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Speicherkrise: TeamGroup-CEO sieht Entspannung erst 2028
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Speicherkrise: TeamGroup-CEO sieht Entspannung erst 2028

TeamGroup-CEO Chen Ching-wen rechnet mit Speicherknappheit bis mindestens Ende 2028, während DRAM-Preise bereits um mehr als das Fünffache gestiegen sind.

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Dennis Adam
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TeamGroup-CEO warnt vor langer Knappheit

Chen Ching-wen, CEO des taiwanesischen Speicherherstellers TeamGroup, hat eine düstere Prognose für den Hardwaremarkt abgegeben. Seiner Einschätzung nach wird sich das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bei DRAM und NAND frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2028 einstellen. Bis dahin drohen weiter steigende Preise und eine Verschärfung der Knappheit. Die Aussage fällt in eine Zeit, in der PC-Spieler bereits deutlich höhere Kosten für RAM und SSDs tragen. Die Einschätzung wurde am 4. November 2026 veröffentlicht und bezieht sich auf die Bausteine, die in SSDs und Arbeitsspeichern stecken. Es geht nicht um ein einzelnes Spiel oder eine Plattform, sondern um die Grundlage für nahezu jede Gaming-Hardware.

Die Zahlen hinter der Knappheit

  • Im Oktober 2025 kostete ein 16-GB-DDR5-Chip rund 8,70 US-Dollar im Kontraktpreis.
  • Im September 2026 lag der Preis für dieselbe Spezifikation bei etwa 48 US-Dollar.
  • Das entspricht einem Anstieg um mehr als das Fünffache innerhalb von elf Monaten.
  • Konkrete Euro-Preise für Endkunden sind in den verfügbaren Angaben nicht genannt.
  • Die Zahlen beziehen sich auf Kontraktpreise zwischen Herstellern und Zulieferern, nicht auf Handelspreise.

Was die Prognose bedeutet

Die aktuelle Lage am Speichermarkt ist von einer Angebotsverknappung geprägt. Wer jetzt noch Hardware kaufen will, findet zwar Produkte, zahlt aber deutlich höhere Preise als noch vor einem Jahr. Die Prognose von Chen Ching-wen geht noch weiter: In absehbarer Zeit könnten Waren selbst gegen Geld nicht mehr verfügbar sein. Diese Zuspitzung stammt aus einer zitierten Einschätzung und ist als Prognose zu behandeln, nicht als bestätigte Tatsache. Der TeamGroup-CEO beschreibt damit ein Szenario, in dem die Nachfrage das Angebot so stark übersteigt, dass der Preis nicht mehr die einzige Hürde beim Kauf ist. Ob es so weit kommt, ist offen.

Wer hinter der Prognose steht

TeamGroup ist ein Hersteller von Speicherprodukten mit Sitz in Taiwan. Das Unternehmen stellt Arbeitsspeicher, SSDs und Flash-Speicherlösungen her. CEO Chen Ching-wen äußert sich regelmäßig zu Marktentwicklungen im DRAM- und NAND-Segment. Die Einschätzung des Unternehmenschefs hat Gewicht, weil TeamGroup selbst von den Einkaufspreisen für Speicherchips abhängig ist. Eine Prognose bleibt jedoch eine Prognose, auch wenn sie von einem Brancheninsider stammt. Das Unternehmen ist kein Unbekannter im Hardwaremarkt und beliefert sowohl Endkunden als auch Systemintegratoren.

Was das für Spieler heißt

  • Höhere RAM-Preise verteuern den Bau oder das Upgrade von Gaming-PCs.
  • SSDs für Spielebibliotheken werden teurer, was die Kosten pro Gigabyte steigen lässt.
  • Konsolenhersteller sind ebenfalls von Speicherpreisen abhängig, was sich langfristig auf Hardwarepreise auswirken kann.
  • Wer einen PC aufrüsten will, sieht sich mit einem ungünstigen Zeitpunkt konfrontiert.
  • Eine Entspannung ist nach aktuellem Stand nicht vor 2028 zu erwarten.

Einordnung in den Speicherzyklus

Der Speichermarkt ist für seine zyklischen Schwankungen bekannt. Phasen der Überproduktion mit niedrigen Preisen wechseln sich mit Knappheitsphasen ab, in denen die Preise steigen. Die aktuelle Situation unterscheidet sich von früheren Zyklen durch die Dauer, die der TeamGroup-CEO für eine Normalisierung veranschlagt. Während frühere Knappheiten oft innerhalb weniger Quartale abklangen, spricht Chen Ching-wen von einem Zeitraum von mehr als zwei Jahren. Für die Gaming-Branche bedeutet das: Hardwarepreise bleiben ein Unsicherheitsfaktor bei der Planung von Neuanschaffungen. Die Entwicklung betrifft nicht nur PC-Spieler, sondern auch Hersteller von Konsolen und Handhelds.

Einordnung der Aussage

Die konkreten Zahlen sprechen für sich: 8,70 US-Dollar im Oktober 2025 gegenüber rund 48 US-Dollar im September 2026 für einen 16-GB-DDR5-Chip. Das ist ein Preisanstieg, der die Kalkulation für jeden PC-Bauer durcheinanderbringt. Ob die Prognose bis 2028 zutrifft, ist offen. Fest steht, dass die aktuelle Lage weder für Hersteller noch für Spieler Anlass zur Entspannung bietet. Die Aussage des TeamGroup-CEOs ist eine Warnung, keine Gewissheit. Wer in nächster Zeit Speicher aufrüsten will, sollte die Preisentwicklung im Auge behalten.

Quelle: PCGamer latest

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