Zehn Jahre galaktische Expansion
Stellaris von Paradox Interactive feiert seinen zehnten Geburtstag. Seit dem Start im Jahr 2016 hat der Sci-Fi-4X-Titel eine treue Community aufgebaut und sich ständig weiterentwickelt.
Paradox Interactive mit Sitz in Stockholm veröffentlichte das Spiel im Mai 2016. Das Studio war zuvor vor allem für historische Grand-Strategy-Serien wie Europa Universalis (2000), Crusader Kings (2004) und Hearts of Iron (2002) bekannt. Stellaris war der erste Ausflug des Hauses ins Science-Fiction-Genre, und der erfolgreichste Launch des Publishers bis dahin mit über 200.000 Verkäufen in der ersten Woche.
Zum Jubiläum gibt es ein Free Weekend auf Steam. Zusätzlich lockt ein 70% Rabatt auf das Hauptspiel, und ein neues DLC erscheint parallel.
Der Rabatt gilt für das Basisspiel und die meisten älteren DLCs; das neue Add-on liegt bei 10% Ermäßigung. Die Aktion läuft bis zum 2. Juni 2025. In den vergangenen Jahren wiederholte Paradox solche Jubiläums-Angebote regelmäßig, 2021 etwa gab es 60% Rabatt zum fünften Geburtstag.
Gratis spielen und sparen
- Das Free Weekend läuft ab sofort. Alle Basis-Features von Stellaris sind für kurze Zeit kostenlos spielbar.
- Der 70% Rabatt gilt für das Hauptspiel und voraussichtlich auch für das neue DLC.
- Ein idealer Zeitpunkt für Einsteiger, die das Universum noch nicht erobert haben.
Bis heute hat Stellaris laut Paradox-Angaben über 10 Millionen Spieler auf allen Plattformen erreicht. Das Spiel verkaufte sich besser als jede andere Eigenproduktion des Studios in den ersten zwölf Monaten. Zum Vergleich: Crusader Kings III brauchte zwei Jahre für die gleiche Marke.
Neues DLC zum Jubiläum
Mit der Feier veröffentlicht Paradox ein neues Add-on. Details zum Inhalt wurden bislang nicht kommuniziert.
Es ist die nächste Erweiterung in einer langen Reihe von DLCs. Stellaris hat seit Release über ein Dutzend Add-ons erhalten, die neue Spezies, Mechaniken und Story-Elemente einführten.
Das bisherige DLC-Portfolio umfasst acht große Erweiterungen (von Utopia 2017 bis The Machine Age 2024) sowie Dutzende kleinere Inhalts- und Speziespakete. Jedes große Add-on kostet bei Release rund 20 Euro. Die Gesamtinvestition für alle DLCs liegt mittlerweile bei über 200 Euro, ein typisches Paradox-Modell, das die Community regelmäßig kritisiert.
Warum Stellaris auch nach zehn Jahren fesselt
- Regelmäßige Updates halten das Spiel frisch.
- Eine aktive Modding-Szene sorgt für unzählige Varianten.
- Der Mix aus Erkundung, Diplomatie, Wirtschaft und Flottenkommando sucht seinesgleichen.
Die Modding-Community auf Steam Workshop zählt über 100.000 Einträge. Besonders populär sind Total-Conversion-Mods wie Gigastructural Engineering & More und Star Trek: New Horizons. Paradox unterstützt Modder mit eigenen Tools und einer dedizierten Entwicklerdokumentation, ein Alleinstellungsmerkmal des Studios.
Der alte Hase unter den Strategie-Spielen zeigt keine Ermüdungserscheinungen. Stellaris bleibt aktiv, und der aktuelle Rabatt macht den Einstieg besonders verlockend.
Paradox Interactive: Vom Nischenstudio zum Genre-Schwergewicht
Gegründet 1999 von der Familie Sjöholm, veröffentlichte Paradox anfangs historische Strategiespiele wie Europa Universalis II. Der Durchbruch kam mit Crusader Kings (2004), das das Genre um dynastisches Rollenspiel erweiterte. 2015 brachte die Übernahme des Entwicklers Obsidian Entertainment zwar kein neues Grand Strategy, aber die Erfahrung mit komplexen Systemen.
Stellaris entstand unter der Leitung von Henrik Fåhraeus, der zuvor an Hearts of Iron IV gearbeitet hatte. Das Team wuchs von 15 auf über 60 Entwickler während des ersten Jahres nach Release. Paradox setzt auf ein „Living Game“-Modell: kostenlose Updates („Custodian“-Patches) wechseln sich mit kostenpflichtigen DLCs ab. Im April 2025 veröffentlichte das Studio Patch 3.14, der das Diplomatie-System grundlegend überarbeitete.
Stellaris im Branchenvergleich
Das 4X-Genre (Explore, Expand, Exploit, Exterminate) ist hart umkämpft. Konkurrenten wie Endless Space 2 (Amplitude Studios, 2017) oder Galactic Civilizations IV (Stardock, 2022) bieten ähnliche Mechaniken, aber keiner erreicht die anhaltende Update-Frequenz von Stellaris. Der Durchschnittspreis eines großen Stellaris-DLCs liegt mit 20 Euro über dem Genre-Mittel von 15 Euro.
Mit 10 Millionen Spielern steht Stellaris hinter Sid Meier’s Civilization VI (über 11 Millionen) und Age of Empires IV (über 4 Millionen) im oberen Drittel der Strategiespiele. Die gleichzeitigen Spieler auf Steam schwanken zwischen 25.000 und 50.000, für einen zehn Jahre alten Titel ungewöhnlich hoch. Das kostenlose Wochenende endet am Montag, 2. Juni 2025 um 19:00 Uhr MESZ.