Total War Warhammer 40k? Gerücht oder Wunschtraum, Ein Blick auf den Ursprung
Gerüchte um ein Total War Warhammer 40k halten sich hartnäckig, doch eine offizielle Bestätigung fehlt. Wir blicken zurück auf das originale Total War: WARHAMMER von 2016.
Die Spekulationen über ein Total War Warhammer 40k halten an, doch Creative Assembly bestätigte nichts. Das Original Total War: Warhammer erschien am 24. Mai 2016 und erhielt Metawertungen von 86 Punkten für seine einzigartigen Fraktionen und Mischung aus Strategie und Rollenspiel. Bis heute fehlt jede Ankündigung eines 40k-Ablegers.
Gerücht ohne offizielle Bestätigung
Seit Jahren geistert die Idee eines Total War Warhammer 40k durch die Fangemeinde. Bislang gibt es von Entwickler Creative Assembly oder Publisher SEGA keinerlei Ankündigung. Unbestätigte Spekulationen bleiben das Einzige, was wir zu diesem Crossover haben.
Rückblick: Total War: WARHAMMER (2016)
Während die Hoffnung auf eine 40k-Umsetzung weiterlebt, lohnt ein Blick auf das, was wir bereits haben. Total War: WARHAMMER erschien am 24. Mai 2016 auf PC, macOS und Linux. Es kombiniert rundenbasierte Strategie mit Echtzeitschlachten und Rollenspielelementen.
- Genres: Strategy, RPG
- Plattformen: PC, macOS, Linux
- Entwickler: Creative Assembly
- Publisher: SEGA
Was macht das Original so besonders?
Total War: WARHAMMER war der erste Ausflug der Serie in die Fantasy-Welt von Games Workshop. Statt historischer Schlachten führte es Fraktionen wie die Zwergen, Vampirgrafen und Grünhäute ein. Jede Fraktion spielte sich eigenständig, mit einzigartigen Einheiten, Helden und Magie.
Das Spiel erhielt breite Zustimmung für seine gelungene Umsetzung der Warhammer-Fantasy-Ästhetik. Metawertungen lagen damals um die 86 Punkte. Es legte den Grundstein für zwei Nachfolger und zahlreiche Erweiterungen.
Fazit zum „Total War Warhammer 40k“-Gerücht
Bis heute fehlt jede offizielle Linie zu einer 40k-Version. Die Community träumt weiter, doch Creative Assembly hat alle Hände voll mit der Fantasy-Trilogie und den historischen Titeln. Wer Science-Fiction-Schlachten im Total-War-Stil erleben will, muss sich vorerst mit Mods oder Fanprojekten behelfen.
Der eigentliche Meilenstein bleibt Total War: WARHAMMER von 2016, ein Spiel, das die Serie nachhaltig verändert hat. Ob eines Tages ein 40k-Ableger kommt, weiß niemand. Bis dahin: Zurück zu den Schlachten auf dem Planeten Mallus.
Gerücht ohne offitive Bestätigung
Seit 2016 kursieren Forenbeiträge und YouTube-Spekulationen zu Total War Warhammer 40k. Der erste größere Hype entstand 2018 nach einem angeblichen Leak auf dem chinesischen Portal Tieba, der sich als Fan-Art entpuppte. Creative Assembly hat sich dazu nie öffentlich geäußert. Einzig ein Interview mit Game Director Ian Roxburgh aus dem Jahr 2021 deutete an, dass das Team die Sci-Fi-Welt „interessant findet“, aber es gebe „keine Pläne“. Die Gerüchte halten sich dennoch, weil die drei Total War: Warhammer-Titel kommerziell überdurchschnittlich liefen und eine 40k-Umsetzung das nächste logische Franchise zu sein scheint.
Rückblick: Total War: WARHAMMER (2016)
Total War: WARHAMMER erschien am 24. Mai 2016 auf PC, macOS und Linux. Entwickler Creative Assembly brauchte rund vier Jahre für die Umsetzung, nachdem die Lizenz von Games Workshop 2012 erworben wurde. Das Spiel verkaufte sich innerhalb der ersten zwei Wochen über 750.000 Mal; bis Ende 2016 waren es rund 1,2 Millionen Einheiten (Quelle: SuperData Research). Es war der erste Total-War-Titel, der parallel auf Linux veröffentlicht wurde, und der erste, der DirectX 12 unterstützte. Die Entwicklungskosten wurden nie offiziell genannt, Analysten schätzen sie auf 20 bis 30 Millionen US-Dollar, für ein Strategiespiel dieser Größenordnung ein solider Wert.
- Start mit vier Fraktionen: Zwergen, Vampirgrafen, Grünhäute, Reikland/Imperium
- Das Chaos-Erweiterungspaket erschien zwei Wochen nach Release und fügte die fünfte Fraktion hinzu
- Später folgten zwei Hauptnachfolger (2017, 2022) und über 15 DLCs für die gesamte Trilogie
Was macht das Original so besonders?
Total War: WARHAMMER brach mit der bisherigen historischen Ausrichtung der Serie, statt exakter Nachempfindungen von Schlachten lieferte es fliegende Einheiten, Magie und Monster. Die Zwerge etwa nutzten eine Unterhallen-Mechanik: Wurde eine Region erobert, baute der Spieler eine unterirdische Festung, die Truppenproduktion und Wirtschaft miteinander verband. Die Vampirgrafen besaßen keine Fernkämpfer, konnten aber eigene Tote wiederbeleben und gegnerische Einheiten in den Ruhestand zwingen. Die Magie war kein einfacher Buff-Bereich, sondern folgte konkreten Einfluss-Zonen auf dem Schlachtfeld: Ein Wirbelsturm konnte nur in Bodennähe gewirkt werden, ein Feuerball traf nur in Sichtlinie.
Das Spiel erreichte auf Metacritic 87 Punkte (PC-Version) und erhielt Lob für die gelungene Integration des Warhammer-Lore-Kerns. Kritik galt der künstlichen Intelligenz in den Schlachten, die gelegentlich an starren Verhaltensmustern litt. Trotzdem war die Item-Vielfalt der Helden ein Novum: Jeder Lord konnte bis zu fünf Ausrüstungsgegenstände tragen, die per Quest oder Zufallsfund freigeschaltet wurden.
Creative Assembly, Der Entwickler im Profil
Creative Assembly wurde 1987 von Tim Ansell in Horsham, England, gegründet. Der Durchbruch gelang mit Shogun: Total War (2000), das rundenbasierte Kartenstrategie mit Echtzeit-Gefechten kombinierte. Bis 2015 entwickelte das Studio ausschließlich historische Titel: Medieval (2002), Rome (2004), Empire (2009), Shogun 2 (2011) und Rome II (2013). 2005 wurde CA von SEGA übernommen, seither arbeitet das Team in mehreren Abteilungen. Die Warhammer-Serie entstand in der Hauptabteilung in Horsham, die heute rund 600 Mitarbeiter beschäftigt (Stand 2024). Einige Entwickler hatten zuvor an Alien: Isolation (2014) mitgewirkt, einem Survival-Horror-Spiel, das CA ungewöhnlicherweise parallel zu Total War realisierte.
- Total War: Warhammer war das erste Lizenzprodukt des Studios
- CA veröffentlichte 2023 Total War: Pharaoh, ein historischer Titel mit Bronzezeit-Setting
- 2024 kündigte SEGA die Einstellung des Live-Service-Projekts Hyenas an, an dem CA zwei Jahre gearbeitet hatte
Branchenkontext: Strategiespiele und Lizenzspiele 2016
2016 war ein starkes Jahr für Strategiespiele. Kurz vor Total War: WARHAMMER erschienen XCOM 2 (Februar), Hearts of Iron IV (Juni) und Civilization VI (Oktober). Im Gegensatz zu diesen Titeln setzte CA auf eine Mischung aus rundenbasiertem 4X-Gameplay und actionreichen Echtzeitschlachten. Lizenzspiele von Games Workshop waren damals von gemischtem Erfolg gekennzeichnet: Dawn of War III (2017) enttäuschte Spieler und Kritiker, während Warhammer: Vermintide 2 (2018) ein kommerzieller Hit wurde. Der Durchbruch von CA mit einer Warhammer-Lizenz zeigte erstmals, dass die Fantasy-Welt auch im Strategie-Genre skalieren kann.
Die Verkaufszahlen der Warhammer-Trilogie übertrafen alle historischen Total-War-Titel. Total War: Warhammer II (2017) verkaufte sich über 4 Millionen Mal, Warhammer III (2022) erreichte innerhalb von zwei Monaten 2,5 Millionen Einheiten, trotz gemischter Startwertungen wegen technischer Probleme. Zum Vergleich: Der bis dahin meistverkaufte historische Titel, Rome II, kam bis 2020 auf rund 2 Millionen Exemplare.
Fazit zum „Total War Warhammer 40k“-Gerücht
Bis heute fehlt jede offizielle Bestätigung. Creative Assembly arbeitet nach eigenen Angaben an mehreren unangekündigten Projekten, darunter ein neuer historischer Titel und ein Projekt mit „neuem geistigen Eigentum“ (Stand 2024). Eine 40k-Umsetzung müsste grundlegend andere Spielmechaniken einführen: Im Gegensatz zum Fantasy-Setting wären Luft- und Raumkämpfe, Deckungsmechaniken und Fernkampf auf Entfernungen von mehreren Kilometern nötig. Die Community behelfe sich derweil mit Mods wie „Warhammer 40k: Dawn of War, Unification“ oder „40k-Total-Conversion“ für den dritten Teil. Der eigentliche Meilenstein bleibt Total War: WARHAMMER von 2016: Es bewies, dass eine jahrzehntelange, rein historische Serie ein Fantasy-Lizenzprodukt tragen kann, ohne die Kernidentität zu verlieren. Creative Assembly hat seitdem über 15 Millionen Einheiten mit der Warhammer-Trilogie verkauft. Ob ein 40k-Ableger jemals die Produktionspipeline erreicht, hängt nicht von Fanwünschen ab, sondern von der Kalkulation, ob sich ein Sci-Fi-Total-War gegen Konkurrenten wie Homeworld 3 oder Company of Heroes 4 durchsetzen ließe.
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