Große Brocken auf dem Tisch
Die neuen Warhammer Ogor Mawtribes Modelle für Age of Sigmar bringen massiven Kunststoff auf die Maltische. Games Workshop produziert diese Miniaturen in Nottingham, wo das Unternehmen seit Jahrzehnten das Tabletop-Genre dominiert.
Wir hatten die Gelegenheit, die frischen Gussrahmen direkt zu verarbeiten und zu bemalen.
- Die neuen Figuren sind massiv gebaut und übertreffen ältere Finecast-Modelle deutlich an Volumen.
- Der typische Humor der Fraktion bleibt erhalten, was sich an skurrilen Trophäen und grobschlächtigen Gesichtern zeigt.
- Der Zusammenbau erfordert etwas Geduld wegen sichtbarer Gussgrate an den massiven Oberschenkeln.
Die Fraktion hieß zu Zeiten von Warhammer Fantasy Battles noch Ogre Kingdoms bevor Games Workshop das Regelsystem im Jahr 2015 komplett umstellte. Damals schrumpfte das Sortiment stark zusammen, ehe die Mawtribes als eigene Armee in der sterblichen Welt von Age of Sigmar zurückkehrten.
Unser Ersteindruck der Miniaturen
Wer auf brachiale Gewalt im Tabletop steht, kommt an diesen Neuheiten kaum vorbei. Die Skulpteure arbeiteten bei diesem Release stark mit digitalem 3D-Design, was man den harten Kanten ansieht.
- Die Detaildichte der Rüstungen hat deutlich zugelegt im Vergleich zum Release der Start Collecting Box von 2019.
- Dynamische Posen sorgen für mehr Wucht im Regiment, besonders bei den Reitern auf den fleischfressenden Lasttieren.
- Die Proportionen wirken stimmig und gewohnt brachial, ohne die klobigen Hände der frühen Zweitausendziger-Jahre.
Im aktuellen Branchenkontext reagiert Games Workshop damit auf den wachsenden Druck von 3D-Druckern und alternativen Herstellern wie Mantic Games. Konkurrierende Fantasy-Spiele wie Kings of War bieten ähnliche Monstermassen, allerdings meist aus billigerem Hartplastik oder Resin. Der Preis für die neuen Ogor-Einheiten liegt voraussichtlich wieder im gewohnten Rahmen von 45 bis 95 Euro pro Box.
Was sich wirklich lohnt
Bei der Fülle an Neuheiten stellt sich die Frage nach der richtigen Priorität für die Sammlung. Langjährige Spieler besitzen oft bereits große Bestände an alten Eisenwänsten.
- Zuerst sollten die großen Einheiten in die engere Wahl gezogen werden, da diese auf dem Spielfeld die härtesten Blöcke bilden.
- Infanterie bildet das solide Rückgrat jeder schlagkräftigen Armee, frisst aber viel Zeit am Maltisch.
- Die Anschaffung richtet sich vor allem an Fans von massiven Modellen, die eine schnelle Bemalung mit Contrast-Farben bevorzugen.
Ein Blick auf die Turnier-Meta der letzten Monate zeigt, dass Ogors oft als flexible Söldner oder in reinen Infanterie-Listen gespielt werden. Die neuen Bausätze enthalten Optionen für zwei verschiedene Einheitenvarianten, was den Wert pro Box erhöht. Wer seine Armee erweitern will, findet in den kommenden Wochen alle Einzeltexte im Regelbuch zur vierten Edition von Age of Sigmar.