SteelSeries Sensei Pro und Rival Pro: Der USB-Anschluss verschwindet
SteelSeries hat mit dem Sensei Pro und dem Rival Pro zwei neue Gaming-Mäuse vorgestellt, die laut übereinstimmenden Berichten komplett ohne USB-Anschluss auskommen. Stattdessen setzt der Hersteller auf UWB-Funk (Ultra-Wideband) und wechselbare Akkus. Die Ankündigung datiert auf den 29. September 2026, der Marktstart ist für den 13. Oktober 2026 angesetzt. Ob der Verzicht auf USB tatsächlich vollständig ist, gilt allerdings als nicht eindeutig bestätigt, die Berichte dazu sind widersprüchlich. Wer eine Maus sucht, die sich per Kabel laden lässt, sollte die offiziellen Produktseiten vor dem Kauf genau prüfen.
Was die neuen Modelle technisch mitbringen
- UWB-Funk statt herkömmlicher 2,4-GHz-Verbindung: Diese Technik verspricht geringere Latenz und stabilere Übertragung, ist im Gaming-Mäuse-Segment aber bislang unüblich.
- Wechselbare Akkus: Der Nutzer kann den Energiezellen-Tausch selbst vornehmen, statt die Maus ans Kabel zu hängen.
- Plattform: Genannt wird ausschließlich PC mit Windows 10 und neuer. Konsolen werden in den verfügbaren Angaben nicht erwähnt.
- Zwei Modelle, zwei Linien: Der Sensei Pro führt die klassische Sensei-Form fort, der Rival Pro die ergonomischere Rival-Reihe.
Preis: Uneinheitliche Angaben in Euro
Beim Preis gibt es Unstimmigkeiten. Ein Bericht nennt 199,99 Euro pro Modell, andere Quellen im Umfeld der Ankündigung sprechen von 179,99 Euro. Eine offizielle Preisempfehlung von SteelSeries liegt bislang nicht eindeutig vor. Wer die Mäuse vorbestellen möchte, sollte daher die tagesaktuellen Angaben im Handel abwarten. Für eine Gaming-Maus der oberen Mittelklasse bewegen sich beide genannten Summen im üblichen Rahmen. Zum Vergleich: Die bisherigen Rival-Modelle lagen preislich häufig darunter, positionierten sich aber auch nicht als Flaggschiffe.
Die Sensei- und Rival-Reihen: Ein Rückblick
SteelSeries ist kein Neuling im Mausgeschäft. Die Sensei-Reihe geht auf das Jahr 2011 zurück und etablierte sich schnell als eine der meistgenutzten Turniermäuse im E-Sport. Die Rival-Reihe startete 2013 und brachte erstmals anpassbare Seitentasten sowie einen optischen Sensor der damals neuen Generation in das Portfolio des dänischen Herstellers. Beide Linien haben über die Jahre mehrere Revisionen durchlaufen, darunter die Sensei Ten und diverse Rival-3- und Rival-5-Varianten. Eine offiziell benannte direkte Vorgängergeneration für die neuen Pro-Modelle lässt sich aus den verfügbaren Informationen nicht ableiten.
UWB-Funk: Was steckt dahinter?
UWB (Ultra-Wideband) arbeitet mit sehr kurzen Impulsen über ein breites Frequenzband. In der Praxis bedeutet das: weniger Interferenzen mit WLAN und Bluetooth, geringere Latenz und eine präzisere Positionsbestimmung des Signals. Für Gaming-Mäuse ist das ein ungewöhnlicher Weg, denn die meisten kabellosen Modelle setzen auf 2,4-GHz-Funk oder Bluetooth. SteelSeries wäre mit dieser Entscheidung einer der ersten großen Hersteller, der UWB in Peripheriegeräten einsetzt. Ob sich die Technik gegen etablierte Standards durchsetzt, hängt nicht zuletzt davon ab, wie viele weitere Geräte mit UWB kommen.
Einordnung: Kabellos ja, USB nein?
Der Trend zu kabellosen Gaming-Mäusen ist seit Jahren ungebrochen. Hersteller wie Logitech, Razer und Corsair bieten längst Modelle ohne Kabel, aber fast alle lassen sich per USB-C nachladen oder im Kabelbetrieb nutzen. Ein kompletter Verzicht auf USB wäre daher ein Bruch mit der Konvention. Sollte sich der Bericht bestätigen, müssten Nutzer ihre Mäuse ausschließlich über den Akkuwechsel betreiben. Das setzt voraus, dass SteelSeries genügend Ersatzakkus mitliefert oder günstig nachverkauft. Details dazu sind bislang nicht bekannt.
Was das für Spieler bedeutet
- Kein Kabel, kein Laden per USB: Wer viel spielt, braucht einen Plan für den Akkuwechsel.
- UWB könnte Vorteile bringen: Geringere Latenz ist für kompetitives Gaming relevant.
- Preis bleibt unklar: 179,99 oder 199,99 Euro, die Entscheidung fällt schwer ohne offizielle Bestätigung.
- Nur PC: Konsolenspieler gehen leer aus, zumindest nach aktuellem Stand.
- Marktstart 13. Oktober 2026: Ab dann dürften erste Tests und Nutzerberichte auftauchen.
Fazit: Mutige Technik, offene Fragen
Der 13. Oktober 2026 rückt näher, und mit ihm die Frage, ob SteelSeries den USB-Anschluss wirklich komplett streicht. Die Kombination aus UWB-Funk und wechselbaren Akkus wäre ein Alleinstellungsmerkmal im hart umkämpften Maus-Markt. Ob die Rechnung aufgeht, hängt an der Akkulaufzeit, dem Preis und der Verfügbarkeit von Ersatzakkus. Spieler, die Wert auf maximale Flexibilität legen, dürften die ersten unabhängigen Tests mit Spannung erwarten.