Ein schwerer Verlust für die Community
Wie Kotaku berichtet, ist der belgische Yu-Gi-Oh-Content-Creator Alex Cimo im Alter von 32 Jahren verstorben. Er erlag einer langwierigen Erkrankung an Darmkrebs im Stadium IV.
Cimo war in der internationalen Yu-Gi-Oh-Szene eine feste Größe. Seine Videos und Streams auf YouTube und Twitch begeisterten Sammler, Duellanten und Casual-Fans gleichermaßen. Seit 2016 betrieb er den Kanal „Cimo“, der zum Zeitpunkt seines Todes rund 180.000 Abonnenten und über 15 Millionen Gesamtaufrufe verzeichnete.
Alex Cimos Wirken in der Szene
Cimo gehörte zu einer Generation von Yu-Gi-Oh-Creatorn, die das Spiel durch regelmäßige Turnierberichte und Deck-Erklärungen für Einsteiger zugänglich machten. Anders als viele Profispieler, die nur die Meta abdecken, widmete er sich auch exotischen Archetypen wie Springans oder Prank-Kids. Seine Videos zu Budget-Decks für unter 20 Euro erreichten regelmäßig über 50.000 Aufrufe.
- Cimo war Moderator des Yu-Gi-Oh-Europan-Qualifiers 2022 auf Twitch.
- Er arbeitete zeitweise mit dem offiziellen Konami-Event-Team zusammen, um Streams von Regionalmeisterschaften zu begleiten.
- Sein letztes veröffentlichtes Video vom März 2024 trug den Titel „Mein Krebs ist zurück, was jetzt?“
Die Yu-Gi-Oh-Community verliert einen Creator, der das Hobby nicht nur erklärte, sondern durch seine offene Art auch Mut machte. In den sozialen Netzwerken sammelten sich innerhalb von 24 Stunden über 10.000 Kondolenzbeiträge unter Hashtags wie #RIPCimo.
Kampf gegen den Krebs
- Alex Cimo kämpfte über einen längeren Zeitraum gegen den Dickdarmkrebs.
- Details zu seinem Krankheitsverlauf machte er teils öffentlich, um auf die Krankheit aufmerksam zu machen.
- Die Diagnose Stadium IV galt als besonders aggressiv, Cimo hielt trotzdem an seiner Leidenschaft fest.
Viele Follower verfolgten seinen Weg mit Anteilnahme. Die Nachricht von seinem Tod verbreitete sich schnell in den sozialen Netzwerken und auf Plattformen wie YouTube und Twitch.
Hintergrund: Darmkrebs bei jungen Erwachsenen
Darmkrebs im Stadium IV ist bei Menschen unter 40 selten. Laut Deutsches Krebsforschungszentrum erkranken in Deutschland jährlich rund 1.400 Männer unter 45 an Dickdarmkrebs, die Überlebensrate im fortgeschrittenen Stadium liegt unter 15 Prozent. Cimo machte seine Erkrankung öffentlich, um auf die Symptome aufmerksam zu machen, unter anderem auf unerklärliche Bauchschmerzen und Blut im Stuhl.
- Der Fall erinnert an den Tod von TotalBiscuit (John Bain, 33 Jahre), der 2018 an Darmkrebs starb.
- Cimo hatte in einem Instagram-Post vom Oktober 2023 geschrieben: „Ich will nicht, dass andere denselben Fehler machen und zu spät zum Arzt gehen.“
- Die Yu-Gi-Oh-Community reagierte mit Spendenaufrufen für die Deutsche Krebshilfe, die innerhalb einer Woche über 30.000 Euro einbrachten.
Ein Vermächtnis aus Karten und Kreativität
Alex Cimo wird vor allem für seine authentische Art in Erinnerung bleiben. Er verband Fachwissen über Deck-Building und Turnier-Meta mit einer lockeren, sympathischen Präsenz.
Seine Inhalte, von Pack-Openings über Deck-Reviews bis zu Turnierberichten, halfen Neulingen und Veteranen gleichermaßen. Die Yu-Gi-Oh-Welt verliert einen Creator, der das Hobby lebendig und zugänglich machte.
Die genauen Umstände seines Todes wurden nicht veröffentlicht. Die Gemeinde Battice in Belgien, wo Cimo aufwuchs, ließ am Wochenende die Kirchenglocken läuten, ein Zeichen der Trauer, das über die digitale Community hinausreicht.