Schluss mit dem Genörgel der Peepers
Spieler von Subnautica 2 kennen das Problem: Man möchte in Ruhe seine Basis ausbauen, während kleine Fische ständig gegen die Scheiben knallen oder die Ausrüstung anknabbern. Die neue Mod mit dem Namen „Fish Killer“ beendet dieses nervige Treiben nun ein für alle Mal.
Die Mod greift ein Kernelement der Subnautica-Philosophie an, die seit dem ersten Teil von 2018 auf der Isolation und der Interaktion mit einer fremden Biosphäre basiert. Während Unknown Worlds Entertainment die Spieler in den Vorgängern dazu ermutigte, die Fauna zu beobachten und zu studieren, ermöglicht dieses Skript nun die aktive Auslöschung von lokalen Spezies.
Wer steckt hinter der Serie?
Unknown Worlds Entertainment startete als kleines Studio, das durch den Half-Life-Mod Natural Selection bekannt wurde. Der Gründer Charlie Cleveland brachte seine Erfahrung mit asymmetrischen Multiplayer-Modi in den ersten Teil ein, der 2014 in den Early Access startete.
- Subnautica (2018): Der erste Teil verkaufte sich über fünf Millionen Mal bis 2020.
- Subnautica: Below Zero (2021): Ein eigenständiges Spiel, das den Fokus auf arktische Regionen und eine stärkere narrative Komponente legte.
- Natural Selection 2: Ein taktischer Ego-Shooter, der die technische Basis für die interne Engine-Entwicklung legte.
Die Entwickler setzten bei ihren Projekten stets auf eine eigene Engine, die es ermöglicht, riesige Unterwasserareale prozedural und manuell zu kombinieren. Diese technische Basis erlaubt es Moddern, die Spawn-Raten und das Schadensmodell der Spielwelt über einfache API-Hooks zu manipulieren.
Was die Mod genau bewirkt
Die Modifikation greift direkt in das Schadensmodell der Spielwelt ein. Sie erlaubt es dem Spieler, den aggressiven oder einfach nur lästigen Bewohnern des Ozeans den Garaus zu machen.
- Manuelle Jagd auf jeden Fisch im Umkreis.
- Kompatibilität mit verschiedenen Waffen-Upgrades.
- Entfernung von nervigen Objekten, die den Bau stören.
- Volle Kontrolle über das Ökosystem der eigenen Basisumgebung.
Durch das Deaktivieren der Kollisionsabfrage oder die direkte Reduktion der Trefferpunkte auf Null wird die KI der Fische permanent aus dem Speicher entfernt. Dies reduziert die CPU-Last in stark bebauten Gebieten, da die Pfadfindung der Unterwasserfauna entfällt. Spieler nutzen diesen Effekt bereits, um die Framerate in komplexen Basis-Komplexen künstlich zu stabilisieren.
Endlich Ruhe im Ozean
Wer sich schon immer über den „Nibbler Mango“ geärgert hat, findet hier die passende Antwort. Die Installation erfolgt wie gewohnt über die gängigen Mod-Manager für Subnautica 2.
- Einfache .pak-Dateien für die Installation.
- Kompatibilität mit aktuellen Spiel-Patches.
- Kein Einfluss auf die Story-Progression.
Die Community auf Plattformen wie Nexus Mods nutzt für solche Anpassungen das BepInEx-Framework, das als Standard für Unity-basierte Titel gilt. Da Subnautica 2 auf der Unity-Engine basiert, lassen sich nahezu alle Variablen der Spielwelt während der Laufzeit modifizieren. Die Modifikation setzt hierbei auf klassische „Asset-Removal-Skripte“, die in der Modding-Szene von The Elder Scrolls oder Fallout seit Jahren erprobt sind.
Die Auswirkungen auf den Spielalltag
Das Überleben unter Wasser bleibt schwierig, aber die ständige Störung durch die Tierwelt gehört der Vergangenheit an. Wer diese Mod nutzt, handelt auf eigenes Risiko, da das ökologische Gleichgewicht im Spiel verloren gehen kann.
Die Entwickler von Unknown Worlds haben sich bisher nicht offiziell zu dieser speziellen Mod geäußert. Intern verfolgt das Team jedoch eine klare Strategie zur Vermeidung von „Game-Breaking“-Mods, indem sie die Modding-Schnittstellen nicht offiziell unterstützen, aber auch nicht aktiv unterbinden. Vergleicht man dies mit Titeln wie ARK: Survival Evolved, bei denen die Fauna ein zentraler Bestandteil des Fortschritts ist, ist die Stille der Entwickler bei Subnautica 2 bemerkenswert.
In den offiziellen Foren diskutieren Nutzer bereits, ob die Entfernung der Fauna den Schwierigkeitsgrad des Spiels untergräbt, da die Jagd nach Nahrung und Ressourcen ein wesentlicher Bestandteil des Ressourcenmanagements ist. Ein leeres Ökosystem verändert den Charakter des Spiels von einem Survival-Erlebnis hin zu einer reinen Aufbau-Simulation. Die Installation der Mod führt dazu, dass bestimmte Crafting-Rezepte, die biologische Komponenten erfordern, manuell über Konsolenbefehle oder alternative Mods nachgefüllt werden müssen.