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„Unsere Bosse steuern blind auf die Katastrophe zu“: Französische Gaming-Gewerkschaft STJV ruft zu landesweitem Streik am 25. Juni
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„Unsere Bosse steuern blind auf die Katastrophe zu“: Französische Gaming-Gewerkschaft STJV ruft zu landesweitem Streik am 25. Juni

Die französische Gewerkschaft STJV hat für den 25. Juni zu einem nationalen Streik in der Spieleindustrie aufgerufen, als Reaktion auf die anhaltende Welle von Massenentlassungen.

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Tommes Parzl
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Streiktag gegen die Krise

Am 25. Juni legen französische Spieleentwickler die Arbeit nieder. Die Gewerkschaft STJV (Syndicat des Travailleureuses du Jeu Vidéo) hat zu einem nationalen Streiktag aufgerufen.

Im Zentrum der Aktion steht der Protest gegen die ungebremsten Entlassungen, die seit Monaten durch die Branche fegen. Die Gewerkschaft spricht von einer vermeidbaren Katastrophe.

Das Zitat, das sitzt

„This crisis was avoidable, but our bosses chose to drive blindly towards disaster“, so lautet die deutsche Übersetzung: „Diese Krise war vermeidbar, aber unsere Bosse haben sich entschieden, blindlings auf die Katastrophe zuzusteuern.“

Das Statement der STJV macht klar, dass es nicht um einzelne Studios geht, sondern um systemische Fehlentscheidungen in der Führungsetage der gesamten Industrie.

Die Forderungen

Die streikenden Arbeiter verlangen weit mehr als nur einen Stopp der Entlassungen. Die STJV fordert:

  • tiefgreifende organisatorische Veränderungen in den Unternehmen
  • ein Ende der kurzfristigen Profitlogik, die immer wieder zu Massenentlassungen führt
  • mehr Mitspracherecht für Belegschaften bei strategischen Entscheidungen

Damit richtet sich der Streik nicht nur gegen aktuelle Stellenstreichungen, sondern gegen die gesamte Management-Kultur der Branche.

Was das bedeutet

Frankreichs Spieleindustrie, mit Studios wie Ubisoft, Quantic Dream oder Dontnod, steht vor einem der größten Arbeitskämpfe ihrer Geschichte. Der 25. Juni soll ein sichtbares Zeichen setzen, dass die Belegschaften nicht länger hinnehmen, was sie als strukturelles Versagen der Führungskräfte betrachten.

Ob der Aktionstag zu konkreten Änderungen führt, bleibt abzuwarten. Die Forderung nach „major organisational changes“ ist jedoch unmissverständlich.

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