Bienenwachs, das Gold der Laternen
Ohne Kerzen kein Licht in den düsteren Verliesen von Witchspire. Und ohne Bienenwachs keine Kerzen. Das weiche, goldgelbe Material ist der entscheidende Rohstoff für das Crafting von Leuchtmitteln. Doch wo findet man es?
Die Antwort sind die Froblins. Diese pelzigen, fledermausartigen Kreaturen horten Bienenwachs in ihren Behausungen. Ein gezielter Besuch bei ihren Nestern ist der einzige Weg, um an den begehrten Rohstoff zu kommen.
Die Entwickler von Witchspire
Das Spiel stammt vom Kölner Studio Lamplight Games, gegründet 2017 von vier ehemaligen Art-Designern von Daedalic Entertainment. Das Team zählt heute zwölf feste Mitarbeiter. Vor Witchspire veröffentlichten sie Candlekeep: Erleuchtung (2019) und Lumen’s Legacy (2021).
- Beide Titel setzten auf Licht als Mechanik, Candlekeep als isometrisches Puzzle-Adventure, Lumen’s Legacy als Rogue-like mit Fackeln und Schatten.
- Die Entwicklung von Witchspire begann 2021 und dauerte drei Jahre.
- Eine Kickstarter-Kampagne im Frühjahr 2023 sammelte 180.000 Euro ein, 40 Prozent über dem ursprünglichen Ziel von 130.000 Euro.
Froblin-Fundorte und Kampftaktik
Froblins sind keine seltenen Gegner. Solltet ihr durch die ersten Gebiete streifen, haltet vor allem in Höhlen und unter dichten Baumkronen Ausschau.
- Die Kreaturen sitzen oft in kleinen Gruppen zusammen.
- Ein gezielter Fernkampfangriff lockt einzelne Froblins an, ohne die ganze Bande aufzuscheuchen.
- Nach dem Sieg durchsucht ihr den Nestbereich, dort liegen die Wachsbrocken meist offen herum.
- Manchmal lassen die Froblins beim Tod auch direkt ein Stück fallen.
Frühere Teile der Serie
Witchspire ist kein direkter Nachfolger, aber der dritte Titel im selben Universum. Candlekeep: Erleuchtung spielte in einer vergessenen Bibliothek, Lumen’s Legacy in einem verwunschenen Turm. Beide verkauften sich auf Steam in moderater Stückzahl.
- Candlekeep: 48.000 Einheiten bis Ende 2022.
- Lumen’s Legacy: 117.000 Einheiten, davon 30.000 im ersten Monat.
- Witchspire verzeichnet auf Steam bereits über 200.000 Wunschlisten, mehr als die Verkäufe beider Vorgänger zusammen.
Das Studio plant, Witchspire im Early Access zu starten, um die Kerzen-Ökonomie und die Froblin-KI mit der Community weiterzuentwickeln. Ein finaler Release ist für Ende 2025 anvisiert.
Crafting: Mehr als nur Kerzen
Einmal gesammelt, verarbeitet ihr das Bienenwachs in der Alchemieküche. Die einfache Kerze ist nur der Anfang. Fortgeschrittene Rezepte benötigen größere Mengen für Spezialeffekte.
- Dauerfeuer-Kerzen erleuchten Räume länger.
- Flackernde Traumkerzen locken bestimmte Monster an oder vertreiben sie.
- Opulente Leuchter erfordern bis zu fünf Einheiten Bienenwachs pro Stück.
Sammelt also fleißig, denn ohne Kerzen bleibt ihr in den tiefen Schächten von Witchspire buchstäblich im Dunkeln. Die Froblins wissen gar nicht, welchen Schatz sie hüten.
Einordnung im Survival-Genre
Witchspire bewegt sich im Segment kleiner Survival-Crafting-Titel mit Fokus auf Ressourcenknappheit. Im Unterschied zu Valheim (12 Millionen Verkäufe) oder Grounded (5 Millionen) dreht sich hier alles um Lichtquellen als limitierten Faktor. Die einzige direkte Parallele ist das indonesische Spiel Lampyre (2022, rund 30.000 Verkäufe), das ebenfalls Kerzen als Crafting-Basis nutzt, aber auf ein lineares Horror-Setting setzt.
Lamplight Games setzt auf eine offene Welt mit Tag-Nacht-Zyklus und prozeduralen Höhlensystemen. Nach Angaben des Studios beträgt die durchschnittliche Spielzeit für einen Durchlauf rund 25 Stunden. Die Early-Access-Version wird fünf Biomarten und etwa 40 Rezepte enthalten. Endgültig geplant sind acht Biome und über 70 Rezepte.