Die finale Wahl in Mass Effect 3
Das Finale von Mass Effect 3 sorgt auch Jahre nach der Erstveröffentlichung im März 2012 weiterhin für heftige Debatten unter Spielern.
Wenn der Moment kommt, das Schicksal der Galaxie zu besiegeln, stehen Commander Shepard und die Spielerschaft vor einer fundamentalen Entscheidung.
Das Studio und die Wurzeln von Bioware
Das kanadische Entwicklungsstudio BioWare wurde 1995 von den Ärzten Ray Muzyka und Greg Zeschuk in Edmonton gegründet.
Vor dem Mass Effect-Franchise erlangte das Studio Weltruhm durch tiefgründige Rollenspiele wie Baldur's Gate (1998) und Star Wars: Knights of the Old Republic (2003).
Die DNA von BioWare bestand stets aus schwerwiegenden moralischen Entscheidungen und komplexen Begleitern, die das Genre prägten.
Der Weg zur Trilogie
Der erste Teil von Mass Effect erschien 2007 exklusiv für die Xbox 360 und etablierte eine harte Science-Fiction-Welt mit starkem Fokus auf Alien-Rassen und politische Intrigen.
Mit Mass Effect 2 im Jahr 2010 wechselte das Studio zu einem actionlastigeren Gameplay, reduzierte klassische Rollenspielelemente und konzentrierte sich auf eine Selbstmordmission, bei der alle Teammitglieder sterben konnten.
Die Spielstände aller drei Teile ließen sich direkt importieren, wodurch getroffene Entscheidungen wie der Tod von Charakteren über hunderte Spielstunden hinweg persistente Konsequenzen hatten.
Rot, Blau, Grün oder etwas anderes?
- Die rote Option steht für die Zerstörung aller synthetischen Lebensformen, vernichtet jedoch auch die Geth und EDI.
- Die blaue Option erlaubt die Kontrolle über die Reaper, indem Shepards Bewusstsein in das Kollektiv übertragen wird.
- Die grüne Option verschmilzt organisches und synthetisches Leben auf DNA-Ebene miteinander und erzwingt galaktischen Frieden.
- Manche Spieler suchen nach alternativen Wegen, wie dem Schießen auf den Catalyst, was zur Weigerung und zum Untergang der Zivilisation führt.
Der Shitstorm und der Extended Cut
Ursprünglich endeten alle drei Optionen in exakt denselben cinematischen Einstellungen mit minimalen Farbfiltern, was im März 2012 zu massiver Empörung der Community führte.
Fans organisierten Spendenaktionen für wohltätige Zwecke unter dem Namen "Causes of Effect" und forderten eine Überarbeitung des Endes.
Im Juli 2012 veröffentlichte BioWare den kostenlosen Extended Cut, der durch zusätzliche Dialoge und Diashows die Konsequenzen der Entscheidungen genauer erklärte.
Die Debatte lebt weiter
Die Frage, welcher Pfad moralisch vertretbar ist, spaltet die Community seit dem Release vor über einem Jahrzehnt.
Jede der drei Hauptfarben verändert die Galaxie auf eine völlig andere Art und Weise und wirft philosophische Fragen über den freien Willen auf.
Bis heute diskutieren Fans leidenschaftlich über die Konsequenzen dieser finalen Sequenzen, während BioWare an einem neuen Teil der Serie arbeitet.