Ein alter Held kommt zurück
Bandai Namco bringt Tales of Eternia als Remaster zurück. Der Kult-JRPG aus dem Jahr 2000 erscheint im Oktober 2026 für aktuelle Plattformen.
Die Ankündigung kommt nach 26 Jahren. Viele Fans hatten die Hoffnung auf eine moderne Version längst aufgegeben.
Darum ist dieser Remaster wichtig
- Tales of Eternia gilt als einer der besten Teile der Serie.
- Der Titel kombinierte eine klassische 2D-Optik mit dem bewährten Linear Motion Battle System.
- Anders als neuere Ableger setzte er auf eine abgeschlossene, emotionale Geschichte ohne Open-World-Blähung.
Die Serie Tales hat in den letzten Jahren an Fahrt verloren. Titel wie Tales of Arise waren zwar erfolgreich, aber polarisierten die eingefleischte Fangemeinde.
Was der Remaster bietet
Ein visuelles Update ist bestätigt. Die Screenshots zeigen aufpolierte Texturen, höhere Auflösungen und flüssigere Animationen.
- Der ursprüngliche Kunststil von Kōsuke Fujishima bleibt erhalten.
- Das Kampfsystem soll unverändert bleiben, eine gute Nachricht für Puristen.
- Ob es neue Inhalte gibt, ist noch nicht bekannt.
Das Spiel war seinerzeit ein Meisterwerk des JRPG-Genres. Die Geschichte von Reid, Farah und ihren Freunden auf der Flucht vor dem Untergang ihrer Welt gehört zum Besten, was die 32-Bit-Ära hervorgebracht hat.
Warum dieser Remaster der Serie gut tut
Die jüngeren Ableger setzen oft auf Action, offene Welten und Service-Inhalte. Das geht an dem vorbei, was viele Fans an Tales lieben.
- Tales of Eternia zeigt, wie die Serie früher funktionierte: fokussiert, herzlich, ohne Überfrachtung.
- Ein Remaster kann neue Spieler an diesen Stil heranführen.
- Und es gibt Veteranen die Chance, ein Stück Kindheit auf moderner Hardware zu erleben.
Bandai Namco scheint zu verstehen, dass nicht jeder Teil das Rad neu erfinden muss. Manchmal reicht es, ein altes Rad wieder zum Laufen zu bringen.
Ein Blick auf das Original
Tales of Eternia erschien 2000 in Japan, erst 2001 in Nordamerika unter dem Namen Tales of Destiny II. In Europa blieb es lange Zeit eine Rarität für Import-Fans.
- Das Spiel bot eine damals riesige Spielwelt mit über 50 Stunden Spielzeit.
- Der Soundtrack von Motoi Sakuraba gehört zu seinen besten Arbeiten.
- Das Crafting-System mit Craymels und Craymel-Kristallen war innovativ für seine Zeit.
Der Remaster dürfte endlich die verdiente Aufmerksamkeit in Europa erhalten. Die Fans hierzulande haben lange darauf gewartet.
Das Entwicklerstudio: Team hinter dem Klassiker
Tales of Eternia entstand bei Namco Tales Studio, einer internen Abteilung von Namco (heute Bandai Namco Entertainment). Das Team war zuvor für Tales of Phantasia (1995) und Tales of Destiny (1997) verantwortlich.
- Produzent war Shinichiro Okamoto, Charakterdesigner Kōsuke Fujishima.
- Der Soundtrack stammt von Motoi Sakuraba, der später auch für Star Ocean und Valkyrie Profile komponierte.
Das Studio arbeitete damals mit dem Linear Motion Battle System, das Echtzeit-Kämpfe auf einer 2D-Ebene bot. Dieses System wurde in späteren Teilen wie Tales of Symphonia (2003) weiterentwickelt.
Vergleichbare Remaster: Ein Trend im JRPG-Genre
Bandai Namco hat in den letzten Jahren mehrere ältere Tales-Teile neu aufgelegt. Tales of Symphonia Remastered (2023) und Tales of Vesperia: Definitive Edition (2019) waren kommerziell solide, aber technisch oft kritisiert.
- Tales of Eternia wird das erste Remaster eines PS1-Titels der Serie sein.
- Die Konkurrenz bringt ebenfalls Klassiker zurück: Final Fantasy Pixel Remaster, Suikoden I & II HD Remaster (2023), Chrono Cross Remaster (2022).
Ein Remaster von Tales of Destiny (PS1) oder Tales of Destiny II (Eternias US-Name) wurde von Fans immer wieder gefordert. Bandai Namco testet mit Eternia, ob ältere 2D-Teile noch absetzbar sind.
Die Ankündigung erfolgt genau 26 Jahre nach dem japanischen Original am 30. November 2000. Das Remaster erscheint zeitgleich im Oktober 2026, ein Jubiläumsrelease ohne großes Marketing.