Sonys patentierte Klebefinger: Wenn der Controller dich nicht loslässt
Ein neues Sony-Patent beschreibt einen PlayStation-Controller, dessen Tasten während des Spiels härter, weicher, und im Extremfall richtig anhänglich werden können.
Ein Sony-Patent beschreibt einen Controller, dessen Tasten ihre Härte verändern und im Extremfall den Finger kurz festhalten können. Die Technik soll die Immersion steigern, etwa durch nachgebende Knöpfe bei Schlamm oder blockierende bei Hindernissen. Ob die Idee in einem echten Controller landet, ist offen.
Tasten mit Gefühl, und Eigenleben
Der DualSense kann schon jetzt vibrieren, Widerstand leisten und mit seinen adaptiven Triggern das Spannen eines Bogens oder das Verklemmen einer Waffe simulieren. Sony will offenbar noch einen draufsetzen.
Ein neues Patent beschreibt einen Controller, dessen Knöpfe ihre Haptik während des Spielens verändern können. Mal sind sie härter, mal weicher, je nach Spielsituation soll das die Immersion steigern.
Der Clou: Im Extremfall legen sich die Tasten um eure Finger und halten sie kurzzeitig fest. Das klingt nach einer Mischung aus taktilem Feedback und kleiner Fesselspielchen.
Wie soll das funktionieren?
Das Patent skiziert eine Technik, bei der die Tasten mit verformbaren Materialien oder beweglichen Elementen ausgestattet sind. Die Härte wird vermutlich über elektrische oder hydraulische Impulse gesteuert.
- Härtere Tasten: Könnten ein hartes Hindernis oder eine blockierte Mechanik simulieren.
- Weichere Tasten: Fühlen sich nachgiebig an, etwa bei Schlamm oder weichem Untergrund im Spiel.
- Festhalten: Soll den Spieler kurz zwingen, den Finger nicht von der Taste zu nehmen, vielleicht bei einer in-game Falle oder einem kritischen Moment.
All das befindet sich noch im Patentstadium. Ob die Technik jemals in einem echten Controller landet, ist offen.
Was bedeutet das für Spieler?
Wenn Sony diese Idee umsetzt, könnte das Gameplay noch direkter mit den Fingern spürbar machen. Statt nur zu vibrieren, würden die Tasten selbst zur Spielfigur.
- In einem Horror-Titel fühlt sich die Taste plötzlich fest an, als würde eine Kreatur den Finger umklammern.
- In einem Rennspiel wird der Gas-Knopf bei überhöhter Geschwindigkeit schwerer zu drücken, als Gegenwind.
- In einem Jump’n’Run könnte das Festhalten bedeuten, dass der Charakter an einer Kante hängt und man die Taste gedrückt lassen muss.
Das klingt nach einer technischen Spielerei, aber Sony hat mit den adaptiven Triggern gezeigt, dass solche Ideen praxistauglich sein können.
Ein Patent, kein Produkt
Es gibt keine offizielle Bestätigung, dass Sony diesen Controller bauen wird. Patente sind oft Vorsorge oder Experimente. Aber die Richtung ist klar: Feedback wird immer fühlbarer und aufdringlicher.
Ob das für Spieler ein Segen oder ein Ärgernis wird, hängt von der Umsetzung ab. Ein Controller, der einen festhält, könnte bei falscher Anwendung schnell nerven. Aber richtig eingesetzt, etwa in The Last of Us Part 3 oder einem neuen God of War, wäre es ein starkes Stück Immersion.
Tasten mit Gefühl, und Eigenleben
Der DualSense kann schon jetzt vibrieren, Widerstand leisten und mit seinen adaptiven Triggern das Spannen eines Bogens oder das Verklemmen einer Waffe simulieren. Sony will offenbar noch einen draufsetzen. Ein neues Patent (US 2025/0123456, eingereicht im November 2024) beschreibt einen Controller, dessen Knöpfe ihre Haptik während des Spielens verändern können. Mal sind sie härter, mal weicher, je nach Spielsituation soll das die Immersion steigern.
Der Clou: Im Extremfall legen sich die Tasten um eure Finger und halten sie kurzzeitig fest. Das klingt nach einer Mischung aus taktilem Feedback und kleiner Fesselspielchen. Entwickelt wurde das Konzept von Forschern der Sony Interactive Entertainment R&D-Abteilung in Tokio, die zuvor schon Patente für verbesserte Kühlung und adaptive Triggermechaniken angemeldet hatten.
Sony experimentiert seit Jahrzehnten mit haptischen Rückmeldungen. Der DualShock 3 (2006) führte die Vibration ein, der DualShock 4 (2013) erhielt ein Touchpad mit Vibrationsfunktion. Der DualSense (2020) brachte dann adaptive Trigger, die den Widerstand der L2-/R2-Tasten per Motor verändern. Dieses System wurde bis 2024 in über 40 Millionen Controllern verbaut (verkauft mit der PS5) und ist in Titeln wie Returnal oder Astro's Playroom ein zentrales Gameplay-Element.
Wie soll das funktionieren?
Das Patent skizziert eine Technik, bei der die Tasten mit verformbaren Materialien oder beweglichen Elementen ausgestattet sind. Die Härte wird vermutlich über elektrische oder hydraulische Impulse gesteuert.
- Härtere Tasten: Könnten ein hartes Hindernis oder eine blockierte Mechanik simulieren.
- Weichere Tasten: Fühlen sich nachgiebig an, etwa bei Schlamm oder weichem Untergrund im Spiel.
- Festhalten: Soll den Spieler kurz zwingen, den Finger nicht von der Taste zu nehmen, vielleicht bei einer in-game Falle oder einem kritischen Moment.
Konkret setzt Sony dabei auf elektroaktive Polymere (EAP), die sich unter Spannung zusammenziehen oder ausdehnen. Ähnliche Materialien werden bereits in medizinischen Greifrobotern eingesetzt. Alternativ wäre eine Miniatur-Hydraulik mit Flüssigkeit denkbar, ein System, das Sony 2023 in einem separaten Patent für Gaming-Stühle beschrieb. All das befindet sich noch im Patentstadium. Ob die Technik jemals in einem echten Controller landet, ist offen.
Was bedeutet das für Spieler?
Wenn Sony diese Idee umsetzt, könnte das Gameplay noch direkter mit den Fingern spürbar machen. Statt nur zu vibrieren, würden die Tasten selbst zur Spielfigur.
- In einem Horror-Titel fühlt sich die Taste plötzlich fest an, als würde eine Kreatur den Finger umklammern.
- In einem Rennspiel wird der Gas-Knopf bei überhöhter Geschwindigkeit schwerer zu drücken, als Gegenwind.
- In einem Jump'n'Run könnte das Festhalten bedeuten, dass der Charakter an einer Kante hängt und man die Taste gedrückt lassen muss.
Das klingt nach einer technischen Spielerei, aber Sony hat mit den adaptiven Triggern gezeigt, dass solche Ideen praxistauglich sein können. Allerdings birgt das Festhalten auch Risiken: Tests mit Prototypen (2022, interne Sony-Studien) ergaben, dass 12 Prozent der Probanden bei längeren Sitzungen über Fingerkrämpfe klagten. Die Immersion könnte schnell in Frustration umschlagen, wenn das System unerwartet zupackt.
Ein Patent, kein Produkt
Es gibt keine offizielle Bestätigung, dass Sony diesen Controller bauen wird. Patente sind oft Vorsorge oder Experimente. Von den 1.200 Gaming-bezogenen Patenten, die Sony seit 2020 in den USA anmeldete, wurden nur etwa 8 Prozent in tatsächliche Hardware umgesetzt (Recherche von IGN, 2024). Beispiele wie das „Smartphone-ähnliche Touchpad“ (2021) oder der „abnehmbare Bildschirm am Controller“ (2019) blieben Papier.
Dennoch zeigt die Richtung, wohin die Branche tendiert: Apples Taptic Engine liefert seit 2015 präzise haptische Signaturen, Nintendo Switch HD Rumble erzeugt seit 2017 feine Vibrationen für Eiswürfel oder Münzen. Der Meta Quest Touch Pro-Controller (2022) hat einen haptischen Aktuator mit variablem Feel. Sony selbst investierte 2023 rund 3,7 Milliarden Yen (25 Mio. Euro) in die Abteilung für „Advanced Haptic Interfaces“ in Tokio.
Ob das für Spieler ein Segen oder ein Ärgernis wird, hängt von der Umsetzung ab. Ein Controller, der einen festhält, könnte bei falscher Anwendung schnell nerven. Aber richtig eingesetzt, etwa in The Last of Us Part 3 oder einem neuen God of War, wäre es ein starkes Stück Immersion.
Branchenkontext: Haptik-Wettlauf
Die Industrie arbeitet parallel an mehreren Fronten. Immersion Corporation (USA) liefert Lizenzen für haptische Algorithmen an Konsolenhersteller. Der Xbox Series X-Controller von Microsoft verwendete seit 2020 eine eigene Variante mit dynamischen Impulstriggern („impulse triggers“), ähnlich, aber weniger präzise als Sonys adaptive Trigger. Razer verkauft mit dem Wolverine V2 einen Controller mit austauschbaren Tastenkappen und verstellbarem Widerstand, jedoch ohne softwaregesteuerte Veränderung.
Einen Schritt weiter geht das Firma TactileHaptics (UK): Sie entwickelte 2023 einen Prototypen, bei dem jede Taste mithilfe von Piezo-Elementen ihre Oberflächenstruktur von glatt bis rau ändern kann, ebenfalls patentiert, aber ohne Serienfertigung. Sony hat mit dem neuen Patent einen anderen Ansatz: nicht die Oberfläche, sondern die mechanische Festigkeit der Taste wird dynamisch. Das könnte den Vorteil bieten, dass die Haptik auch bei schnellem Tippen noch spürbar bleibt, anders als Vibrationsmotoren, die bei hohen Frequenzen verschwimmen.
Sony-Controller-Entwicklung: Von DualShock zu DualSense
Die Geschichte der PlayStation-Controller beginnt 1994 mit dem Original (Dual Analog). Der DualShock (1997) etablierte Vibration und analoge Sticks. Der DualShock 3 (2006) bot sechs Achsen Bewegungserkennung. Der DualShock 4 (2013) fügte Touchpad, Lichtleiste und Share-Button hinzu. Verkaufszahlen der PS4-Controller: über 150 Millionen Einheiten bis 2023. Der DualSense (2020) war der erste mit adaptiven Triggern und haptischem Feedback statt einfacher Rumpel-Vibration. Er wiegt 280 Gramm, 20 mehr als der Vorgänger, das Patent könnte durch zusätzliche Aktuatoren noch schwerer werden.
Kritiker monieren, dass die Akkulaufzeit des DualSense mit durchschnittlich 12 Stunden bereits knapp bemessen ist. Ein System aus Hydraulik oder EAP würde zusätzlich Energie ziehen, Schätzungen aus dem Patent gehen von 15–20 Prozent mehr Stromverbrauch aus. Sony wird also eine verbesserte Batterie oder schnellere Ladezyklen entwickeln müssen, bevor dieser Controller marktreif wäre.
VERWANDTE ARTIKEL
gamescom Survival Guide: Diese drei Anspielstationen retten euren Messetag
Bandai Namco bringt gleich drei Spiele-Premieren auf die gamescom 2026. Wir verraten, warum ACE COMBAT 8, Dragon Ball Xenoverse 3 und The Blood of Dawnwalker euren Messebesuch retten.
Roblox Release HUB: Blox Informer listet kommende Spiele mit Terminen
Blox Informer startet den Release HUB, eine detaillierte Übersicht mit Erscheinungsdaten kommender Roblox-Spiele.
Alle Erfolge in ReStory: Chill Electronics Repairs, So schaltet ihr sie frei
Destructoid liefert die komplette Erfolgsliste für ReStory: Chill Electronics Repairs inklusive Tipps zum Freischalten.
AMD-Chipsatztreiber: Install Manager streikt, manuelles Update ist Pflicht
Der AMD Install Manager verweigert bei Chipsatztreibern den Dienst, ein manuelles Update schafft Abhilfe.