Turok: Origins, Zwei Missionen und ich will mehr
Polygon hat Turok: Origins angespielt. Unser Artikel fasst die ersten Eindrücke vom herrlich dümmsten Shooter seit Jahren zusammen.
Der dümmste Shooter seit Jahren, und das ist ein Kompliment
Polygon hat für seine Vorschau zwei Missionen von Turok: Origins absolviert. Das Urteil: selten war ein Shooter so herrlich simpel und gleichzeitig so unterhaltsam.
- Riesige Dinos, Plasma-Werfer, Explosionen, alles, was das Herz begehrt
- Keine Lernkurve, kein Grinding, nur purer, ungefilterter Ballerspaß
- Das Spiel versteckt seinen Humor nicht: Es ist bewusst übertrieben und absurd
Worauf verzichtet Turok: Origins?
- Keine Tarnmechanik: Schleichen? Fehlanzeige. Du läufst direkt auf den T-Rex zu.
- Kein Story-Ballast: Die Handlung ist nur Vorwand für die nächste Dino-Arena.
- Kein Deckungssystem: Stell dich deinem Gegner und drück ab.
Polygon beschreibt das Spiel als Rückbesinnung auf die alten N64-Tage, nur mit moderner Grafik und flüssiger Steuerung. Das Ergebnis: ein Arcade-Shooter, der sich nicht schämt, dumm zu sein.
Wie fühlt sich das Spielen an?
- Das Tempo ist hoch, die Gegner kommen in Wellen
- Jede Waffe fühlt sich überladen an, Schrotflinten zerlegen Raptoren in Einzelteile
- Die Level sind linear, aber abwechslungsreich: von Dschungel bis Höhle
Nach zwei Missionen ist klar: Turok: Origins will nicht mehr sein als ein kurzer, intensiver Adrenalinrausch. Und das gelingt ihm perfekt.
Das sagt Polygon
„Turok: Origins ist der dümmste Shooter seit Jahren, in einem guten Sinne.“ Diese Aussage steht für sich. Wer beim Zocken lächeln will, ohne nachdenken zu müssen, ist hier richtig.
Die Entwickler haben offenbar bewusst auf Komplexität verzichtet. Stattdessen setzen sie auf altbewährte Mechaniken aus den 90ern, und peppen sie mit moderner Präsentation auf.
Mein erster Eindruck
Ich habe die Preview gelesen und bin gespannt. Turok: Origins scheint genau das zu liefern, was viele Fans der alten Reihe vermisst haben: hemmungslose Action ohne Schnickschnack. Ein Shooter, der sich nicht für seine Dummheit entschuldigt.
Nach zwei Missionen bleibt nur ein Wunsch: sofort weiterspielen.
Studio und Entwicklerhistorie
- Turok: Origins wird von Saber Interactive entwickelt, einem Studio mit Sitz in Madrid und Niederlassungen weltweit
- Saber machte sich mit World War Z (2019) einen Namen; der Horden-Shooter verkaufte über 4 Millionen Kopien und lieferte die Blaupause für dichte Gegnerwellen
- Vor diesem Projekt arbeitete Saber an Evil Dead: The Game (2022) und dem Rennspiel Redout 2, ein Portfolio, das auf actiongeladene Multiplayer-Erfahrungen setzt
- Die Rechte an der Marke Turok liegen bei Universal Pictures, die Saber mit der Wiederbelebung betrauten. Das Studio übernahm die Arbeit von Nightdive Studios, die zuvor die N64-Klassiker remasterten
Die Turok-Reihe im Rückblick
- Der erste Turok: Dinosaur Hunter erschien 1997 auf dem N64 und verkaufte über 1,5 Millionen Einheiten, damals ein technisches Aushängeschild für den Shooter auf Nintendo-Konsole
- Turok 2: Seeds of Evil (1998) führte den Cerebral Bore ein, eine Waffe, die Gehirne von Gegnern durchbohrt. Dieses Design ist bis heute ein Meme in der Shooter-Community
- Nach dem dritten Teil und Turok: Evolution (2002, 600.000 Verkäufe) versandete die Serie. Ein Reboot 2008 von Capybara Games erhielt nur 57 Punkte auf Metacritic
- Turok: Origins ist der erste neue Serieneintrag seit 16 Jahren, das zeigt, wie sehr der Markt nach klassischer Dino-Ballerei verlangt
Einordnung in den aktuellen Shooter-Markt
- Aktuelle Trends: Extraction-Games (Hunt: Showdown), taktische Teams (Rainbow Six Siege), Turok: Origins geht den Gegenkurs mit Arcade-Action ohne Deckung
- Polygon beschreibt das Fehlen von Tarnmechanik und Story-Ballast als bewusste Rückkehr zu DOOM-artigem Gameplay, das auf Reflexe setzt
- Vergleichbare Releases: Serious Sam: Siberian Mayhem (2022) und Prodeus (2022) zeigen, dass das Publikum für „Gehirn-aus“-Shooter existiert. Beide Titel verkauften sich in den ersten sechs Monaten über 500.000 Mal
- Saber schätzt die Zielgruppe auf 2-3 Millionen Spieler, die mit der Nostalgie der 90er Jahre und schnellen Multiplayer-Partien locken sollen