Worum es bei Volatiles geht
Volatiles ist ein Top-down-Action-Roguelike, in dem sich die Spielumgebung erst während des Spielens zusammensetzt. Statt eine fertige Leveldatei zu laden, wächst die Karte Kachel für Kachel, während man sich durch eine fremde Anlage kämpft und Alien-Horden ausweicht oder sie bekämpft. Die eigene “Battlefield”-Map entsteht so im laufenden Spiel, jeder neue Raum verändert die taktische Lage. Damit bedient sich das Spiel bei einem Prinzip, das man sonst eher vom Wohnzimmertisch kennt als vom PC-Monitor.
Die belegten Fakten auf einen Blick
- Name: Volatiles
- Genre: Top-down-Action-Roguelike mit Kachel-basiertem Kartenaufbau
- Entwickler: Team Instant Defeat
- Publisher: 11 bit studios
- Plattform: PC über Steam (bestätigt)
- Release: kein konkretes Datum angekündigt, offiziell nur “coming soon”
- Preis: bislang nicht genannt
- Konsolenfassungen: nicht bestätigt
Brettspiel-Mechanik im Shooter-Gewand
Der Vergleich, der sich in der Berichterstattung zu Volatiles durchzieht, ist Betrayal at House on the Hill. In dem Brettspiel starten alle Beteiligten in einem einzigen Raum und decken das Haus erst beim Erkunden auf, Tür für Tür, Flur für Flur. Man behält dabei immer das strategische Auge auf die Funktion und die Bedrohung jedes neuen Raums.
- Der entscheidende Unterschied zu Spielen wie Siedler von Catan, bei denen das Brett zu Beginn komplett offen liegt: Bei Betrayal kennt niemand den Grundriss, bevor er ihn betreten hat.
- Weil das Gebäude noch gebaut wird, kann sich kein Plan festsetzen. Mit jeder neuen Kachel muss die Route neu bewertet werden.
- Sobald im Brettspiel der Verrats-Moment eintritt, kippt die gesamte aufgebaute Logik gegen einen selbst.
- Genau diese Mischung aus Strategie und Ungewissheit überträgt Volatiles in einen Echtzeit-Shooter mit Alien-Gegnern.
Die Story: Erwachen in einer fremden Anlage
Die Prämisse von Volatiles beginnt mit einem Erwachen in einer unbekannten Einrichtung, ohne klares Wissen darüber, wie man dort gelandet ist. Die umstehenden Wissenschaftler behaupten, zu helfen. Es sind aber dieselben Leute, die die Spielfigur immer wieder in einen Sinnesentzugstank stecken.
Dort muss man sich den Monstern im eigenen Kopf stellen. Dass dieses Personal nicht zwingend die besten Absichten hegt, liegt auf der Hand. Erzählerisch kombiniert das Spiel also Isolation, Kontrollverlust und die Frage, wem im Labor überhaupt zu trauen ist.
Wer ist Team Instant Defeat?
Team Instant Defeat ist das Studio hinter Volatiles. In den verfügbaren Meldungen wird das Team außerdem als Entwickler von DESTRUCTURE: Among Debris genannt.
- DESTRUCTURE: Among Debris ist allerdings kein bestätigter Vorgänger von Volatiles, sondern lediglich eine frühere Arbeit desselben Studios.
- Eine Reihe oder ein direkter Vorgänger für Volatiles ist nicht belegt.
- Damit tritt Team Instant Defeat mit einem eigenständigen Projekt an, nicht mit einem Nachfolger im Schlepptau.
- Über die Größe des Studios oder die Zahl der Beschäftigten ist in den vorliegenden Angaben nichts vermerkt.
11 bit studios als Publisher
Als Publisher fungiert 11 bit studios. Das polnische Unternehmen ist für Spiele bekannt, diemechanisch ungewöhnliche Konzepte mit düsterer Grundstimmung verbinden.
- Der Publisher übernimmt die Veröffentlichung, die Entwicklung liegt bei Team Instant Defeat.
- Ein Publisher dieser Größe gibt einem Debüt- oder Zweitprojekt wie Volatiles zusätzliche Reichweite.
- Dass beide Namen in derselben Ankündigung auftauchen, ist bislang die klarste Bestätigung zum Stand des Projekts.
- Details zur Zusammenarbeit oder zur Vertragslaufzeit sind nicht öffentlich.
Hier ist Zurückhaltung angebracht: Vieles ist schlicht noch offen.
- Bestätigt ist PC über Steam. Das steht in den verfügbaren Meldungen.
- Ein konkretes Releasedatum wurde nicht angekündigt, es heißt lediglich “coming soon”.
- Ein Preis in Euro wird in keiner der vorliegenden Quellen genannt.
- Angaben zu Konsolenfassungen gelten derzeit als unbestätigt.
- Auch eine Early-Access-Phase oder ein Beta-Zeitplan ist nicht belegt.
Einordnung: Kacheln, Roguelikes und der Reiz des Unbekannten
Roguelikes setzen seit Jahren auf prozedural erzeugte Level, doch Volatiles geht einen Schritt weiter und lässt die Karte sichtbar wachsen. Der Spieler sieht nicht nur ein neues Areal, er verändert mit jedem Schritt die Geometrie des Schlachtfelds, auf dem er gerade kämpft.
Diese Kopplung von Aufbau und Kampf ist der eigentliche Kniff. Wo andere Vertreter des Genres zwischen den Runs eine Karte generieren, passiert das hier mitten in der Auseinandersetzung mit Alien-Horden. Ob das in der Praxis funktioniert, hängt davon ab, wie lesbar die einzelnen Kacheln bleiben, wenn gleichzeitig Gegner Druck machen. Ein Zeitfenster, in dem man sich einen Überblick verschaffen kann, dürfte über Erfolg oder Frust entscheiden, und genau dort liegt die offene Frage bei Volatiles.