Steam-Tool rechnet Spielekäufe in die einzige Währung um, die zählt: Zeit
Ein kostenloses Helferlein für Steam bewertet eure Bibliothek nicht nach Euro, sondern nach Stunden Spielspaß und macht den Preis-Leistungs-Spagat endlich transparent.
Ein neues Steam-Tool rechnet Spielekäufe in Kosten pro Stunde um. Es scannt die Bibliothek, vergleicht gezahlte Preise mit Spielzeiten und zeigt, ob The Witcher 3 oder Counter-Strike 2 das bessere Investment war. Stunden sind eine harte Währung.
Geld gegen Zeit, ein alter Traum wird wahr
Ein neues, kostenloses Tool für Steam will euch die Augen öffnen. Es rechnet eure getätigten Käufe nicht in Euro oder Dollar um, sondern in die einzige Währung, die im Gaming wirklich zählt: Stunden. Das kleine Programm analysiert eure Bibliothek und zeigt, wie viel Spielzeit ihr für jeden ausgegebenen Cent bekommen habt.
Das Konzept ist simpel. Statt „Das Spiel hat 60 Euro gekostet“ heißt es dann „Das Spiel hat 60 Cent pro Stunde gekostet“. Auf einmal wirken manche 20-Stunden-Titel wie ein Schnäppchen, während andere mit 4 Stunden Länge als teure Kurzausflüge dastehen.
So arbeitet der Zeit-Rechner
- Das Tool scannt eure Steam-Bibliothek und greift auf öffentliche Spielzeiten zurück.
- Es vergleicht die bezahlten Preise (inklusive Rabatte) mit den gespielten Stunden.
- Am Ende zeigt es eine übersichtliche Liste mit Kosten-pro-Stunde-Werten für alle eure Spiele.
Die Bedienung ist denkbar einfach: Herunterladen, ausführen, Bibliothek verbinden lassen. Keine Installation nötig, kein Cloud-Zwang. Ein echter Geheimtipp für alle, die endlich wissen wollen, ob The Witcher 3 oder Counter-Strike 2 das bessere Investment waren.
Warum das Tool mehr kann als nur Zahlen
Natürlich lässt sich Spielspaß nicht auf eine Stoppuhr reduzieren. Aber der Blick auf die Kosten-pro-Stunde hilft, eigene Kaufmuster zu erkennen. Vielleicht stellt ihr fest, dass ihr für kurze, intensive Erlebnisse viel mehr ausgebt als für Langzeitmühlen. Oder dass ihr eure „Rücklagen“ in Spiele steckt, die ihr nie anrührt.
Das Tool liefert keine Wertung, sondern eine Entscheidungsgrundlage. Es macht sichtbar, was sonst im Dunst von Sales und Bundles untergeht. Und das völlig kostenlos, ohne versteckte Käufe oder Premium-Features.
Ein kleiner Schritt zur besseren Kaufentscheidung
Ob das Tool eure Shoping-Gewohnheiten ändert, bleibt euch überlassen. Aber es gibt ehrliche Antworten auf die Frage: „War das Geld gut angelegt?“ Stunden sind eine harte Währung. Und dieses Steam-Tool zählt sie für euch.
Geld gegen Zeit, ein alter Traum wird wahr
Ein neues, kostenloses Tool für Steam rechnet getätigte Käufe nicht in Euro um, sondern in die einzige Währung, die im Gaming zählt: Stunden. Es analysiert die Bibliothek und zeigt, wie viel Spielzeit für jeden Cent ausgegeben wurde. Das Konzept: Statt „60 Euro“ heißt es „60 Cent pro Stunde“. Manche 20-Stunden-Titel wirken plötzlich günstig, kurze Erlebnisse teuer.
Das Tool heißt „Steam Stundenzähler“ und wurde von dem deutschen Entwickler Lukas Bischoff programmiert. Bischoff betreibt seit 2019 das Ein-Mann-Studio Bischoff Software, das sich auf kleine Hilfsprogramme für Steam spezialisiert hat. Sein erster Release war der „Steam Bibliotheks-Detektiv“ (2020), ein Tool, das doppelte Keys und ungenutzte Lizenzen aufspürte. 2021 folgte „Sale-Check“, eine Anwendung, die historische Preise von Spielen in der Wunschliste verfolgte. Beide Programme wurden rund 50.000 Mal heruntergeladen.
Der Stundenzähler ist sein bisher ambitioniertestes Projekt. Es greift auf die Steam Web API zu und kombiniert öffentliche Spielzeitdaten mit den vom Nutzer hinterlegten Kaufpreisen (inklusive Rabatte). Das Programm läuft als portable EXE, benötigt keine Installation und speichert keine Daten in der Cloud. Ein echter Geheimtipp für alle, die wissen wollen, ob The Witcher 3 oder Counter-Strike 2 das bessere Investment war.
So arbeitet der Zeit-Rechner
- Das Tool scannt die Steam-Bibliothek und ruft über die API die gespielten Stunden pro Titel ab.
- Es vergleicht die bezahlten Preise (basierend auf der Steam-Kaufhistorie, sofern der Nutzer seine Transaktionsdaten freigibt) mit den gespielten Stunden.
- Am Ende zeigt es eine sortierbare Liste mit Kosten-pro-Stunde-Werten, farblich markiert (grün für unter 0,50€/h, rot für über 2€/h).
Die Bedienung ist simpel: Herunterladen, ausführen, Bibliothek verbinden lassen, keine Registrierung, kein Cloud-Zwang. Bischoff nutzt für die Berechnung eigene Algorithmen, die auch Sale-Ersparnisse korrekt einrechnen. So wird sichtbar, dass ein für 5€ gekauftes Indie-Spiel mit 2 Stunden Spielzeit teurer ist (2,50€/h) als ein Vollpreis-AAA-Titel mit 100 Stunden (0,60€/h).
Frühere Versionen von Bischoff enthielten Bugs bei der Erkennung von Spielen aus Bundles. Der aktuelle Stundenzähler Version 2.1 beherrscht auch die Aufteilung von Bundle-Kosten auf die enthaltenen Spiele, ein Feature, das viele Nutzer gefordert hatten.
Wer steckt dahinter? Der Entwickler und seine Werkzeuge
Lukas Bischoff, Jahrgang 1993, studierte Informatik in Karlsruhe und arbeitete vier Jahre als Backend-Entwickler bei einem mittelständischen Softwarehaus. Seit 2019 entwickelt er in seiner Freizeit Tools für die Steam-Community. Sein erster Erfolg war der „Steam Bibliotheks-Detektiv“ (2020), der doppelte Keys aus Bundles und ungenutzte Testversionen aufspürte. Das Tool erreichte auf Reddit die Frontpage und wurde innerhalb von drei Monaten 30.000 Mal heruntergeladen.
Der „Sale-Check“ (2021) erlaubte Nutzern, Preise von Spielen über mehrere Jahre zu verfolgen und so den besten Kaufzeitpunkt zu ermitteln. Dieses Tool enthielt bereits eine rudimentäre Kosten-pro-Stunde-Berechnung, die Bischoff auf Nutzerwunsch hin zum eigenständigen Stundenzähler ausbaute. Alle Programme sind quelloffen auf GitHub verfügbar (MIT-Lizenz), werden aber als vorkompilierte EXE ausgeliefert.
Bischoff verdient kein Geld mit diesen Tools, er finanziert sie durch freiwillige Spenden und einen kleinen Patreon-Kanal mit etwa 200 Unterstützern. In einem Interview mit dem Blog „Steam Community News“ sagte er: „Ich will, dass Spieler ihren Backlog verstehen. Nicht um sie zu beschämen, sondern um bessere Kaufentscheidungen zu treffen.“ Sein nächstes Projekt soll ein „Zeitbudget-Planer“ werden, der Spielzeit auf Basis des Kalenders und der eigenen Durchschnitts-Spielzeit pro Tag prognostiziert.
Warum das Tool mehr kann als nur Zahlen
Natürlich lässt sich Spielspaß nicht auf eine Stoppuhr reduzieren. Aber der Blick auf die Kosten-pro-Stunde hilft, eigene Kaufmuster zu erkennen. Vielleicht stellt ihr fest, dass ihr für kurze, intensive Erlebnisse viel mehr ausgebt als für Langzeitmühlen. Oder dass ihr eure Rücklagen in Spiele steckt, die ihr nie anrührt.
Das Tool liefert keine Wertung, sondern eine Entscheidungsgrundlage. Es macht sichtbar, was sonst im Dunst von Sales und Bundles untergeht. Und das völlig kostenlos, ohne versteckte Käufe oder Premium-Features. Bischoff plant, in einer späteren Version auch die Kosten für In-Game-Käufe (Skins, Lootboxen) zu integrieren, sofern die API das hergibt.
Laut einer Erhebung der Spieleentwickler-Vereinigung G.A.M.E. aus dem Jahr 2023 haben deutsche Steam-Nutzer im Schnitt 42% ihrer gekauften Spiele nie gestartet. Der Stundenzähler visualisiert dieses Problem: Er zeigt nicht nur, wie viele Stunden man in einem Spiel versenkt hat, sondern auch, welche Titel mit null Stunden und vollem Kaufpreis im Regal verstauben. So wird das Tool zum Spiegel des eigenen Kaufverhaltens.
Ein kleiner Schritt zur besseren Kaufentscheidung
Bereits bestehende Dienste wie HowLongToBeat liefern durchschnittliche Spielzeiten, verknüpfen sie aber nicht mit dem persönlich gezahlten Preis. Die Website steamprice.com zeigt historische Preise, aber keine Spielzeit. Der Stundenzähler schließt diese Lücke, indem er eigene Bibliothek und Preisdaten kombiniert. Das Tool ist kein Allheilmittel, aber eine ehrliche Antwort auf die Frage: „War das Geld gut angelegt?“
Ein konkretes Beispiel: The Witcher 3 kostete zum Release 59,99€. Bei einer durchschnittlichen Spielzeit von 102 Stunden (laut HowLongToBeat) ergibt das 0,59€ pro Stunde. Ein Indie-Titel wie A Short Hike (9,99€, 2 Stunden) liegt bei 5,00€ pro Stunde, ein Unterschied, den der Stundenzähler farblich hervorhebt. Counter-Strike 2 ist zwar kostenlos, aber das Tool kann keine Skin-Käufe abbilden, darauf weist Bischoff im Hilfetext explizit hin. Stunden sind eine harte Währung. Und dieses Steam-Tool zählt sie für euch.
Quelle: www.giga.de
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