Kostenloses Imperium für eure Bibliothek
Das in Berlin ansässige Proxy Studios bietet das rundenbasierte Strategiespiel Warhammer 40,000: Gladius – Relics of War aktuell ohne Kosten an. Wer das Spiel bis zum 1. Juni 2024 um 19:00 Uhr deutscher Zeit seiner Steam-Bibliothek hinzufügt, behält es dauerhaft.
Proxy Studios ist ein kleiner Entwickler, der sich vor diesem Titel vor allem durch die Pandora: First Contact-Reihe einen Namen machte. Dieses frühere Projekt diente als technisches Fundament für die Entwicklung von Gladius, da es bereits ein ähnliches Hexfeld-System und eine feindselige Spielwelt nutzte.
Das Studio operiert als unabhängiger Partner unter dem Dach des Publishers Slitherine Software. Slitherine hat sich seit Jahrzehnten auf die Nische der komplexen Kriegsspiel-Simulationen spezialisiert und betreut neben Warhammer-Lizenzen auch historische Titel wie Panzer Corps 2.
Was euch auf dem Planeten Gladius erwartet
Das Spielprinzip verzichtet auf Diplomatie oder Handel und konzentriert sich rein auf den Kampf um die Vorherrschaft. Ihr befehligt eine der vier Fraktionen auf einem feindseligen Planeten.
- Astra Militarum: Die Standard-Armee des Imperiums, die auf Artillerie und Masse setzt.
- Space Marines: Elite-Einheiten mit hoher Widerstandskraft und mächtigen orbitalen Schlägen.
- Orks: Nutzen ein "Waaagh!"-System, das ihre Kampfkraft durch ständige Aggression steigert.
- Necrons: Eine untote, metallische Rasse, die ihre Einheiten durch Teleportation und Selbstheilung stabilisiert.
Das Fehlen von Diplomatie ist kein Zufall, sondern eine bewusste Abkehr vom Genre-Standard, den Civilization VI prägt. Während Titel wie Civilization auf Siegbedingungen durch Forschung, Kultur oder Religion setzen, ist Gladius ein reiner "War-Game"-Ableger. Alle Ressourcen dienen ausschließlich der Produktion von militärischem Gerät und dem Erhalt der Infrastruktur.
Ein Tipp für die taktische Planung
Die Grafik orientiert sich an einem klassischen Stil, der auf taktische Übersicht setzt. Ihr verwaltet keine Städte im klassischen Sinne, sondern baut Gebäude direkt auf den Feldern der Karte, was an das klassische Unity of Command erinnert.
- Achtet besonders auf die spezifischen Einheitenfähigkeiten jeder Fraktion.
- Die Necrons spielen sich vollkommen anders als die Orks.
- Erkundung ist überlebenswichtig, da neutrale Monster auf der Map sofort angreifen.
Das Spiel nutzt eine Engine, die für die Darstellung von hunderten Einheiten auf einer Karte optimiert wurde. Im Gegensatz zu Age of Wonders 4, das verstärkt auf Rollenspiel-Elemente und Helden-Inventare setzt, bleibt Gladius bei der militärischen Einheiten-Hierarchie. Die KI der neutralen Monster agiert dabei als dritter Spieler, der die Expansion der menschlichen Akteure frühzeitig unter Druck setzt.
Technische Details zur Aktion
Die Aktion läuft exklusiv über die Steam-Plattform. Einmal aktiviert, bleibt das Spiel dauerhaft mit eurem Account verknüpft.
Die Systemanforderungen sind moderat, da der Titel im Jahr 2018 erschien und für eine breite Hardware-Basis optimiert wurde. Ein Prozessor mit 2,4 GHz und 4 GB RAM reichen für den Betrieb aus, was den Titel auch auf älteren Laptops lauffähig macht.
Für Fans des Warhammer 40,000-Franchises schließt dieser Titel eine Lücke zwischen den großen Echtzeit-Strategie-Klassikern wie Dawn of War und den Tabletop-Simulationen von Games Workshop. Mit dem Erscheinen des Spiels vor sechs Jahren etablierte Slitherine eine langfristige Strategie, die durch zahlreiche DLC-Packs wie Fire and Alliance stetig erweitert wurde. Das Basisspiel selbst enthält bereits vier Fraktionen, was einen Umfang von etwa 20 bis 40 Stunden für die erste Kampagne bietet. Die Installation erfordert lediglich 2 GB freien Festplattenspeicher.