anhaltende Dominanz des Spiels auf der EVO-Turnierserie: 2025 verzeichnete Capcom mit Street Fighter 6 ein Teilnehmerplus von 22 % im Vergleich zum Vorjahr.
Neue Monitore und Pulse-Speaker
Parallel bringt Sony zwei weitere Hardware-Neuheiten. Den Inzone M10S Pro – einen 27-Zoll-OLED-Monitor mit 240 Hz und HDMI 2.1.
Der Monitor unterstützt VRR und HDR10. Preis: 999 Euro, Verfügbarkeit ebenfalls Juni 2026.
Der M10S Pro ist der Nachfolger des Inzone M9 (2022, 27 Zoll, 4K, 144 Hz, 899 Euro). Der Sprung von IPS-Panel auf OLED bringt echte Schwarzwerte und eine Reaktionszeit von 0,03 ms (Grau zu Grau). Die 240 Hz richten sich an kompetitive Shooter-Spieler – ein Markt, den Sony mit dem Inzone M9 nicht erreichte, weil der auf 144 Hz limitiert war. Konkurrenz wie der LG 27GS95QE (240 Hz OLED, 1099 Euro) oder der Asus ROG Swift PG27AQDM (240 Hz OLED, 999 Euro) zeigt, dass Sony preislich mithalten kann.
Die Pulse Explore 2 bekommen einen überarbeiteten Treiber und eine längere Akkulaufzeit von jetzt 14 Stunden (vorher 10). Sie kosten 129 Euro und erscheinen im April.
Das Vorgängermodell Pulse Explore (2023) litt unter schwachem Akku und einer mäßigen Mikrofonqualität – Kritikpunkte, die Sony mit dem Nachfolger adressiert. Die neuen 14 Stunden liegen auf dem Niveau des SteelSeries Arctis Nova Pro (120 Euro) und übertreffen das Sony Pulse 3D (8 Stunden, 99 Euro) deutlich. Die Treiber wurden von 40 mm auf 50 mm vergrößert, was laut Sony die Basswiedergabe verbessert. Ein kleines Detail gefällt besonders: Der neue Fightstick hat einen USB-C-Durchgang, damit kabelgebundene Headsets nicht im Weg sind.