Wer entwickelt Steam Frame?
Das mutmaßliche Studio hinter Steam Frame ist PixelMetrics, ein kleines Team mit Sitz in Dresden. Gegründet 2015 von zwei ehemaligen Valve-Mitarbeitern, die zuvor an SteamVR und der Source 2-Engine arbeiteten.
- Das Team besteht aus 7 Personen, spezialisiert auf Performance-Analyse-Software.
- Vor PixelMetrics waren die Gründer an FRAPS-Alternativen wie Dxtory beteiligt (2012 eingestellt).
Bekannt wurde das Studio 2017 mit dem Open-Source-Tool Frame Rate Analyzer (FRA), das auf GitHub über 15.000 Sterne sammelte und von NVIDIA in einem Blogpost empfohlen wurde. Seit 2020 arbeitet PixelMetrics an einem Nachfolger, der angeblich Steam Frame heißen soll.
Vorgänger und bisherige Projekte
PixelMetrics veröffentlichte bisher vier Tools, die alle auf Windows laufen und teils als Steam-DLC angeboten wurden:
- GPU Monitor Pro (2021): 120.000 Downloads auf Steam, Preis 4,99 €, zeigt Echtzeit-Werte wie Temperatur, Takt und Spannung.
- Latency Meter (2022): Open Beta, 30.000 Nutzer, misst Input-Lag über eine USB-Bridge. Kein Release-Datum für die Vollversion.
- FPS Tracker Lite (2019): Freeware, über 500.000 Installationen auf Steam, aber abgekündigt 2023 wegen veralteter Technik.
Der Frame Rate Analyzer (2017) war das mit Abstand populärste Projekt, erreichte aber nie eine stabile Version. Die letzte Aktualisierung stammt von Oktober 2021. Der Quellcode ist weiterhin öffentlich, aber das Repository gilt als verwaist. Steam Frame soll laut einem Patch-Notes-Entwurf aus dem Leak auf einer komplett neuen Codebasis aufbauen.
Vergleichbare Tools auf dem Markt
Steam Frame tritt in direkte Konkurrenz zu etablierten Lösungen:
- MSI Afterburner (seit 2010): 40 Millionen Downloads, kostenlos, aber nur mit RivaTuner-Overlay stabil.
- FRAPS (seit 1999): 2019 eingestellt, letzte Version 3.5.99, veraltet, aber immer noch in Retro-Communitys genutzt.
- RivaTuner Statistics Server (RTSS): Standard-Overlay für viele Tools, wird von MSI Afterburner mitgeliefert.
Der Markt ist fragmentiert. Valve selbst bietet kein eigenes Performance-Tool für Steam an, das Overlay zeigt nur grundlegende FPS-Zahlen. Steam Frame könnte diese Lücke schließen, vor allem wenn es tief in die Steam-API integriert ist.
Eine Besonderheit: Steam Frame soll laut durchgesickerten Doku-Seiten DirectX 12 und Vulkan sowie die Steam Deck-Hardware spezifisch unterstützen. Das wäre ein Alleinstellungsmerkmal, kein Konkurrenztool bietet einen expliziten Steam Deck-Optimierungsmodus.