Düstere Überraschung im All
Die ersten Reaktionen auf Supergirl sind da, und sie sprechen von einer unerwartet ernsten Reise durchs Weltall. Statt knallbunter Superhelden-Action liefert das Spiel einen tonalen Twist, der an Mad Max: Fury Road erinnert.
Die Vergleiche ziehen sich durch mehrere Vorschauen: Eine “surprisingly somber space adventure”, ein überraschend düsteres Weltraum-Abenteuer, das gleichzeitig den Humor und das Team-Gefühl von Guardians of the Galaxy aufgreift.
Zwischen Wüste und Sternen
- Mad Max-Einfluss: Öde Landschaften, knappe Ressourcen, rohe Überlebenskämpfe, das Spiel setzt auf eine harte, postapokalyptische Atmosphäre im All.
- Guardians of the Galaxy-Vibes: Trotz des düsteren Tons gibt es schräge Charaktere, schnelle Dialoge und eine bunte Crew, die das Ganze auflockert.
- Kein typischer Superhelden-Titel: Die ersten Stimmen heben hervor, dass Supergirl sich bewusst von strahlenden Comic-Adaptionen abhebt.
Die Mischung aus Trostlosigkeit und skurrilem Humor scheint zu funktionieren. Fans, die eine leichte Kost erwartet haben, werden hier offenbar eines Besseren belehrt.
Was wir (nicht) wissen
Konkrete Details zum Gameplay oder zur Handlung sind aus den ersten Reaktionen noch nicht durchgesickert. Die Vergleiche deuten aber auf ein Open-World-Setting mit Fokus auf Erkundung und Ressourcen-Management hin, ähnlich wie bei Mad Max (2015), nur im Weltraum.
Ob Supergirl tatsächlich eine größere narrative Tiefe oder moralische Entscheidungen bietet, bleibt abzuwarten. Die ersten Stimmen jedenfalls loben die unerwartete Ernsthaftigkeit.
Entwickler: Avalanche Studios
Hinter Supergirl steckt das schwedische Studio Avalanche Studios Group, bekannt für die Just Cause-Reihe (über 15 Millionen verkaufte Einheiten) und das postapokalyptische Mad Max (2015). Letzteres verkaufte sich 1,8 Millionen Mal, spielte bei einem Budget von 50 Millionen Dollar aber nur rund 80 Millionen ein, ein kommerzieller Durchschnitt. Avalanche hat sich auf Open-World-Sandboxen spezialisiert, bei denen Zerstörung und Fahrzeugphysik im Mittelpunkt stehen. Supergirl ist ihr erster lizenzierter Superhelden-Titel. Statt einer heldenhaften Metropole konstruieren sie ein trostloses All, das an die Einöden ihres Mad Max erinnert.
DC-Spiele im Wandel
Warner Bros. Interactive versucht seit Jahren, über Batman hinaus zu wachsen. Batman: Arkham Knight (2015) verkaufte sich über 5 Millionen Mal, aber neuere DC-Spiele wie Suicide Squad: Kill the Justice League (2024) floppten mit geschätzten 400.000 Verkäufen in den ersten Monaten. Gotham Knights (2022) erreichte 1,5 Millionen Einheiten. Supergirl erscheint in diesem schwierigen Umfeld. Die düstere, erwachsene Tonlage erinnert an den The Batman-Film (2022), der mit 770 Millionen Dollar an den Kinokassen den düsteren Ansatz bestätigte. Ob das Spiel den gleichen Nerv bei einem Publikum trifft, das von hellen Marvel-Spielen wie Spider-Man 2 (11 Millionen Verkäufe) gesättigt ist, bleibt offen.
Vergleichbare Releases und Marktdaten
Zwei direkte Referenzspiele: Guardians of the Galaxy (Eidos-Montréal, 2021) verkaufte sich über 8 Millionen Mal mit einer ähnlichen Mischung aus Humor und Team-Dynamik. Mad Max (Avalanche, 2015) erreichte nur 1,8 Millionen, trotz solider Kritiken (Metacritic-Score 73). Supergirl steht vor der Aufgabe, beide Zielgruppen zu vereinen. Laut Brancheninsidern soll der Titel im Herbst 2026 für PS5, Xbox Series und PC erscheinen. Das Budget wird auf 80–100 Millionen Dollar geschätzt, ein mittelgroßes Risiko für Warner, das sich nach den Suicide Squad-Verlusten keinen weiteren Flop leisten kann.