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Wardens of Avalon angespielt: Camelot wieder aufbauen, die Tafelrunde bekämpfen
Bildmaterial: Runes Studio / The Arcade Crew
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Wardens of Avalon angespielt: Camelot wieder aufbauen, die Tafelrunde bekämpfen

Auf der gamescom 2026 haben wir das Action-Rollenspiel von Runes Studio gespielt. Die Demo verbindet den Wiederaufbau eines Lehens mit Ressourcensuche und Kämpfen, die mit der Demo-Ausrüstung ordentlich fordern. Der Release ist für 2027 angesetzt.

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Tommes Parzl
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Die Tafelrunde als Gegner

Wardens of Avalon greift die Artus-Sage von der dunklen Seite auf. Die Ritter der Tafelrunde sind gefallen, und im Spiel stehen sie auf der anderen Seite: Sie sind die Gegner. Morgan Pendragon beruft die eigene Figur als neues Mitglied der Twilight Knights, Camelot selbst liegt in Trümmern.

Entwickelt wird das Top-Down-Action-Rollenspiel von Runes Studio aus Frankreich unter Creative Director Kévin Renault, als Publisher tritt The Arcade Crew auf, auf der Steam-Seite wird zusätzlich Dotemu genannt. Angekündigt wurde der Titel auf der PC Gaming Show am 7. Juni 2026. Auf der gamescom 2026 stand er erstmals als spielbare Demo am Stand, und wir haben uns davorgesetzt.

Erst aufbauen, dann losziehen

Was die Demo von einem reinen Dungeon-Crawler unterscheidet, war schnell klar: Camelot ist nicht nur Kulisse, sondern Baustelle. Das zerstörte Camelot wird als eigenes Lehen wieder aufgebaut, und mit jedem neuen Bezirk kommen Gebäude und Werkstätten dazu. Schmied, Druide, Kräuterkundige und Apotheker gehören dazu, weitere folgen.

Entsprechend viel Zeit ging in der Demo für das Sammeln von Ressourcen drauf. Das ist kein Nebenschauplatz, sondern hängt direkt daran, was sich in der Siedlung herstellen und verbessern lässt. Wer den Aufbau links liegen lässt, zieht mit dem los, was er gerade am Boden gefunden hat.

Kämpfe, die etwas abverlangen

Der Kampf selbst hat uns gefallen. Ausweichen und Parieren bilden die Grundlage, dazu kommen Elemente und unterschiedliche Waffen, unter anderem Hämmer. Das fühlt sich nicht beliebig an, sondern nach einem System, das man lesen muss.

Ehrlich dazu gehört: Es war zäh. In der Demo standen uns nur schwache Ausrüstungsteile zur Verfügung, und mit denen zogen sich Gefechte spürbar in die Länge. Ob das an der knappen Messefassung liegt oder ob das Spiel generell so streng ausbalanciert ist, lässt sich nach einer Demo nicht sagen. Wer Widerstand mag, wird hier vermutlich bedient. Wer schnelle Erfolge sucht, sollte das im Hinterkopf behalten.

Ausrüstung wird gesammelt und hergestellt und lässt sich mit Siegeln zusätzlich verstärken. Genau dieser Teil kam in der kurzen Sitzung noch kaum zum Tragen, dürfte aber der Hebel sein, an dem sich die Härte der Kämpfe später verschiebt.

Eide statt Klassen

Ein Klassensystem gibt es nicht. Stattdessen definieren geschworene Eide den Build, und die lassen sich jederzeit umstellen: Eid brechen, neuen Eid schwören, anderer Twilight Knight. Auf dem Papier ist das die interessanteste Idee des Spiels, weil sie die übliche Festlegung zu Spielbeginn aushebelt. Wie weit die Eide die Spielweise tatsächlich auseinanderziehen, war in der Demo allerdings nicht abzusehen.

Zu viert im selben Lehen

Wardens of Avalon ist für ein bis vier Spieler ausgelegt, solo oder im Koop. Im Mehrspieler gehören alle demselben Orden an, verwalten das Lehen gemeinsam und verteidigen es gegen Angriffe. Gegenüber VGTimes erklärte das Studio auf der Messe außerdem, dass Bosse im Koop nicht einfach mehr Lebenspunkte und Schaden bekommen, sondern je nach Spielerzahl Verhalten und Fähigkeiten ändern.

Fazit

Nach einer Messedemo lässt sich wenig über Balance und Umfang sagen, aber die Mischung trägt: Aufbau und Ressourcensuche geben den Kämpfen einen Zweck, und die Kämpfe sind gut genug, dass man sie auch mit mäßiger Ausrüstung noch einmal versucht. Die Rahmenhandlung um eine gefallene Tafelrunde und Morgan Pendragon hat Potenzial, war in der Demo aber nur angerissen.

Offen bleibt vor allem, wie sich das Spiel über viele Stunden anfühlt, wenn Siegel und Eide greifen. Erscheinen soll Wardens of Avalon 2027 für PC über Steam, ein genaueres Datum gibt es nicht, Konsolenfassungen sind bislang nicht angekündigt. Immerhin: Deutsch ist von Anfang an dabei, mit Text und Sprachausgabe, insgesamt sind neun Sprachen geplant.

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