Der Sänger und sein Persona-Pech
The Weeknd ließ in Persona 5 die Romanze mit Dr. Tae Takemi verstreichen. Der Sänger („Blinding Lights“) soll nun in Persona 3 eine neue Beziehung gefunden haben, laut Kotaku ein viraler Clip oder ein geteiltes Bild als Quelle. Atlus, das Studio hinter der Reihe, hat keinen Kommentar abgegeben.
Atlus wurde 1986 gegründet und gehört seit 2013 zur Sega-Gruppe. Vor Persona hatte das Studio mit Shin Megami Tensei (1992) den Grundstein für düstere RPGs mit Dämonenbeschwörung gelegt. Persona 3 (2006) führte das Social-Link-System ein, das für die Romantik-Optionen zentral ist. Persona 5 (2016) verkaufte sich bis 2020 über 3,2 Millionen Mal, ein Rekord für die Serie. Persona 5 Royal (2020) legte noch einmal 1,8 Millionen Einheiten drauf. Persona 3 Reload (2024) als Remake erreichte in der ersten Woche eine Million Verkäufe.
Von Dr. Takemi zur neuen Favoritin
Dr. Takemi ist eine der beliebtesten Romanzen in Persona 5. The Weeknd soll diese Chancen verpasst haben, ein klassischer „fumble“. Die neue Liebschaft in Persona 3 könnte die Schülerin Yukari Takeba oder die Antagonistin Ryoji Mochizuki sein. Konkrete Namen werden im Kotaku-Bericht nicht genannt.
Persona 3 bietet fünf weibliche Social-Links, die in eine Romanze münden können. Yukari, Mitsuru, Chihiro, Yuko und die jüngere Fuuka sind wählbar. Die Spielemechanik ist seit 2006 weitgehend gleich: Man verbringt Zeit mit Charakteren, steigert Bindungen und erhält im Gegenzug Kampfvorteile. Persona 3 Reload führte zusätzliche Szenen ein, aber keine realen Prominente. Ein Crossover mit einem Popstar wie The Weeknd würde völlig neue Lizenzierung erfordern. Atlus hat bisher nur mit eigenen Figuren wie Joker in Super Smash Bros. oder Persona Q experimentiert, nie mit echten Musikern.
Kein Wort von Atlus, was steckt dahinter?
Weder Atlus noch The Weeknd haben sich geäußert. Der Kotaku-Artikel stützt sich auf nicht näher spezifizierte Indizien. Möglich ist ein Fan-Edit oder ein Social-Media-Scherz, die Persona-Community reagierte bereits mit Memes.
Im Branchenkontext gibt es seltene Fälle von realen Stars als Spielfiguren: Travis Scott in Fortnite oder Ariana Grande in Fortnite boten Konzerte, aber keine Romanzen. The Weeknd selbst trat 2023 in Fortnite mit einem virtuellen Konzert auf, ein technischer Crossover, aber kein RPG-Integrationsmodell. Persona-Spiele haben ein festes Beziehungssystem, das auf festgelegten Charakteren basiert. Eine Einbindung eines lebenden Musikers müsste individuelle Animationen, Sprachaufnahmen und Dialoge erfordern. Atlus würde dafür vermutlich eine frische Lizenzvereinbarung brauchen, von der nichts bekannt ist. Die Verkaufszahlen der Serie, insgesamt über 15 Millionen verkaufte Einheiten aller Persona-Spiele, zeigen ein großes Publikum, aber kein Bedarf an echten Personen.