Der nächste Tauchgang steht bevor
Unknown Worlds Entertainment kehrt mit Subnautica 2 zu seinem erfolgreichsten Franchise zurück. Das Studio mit Sitz in San Francisco wurde ursprünglich 2001 von Charlie Cleveland und Max McGuire gegründet.
Vor dem Erfolg unter Wasser erlangte das Team durch die Half-Life-Mod Natural Selection internationale Aufmerksamkeit. Diese legte den Grundstein für den strategischen Shooter Natural Selection 2, der für seine asymmetrischen Kämpfe bekannt wurde.
Was wir über den Release wissen
Der erste Teil der Serie, Subnautica, startete 2014 in den Early Access und verließ diesen offiziell im Jahr 2018. Seitdem verkaufte sich der Titel über 6 Millionen Mal und etablierte sich als Referenz für Survival-Spiele mit starkem Fokus auf Atmosphäre.
Die Fortsetzung Subnautica: Below Zero erschien 2021 als eigenständiges Kapitel. Es erweiterte die Spielwelt um arktische Regionen und eine deutlich präsentere Erzählweise durch eine vertonte Protagonistin.
- Unknown Worlds wurde 2021 von der südkoreanischen KRAFTON-Gruppe übernommen.
- Trotz der Übernahme agiert das Studio weiterhin als eigenständige Einheit.
- Die Veröffentlichungsstrategie bleibt dem bewährten Early-Access-Modell treu.
Technische Details für Überlebenskünstler
Der Wechsel von der Unity-Engine zur Unreal Engine 5 markiert den größten technischen Umbruch in der Geschichte der Marke. Diese Engine ermöglicht eine komplexere Lichtberechnung und physikalische Effekte, die besonders für Unterwasser-Szenarien relevant sind.
Der Fokus auf den Koop-Modus ist eine direkte Antwort auf langjährige Community-Wünsche. Im Gegensatz zu den Vorgängern, die strikt als Einzelspieler-Erfahrung konzipiert waren, wird Subnautica 2 den Bau von Basen gemeinsam mit anderen Nutzern erlauben.
- Die Anforderungen an den Arbeitsspeicher steigen durch die detailliertere Geometrie der Meeresböden.
- Die Unreal Engine 5 nutzt Technologien wie Nanite für eine höhere Polygon-Dichte bei Objekten.
- Der Koop-Modus soll laut Entwicklerangaben bis zu vier Spielern gleichzeitig ermöglichen, die Welt zu erkunden.
Die Erwartungen an das Gameplay
Spieler erwarten eine Rückkehr zur Isolation des ersten Teils, nachdem Below Zero einen anderen erzählerischen Weg einschlug. Die Interaktion mit der Spielwelt basiert auf den Erfahrungen aus den Vorgängern, wird jedoch um neue Werkzeuge für die Tiefsee erweitert.
Die KI-Programmierung für die Fauna wurde komplett überarbeitet. Kreaturen nutzen nun das neue Sicht- und Hörsystem, um den Spieler aktiv zu jagen oder bei Bedrohung zu flüchten.
- Neue Fahrzeugtypen erlauben das Vordringen in extreme Tiefenzonen, die bisher unerreichbar waren.
- Das Crafting-System setzt auf komplexere Ressourcenketten, die den Bau von dauerhaften Unterwasser-Siedlungen erfordern.
- Die Interaktion mit der Umgebung ist stärker von physikalischen Simulationen abhängig als in den Teilen zuvor.
Im Vergleich zu Konkurrenzprodukten wie The Forest oder Ark: Survival Evolved zeichnet sich die Subnautica-Reihe durch den Verzicht auf explizite Kampf-Mechaniken gegen menschliche Gegner aus. Die Bedrohung geht hier ausschließlich von der Umwelt und den fremden Lebensformen aus. Während andere Survival-Titel oft auf PvP-Elemente setzen, bleibt Subnautica 2 eine Erfahrung, die den Fokus auf die Erkundung eines unbekannten Planeten legt. Der Erfolg des Titels hängt davon ab, ob die Entwickler das Gefühl der Fremdartigkeit wahren können, während sie gleichzeitig die spielerische Freiheit für kooperative Aktionen erhöhen. Die tatsächliche Ausgestaltung der Spielwelt wird sich zeigen, sobald der erste spielbare Build in den öffentlichen Test geht.