EndeNews Logo EndeNews
Videospiel-Häuser im Ranking: Wo ich wirklich leben würde
News

Videospiel-Häuser im Ranking: Wo ich wirklich leben würde

Ein Ranking bewertet Spiele-Häuser nicht nach Story oder Kampf, sondern nach Alltagstauglichkeit, von Stardew Valley bis zum Haus der Bakers.

F
FatimaEzzahra Zouhoum
TEILEN: Twitter Reddit

Wohnen statt kämpfen: Die etwas andere Bewertung

Statt Kampfsysteme, Storykurven oder Grafikpracht zu bewerten, nimmt sich ein aktuelles Ranking ein anderes Kriterium vor: Wie wohnlich sind die Häuser in bekannten Spielen eigentlich? Die Grundannahme ist so simpel wie nachvollziehbar: Ein prächtiges Anwesen mit unbrauchbarer Küche bleibt ein schlechtes Zuhause, und ein hübsches Haus an einem furchtbaren Ort ist ebenfalls keine Lösung. Bewertet werden deshalb Layout, Ausstattung, Lage, Stauraum, Außenbereich und ein weiches Kriterium namens “the vibe”. Dazu kommen praktische Fragen, die im Spielalltag selten jemand stellt: Wie weit ist es zum Badezimmer? Gibt es genug Tageslicht? Und vor allem: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, im Schlaf ermordet zu werden?

Stardew Valley: Farmhaus mit Bergwerksproblem

Das Farmhaus aus Stardew Valley kommt auf starke 9/10 und liegt damit in der Spitzengruppe des Rankings. Gelobt werden der großzügige Garten, eigener Anbau, Platz für Tiere und die Möglichkeit, das Anwesen über die Zeit selbst auszubauen. Der Punktabzug kommt für Isolation, die dünne lokale Wirtschaft und die Monster im örtlichen Bergwerk, dessen Eingang offenbar niemand sichern möchte. Immerhin: Wer sein Haus selbst entwickelt, wohnt am Ende nicht in einer gesichtslosen Neubau-Kopie.

  • Großzügiges Grundstück mit Garten, Tieren und Anbaufläche
  • Innenausbau nach eigenen Vorstellungen möglich
  • Wachstum über die Spielzeit statt fertiger Neubau
  • Abzug wegen Isolation und fehlender Sicherheitsvorkehrungen

Alan Wake 2: Das Seehaus und die Nachbarschaft

Das Seehaus aus der Alan-Wake-2-Erweiterung punktet mit Aussicht, Ruhe und frischer Luft. Die Architektur wird ausdrücklich gelobt, die Landschaft ebenfalls. Doch genau hier liegt das Problem: Ein abgelegenes Haus im Wald ist kein Rückzugsort, wenn übernatürliche Vorfälle zum Alltag gehören. Offene Fragen wie die Entfernung zum nächsten Krankenhaus oder die Frage, ob Lieferdienste die Adresse überhaupt finden, bleiben unbeantwortet. Am Ende steht eine 4/10, vor allem wegen der hohen Dichte an seltsamen Ereignissen.

Animal Crossing: New Horizons und der zweifelhafte Vermieter

Das Spielerhaus in Animal Crossing: New Horizons erreicht 9/10. Die Begründung liegt auf der Hand: Räume lassen sich jederzeit umgestalten, Möbel neu arrangieren, Stile ausprobieren, und das alles ohne Handwerker, Baustelle oder Rechnung. Auch draußen gibt es reichlich Platz für die eigene Gestaltung, und Nachbarn beschweren sich kaum über schräge Einrichtungsideen. Der eine Punkt Abzug geht an Tom Nook: Er ist der einzige, der das Haus erweitern kann, bestimmt die Preise selbst und erinnert eher an einen Vermieter als an eine Bank.

Die Sims 4: Ein Haus, das es so nie geben wird

Mit 10/10 gewinnt Die Sims 4 die Wertung, und das fast ohne Gegenargument. Das Spiel funktioniert de facto als Immobilienplaner, in dem sich Grundrisse, Möbel und sogar Gerätefarben frei bestimmen lassen. Große Badezimmer, begehbare Kleiderschränke, Schlafzimmer im Wintergarten: Alles möglich, alles folgenlos. Die Kehrseite ist hausgemacht, etwa Treppen an unmöglichen Stellen oder Küchen, in denen die Sims eine Viertelstunde bis zum Frühstück laufen. Weil aber Geld und Bauvorschriften im Spiel keine Rolle spielen, bleibt es bei der Bestnote.

Resident Evil 7: Das Haus der Bakers

Das Anwesen der Familie Baker aus Resident Evil 7 wirkt auf den ersten Blick wie ein ländliches Schnäppchen mit viel Platz und Charakter. Beim zweiten Hinsehen ist es verschmutzt, heruntergekommen und schlecht instand gehalten, die Küche gilt als der schlimmste Raum. Dazu kommen die Bewohner und Spuren eines langen Familienstreits in Form biologischer Experimente. Weil eine Sanierung bei dieser Größe astronomisch teuer wäre, steht am Ende eine 1/10. Der Geruch wird separat erwähnt.

  • Sehr günstiger Kaufpreis, sofern sich ein Gutachter findet
  • Erheblicher Renovierungsbedarf im gesamten Gebäude
  • Fragwürdige Hygiene, besonders im Küchenbereich
  • Bewohner mit ausgeprägtem Interesse an ungewöhnlichen Experimenten

Minecraft: Alles möglich, alles mühsam

Ein selbstgebautes Haus in Minecraft bekommt 8/10 und überzeugt durch schier grenzenlose Möglichkeiten. Seen, Berge, Wald: Der Standort ist frei wählbar, das Design ohnehin. Allerdings will das Material erst beschafft und verbaut werden, und ohne durchdachte Beleuchtung erscheinen feindliche Kreaturen auch schon mal im eigenen Wohnzimmer. Wer abgelegen baut, muss lange Wege in Kauf nehmen, denn das einzige Transportmittel ist ein Pferd oder eine selbst gebaute Lore-Strecke.

Normandy und Croft Manor: Zwei Sonderfälle

Die Normandy aus Mass Effect darf als Raumschiff teilnehmen, weil sie Schlafräume, Wohnbereiche und Küche mitbringt. Die Aussicht auf die Galaxis ist konkurrenzlos, doch Kollegen als Nachbarn und der Arbeitsplatz im selben Gebäude kosten Entspannung. Mit 7/10 landet sie im Mittelfeld. Croft Manor aus Tomb Raider kommt auf 8/10: genug Zimmer für alle Freunde, Platz für Fitness und Lagerung, dazu ein eigener Pool. Gegen ein so großes Haus sprechen Pflegeaufwand und Sicherheitsfragen rund um eine wertvolle Sammlung.

Was am Ende übrig bleibt

Die Rangliste zeigt, dass Wohnqualität in Spielen selten an der Quadratmeterzahl hängt, sondern an Lage, Nachbarschaft und Instandhaltung. Zwischen den besten und schlechtesten Adressen liegen neun Punkte, und der Unterschied ist weniger eine Frage des Geschmacks. Die 1/10 für das Baker-Anwesen fasst es gut zusammen: Selbst mit deutlichem Rabatt wäre der Kauf ein Fehler.

Quelle: GameSpot - All Content

VERWANDTE ARTIKEL