Ein Sprung in die Freiheit
Der Leap of Faith definiert die Identität der Assassin’s Creed-Reihe seit dem Debüt im Jahr 2007. Spieler nutzen die Mechanik, um von Kuppeln oder Türmen in Heuhaufen zu springen und so Fallschaden zu vermeiden.
Red Bull Gaming hat diesen fiktiven Stunt nun physisch umgesetzt. Die Aktion begleitet den Launch von Assassin’s Creed: Black Flag Resynced.
Die vier Stationen der Herausforderung
Das Team absolvierte einen Parcours, der die maritimen Mechaniken von Edward Kenway abbildet:
- Ein Sprung von einer Klippe in den Ozean.
- Ein Absprung von einem schwankenden Schiff.
- Ein Sturz in einen Sandhaufen.
- Der klassische Leap of Faith in einen Heuhaufen.
Die Bewegung der Wellen am Schiff erforderte präzises Timing, da der Untergrund bei jedem Wellengang die Distanz zum Wasser veränderte. Beim Sandhaufen fehlte die kinetische Dämpfung, weshalb die körperliche Belastung für die Athleten über das übliche Maß hinausging.
Weltrekord im Cosplay
Der finale Sprung aus 18 Metern Höhe markiert einen neuen Rekord für Stunts in vollständiger Assassin’s Creed-Montur. Die Kleidung schränkt die Bewegungsfreiheit ein und erschwert die aerodynamische Stabilisierung in der Luft.
Ubisoft setzt bei solchen PR-Aktionen verstärkt auf die Verbindung von digitalem Marketing und physischer Präsenz. Diese Strategie soll die Markenbindung über die reine Bildschirmzeit hinaus festigen.
Vergleich mit Hollywood
Der Stuntman Damien Walters sprang 2016 für den Assassin’s Creed-Kinofilm aus 38 Metern in die Tiefe. Er nutzte dabei ein spezielles „Decelerator“-Kissen, das den Aufprall schrittweise abfängt.
Das Red Bull-Team verzichtete auf diese technische Hilfe und wählte echtes Stroh. Dies erhöht das Risiko für Knochenbrüche und Prellungen massiv.
Studio-Historie und Entwicklung
Ubisoft Montreal entwickelte den ersten Teil der Serie, nachdem das Projekt ursprünglich als Spin-off für Prince of Persia: Sands of Time geplant war. Das Kernteam um Jade Raymond legte den Grundstein für das Parkour-System.
Heute verantwortet Ubisoft ein weltweites Netzwerk aus über 20 Studios. Black Flag Resynced entsteht unter der Führung von Ubisoft Singapore, dem Studio, das bereits für die maritime Technologie in Skull and Bones zuständig war.
Einordnung in das Franchise
Assassin’s Creed IV: Black Flag erschien ursprünglich 2013 und gilt als kommerziell erfolgreichster Ableger der Piraten-Ära. Mit über 15 Millionen verkauften Einheiten festigte es das Vertrauen in die offene Welt von Ubisoft.
Franchise-Veröffentlichungen wie Assassin’s Creed Odyssey oder Valhalla bauten auf den Systemen von Black Flag auf. Die Entscheidung für ein Remaster oder „Resynced“-Modell reagiert auf den Wunsch der Community nach einer technischen Aufwertung des Klassikers.
Branchenkontext und Modernisierung
Assassin’s Creed: Black Flag Resynced erscheint am 9. Juli für PC, PlayStation 5 sowie Xbox Series X. Die Entwickler entfernen veraltete Spielmechaniken wie die „Mission gescheitert“-Trigger bei Entdeckungen.
Mit der Ankündigung der Schatzsuche reagiert Ubisoft auf die aktuelle Konkurrenzsituation im Bereich der Live-Service-Spiele. Ein Preisgeld von 500.000 Dollar ist für eine Neuauflage unüblich. Die Kampagne soll die Spielerbindung durch reale Anreize erhöhen, während Skull and Bones weiterhin Schwierigkeiten bei der Nutzerakquise hat.