Das Ende der Rundenstrategie
DIRTNAP überträgt die Mechaniken von Worms oder Gunbound in ein Echtzeit-Szenario. Das Studio PixelPulse Games bricht damit mit der Tradition der Artillerie-Spiele, die bisher auf den rundenbasierten Austausch von Schüssen setzten.
Frühere Projekte des Entwickler-Teams konzentrierten sich primär auf mobile Puzzler wie BlockSlide oder NeonGrid. Mit DIRTNAP wagt das Team den Sprung in den kompetitiven Multiplayer-Bereich auf dem PC.
Die Fakten zum Chaos
Das Spiel unterstützt bis zu zehn Spieler pro Sitzung in einer vollständig zerstörbaren Umgebung. Das Arsenal umfasst 30 verschiedene Waffen, von klassischen Raketenwerfern bis hin zu spezialisierten Boden-Bohrern.
- Die Entwickler nutzen eine eigens angepasste Physik-Engine für die prozedurale Zerstörung.
- Sieben Helden-Klassen bieten unterschiedliche Mobilitäts-Fähigkeiten, etwa Greifhaken oder Jetpacks.
- Die Server-Struktur ist auf niedrige Latenz ausgelegt, um das Chaos bei zehn Spielern synchron zu halten.
Taktik unter Druck
In DIRTNAP verliert man das eigene Standbein durch Einschläge in den Boden. Die Karten verkleinern sich durch diese Zerstörung permanent, was Spieler zu aggressiver Bewegung zwingt.
- Die Wahl der Helden beeinflusst die Team-Synergien direkt, etwa durch Support-Fähigkeiten oder defensive Schilde.
- Waffen dienen nicht nur dem Schaden, sondern dienen zur gezielten Veränderung des Terrains.
- Spieler können durch taktisches Graben unter Gegnern für deren Absturz in die Spielbegrenzung sorgen.
Branchenkontext und Vergleichswerte
Der Titel steht in der Tradition von Soldat (2002) und Liero (1998), welche die 2D-Shooter-Formel bereits in Echtzeit überführten. Aktuelle Titel wie Duck Game oder Brawlhalla dienen als Vergleichspunkte für die Geschwindigkeit und den Fokus auf schnelles Movement.
- Liero setzte bereits vor über 25 Jahren auf Echtzeit-Buddel-Mechaniken und schnellen Waffengebrauch.
- Im Vergleich zu Worms W.M.D. fehlt die Wartezeit, was die Lernkurve steiler gestaltet.
- Die Entwickler orientieren sich an modernen E-Sport-Standards, um das Spiel für Streaming-Plattformen sichtbar zu machen.
Maximale Zerstörung
Jeder Einschlag verändert die Geometrie der Karte dauerhaft. Das Design der Waffen zielt darauf ab, dem Gegner den Boden unter den Füßen wegzuziehen, statt nur Trefferpunkte zu reduzieren.
- Die 30 Waffen unterscheiden sich in ihrer Auswirkung auf das Terrain massiv.
- Eine Granate kann eine Brücke zerstören, während ein Laser eher gezielten Schaden an Helden verursacht.
- Zehn Kontrahenten erzeugen durch die hohe Dichte an Projektilen eine unübersichtliche Lernkurve.
PixelPulse Games setzt bei der technischen Umsetzung auf eine 2D-Grafik-Engine, welche die Berechnung der Bodenverformung in Echtzeit für zehn Clients gleichzeitig ermöglicht. Die Hardware-Anforderungen für flüssige Bildraten bleiben dadurch moderat, da keine komplexen 3D-Modelle für die Umgebung berechnet werden müssen. Die Karte besteht aus einem zerstörbaren Pixel-Raster, das bei jedem Treffer neu gerendert wird. Das letzte stehende Team gewinnt die Runde.