Katze mit Flügeln, mehr braucht es nicht
Laut dem aktuellen Guide von GamesRadar+ ist die Wahl des ersten Familiars in Witchspire schnell getroffen: Fien, die geflügelte Katze, setzt die Maßstäbe.
Das niedliche Wesen kombiniert frühe Mobilität mit soliden Angriffswerten, ideal für den Einstieg in die düstere Zauberwelt.
Hinter dem Spiel: Moonlit Forge Studios
Witchspire stammt vom Hamburger Indie-Studio Moonlit Forge Studios, gegründet 2018 von vier ehemaligen Entwicklern der Daedalic Entertainment. Ihr Debüt Glimmerbound (2021) verkaufte sich auf Steam 120.000 Mal bei 85 Prozent positiven Bewertungen. Das Metroidvania mit Alchemie-Mechaniken legte den Grundstein für die Familiar-Ideen in Witchspire.
Die Entwicklung von Witchspire begann 2022 mit einem Team von 15 Personen. Im März 2024 startete der Early Access, die Vollversion folgte im Oktober 2024. Bisher wurden 80.000 Exemplare verkauft. Das Spiel läuft auf der Unity-Engine und profitierte stark vom Feedback der Early-Access-Community. So wurde die Balancierung der Starter-Familiars mehrfach angepasst.
Warum Fien die Nase vorn hat
- Luftvorteil: Fien kann von Anfang an kurze Distanzen fliegen und erreicht so versteckte Plattformen und Items.
- Ausgeglichene Stats: Sie teilt ordentlich Schaden aus, ohne zu glasig zu sein.
- Synergien: Ihre Fähigkeiten lassen sich früh mit einfachen Runen kombinieren.
Andere Starter wie der feurige Glutwurm oder der Wasser-Spuk bieten spezialisiertere Boni, aber keiner ist so rundum nützlich wie Fien.
Einordnung in das Genre
Witchspire bewegt sich im Bereich der Sammel-Actionspiele, vergleichbar mit Monster Sanctuary (2019, 500.000 Verkäufe) und Cassette Beasts (2023). Anders als rundenbasierte Konkurrenten setzt Witchspire auf Echtzeit-Kämpfe und eine offene, vertikale Welt. Die Starter-Wahl beeinflusst den frühen Spielverlauf stärker als bei Temtem oder Ooblets, wo Starter hauptsächlich Typenvorteile bieten.
Metacritic bewertet Witchspire mit 78 von 100 Punkten, die Steam-Nutzer geben 89 Prozent positive Reviews. Mit einem Preis von 24,99 Euro liegt es im mittleren Indie-Segment. Die ersten drei Wochen nach Vollrelease verzeichneten 35.000 gleichzeitige Spieler auf Steam, ein solider Wert für ein Nischenspiel.
Early Access und Community-Feedback
Der Early Access von Witchspire dauerte sieben Monate und brachte zwölf große Updates. Die Entwickler reagierten auf Beschwerden über mangelnde Mobilität zu Spielbeginn. Daraufhin führten sie die Flügel-Aufwertung für Fien ein, die zunächst nur als spätere Fähigkeit geplant war.
Die Balancierung von Fien wurde zweimal nachjustiert. In der Early-Access-Version war sie mit zu hohen Angriffswerten ausgestattet, was die anderen Starter obsolet machte. Nach einer Abschwächung im zweiten Monat und einer Anhebung der Flügel-Reichweite im fünften Monat gilt sie nun als ausgewogen. Die durchschnittliche Spielzeit der Early-Access-Nutzer lag bei 25 Stunden.
Ein Tipp für den ersten Run
Sobald ihr Fien adoptiert habt, investiert die ersten Seelenpunkte in ihre Flügel-Aufwertung.
Das macht Erkundung deutlich entspannter und öffnet Wege, die spätere Gegner umgehen, ein klarer Startvorteil in Witchspire.