Was bringt die neue Folge?
Die Polygon-Show Issue At Hand stellt sich in der aktuellen Ausgabe den drängendsten Rätseln aus dem Film Logan aus dem Jahr 2017. Moderatorin Susana nimmt dabei besonders das Mädchen aus dem Trailer unter die Lupe, das mit seinen Krallen und dem wilden Blick sofort für Gesprächsstoff sorgte. Die Folge liefert Antworten auf die Frage, wer dieses Wesen ist und welche Verbindung es zu Wolverine hat. Dabei greift sie tief in die Comic-Geschichte und erklärt, warum X-23 weit mehr ist als ein bloßer Plotpunkt.
Von der Animation zur Legende: Die Ursprünge von X-23
- X-23 wurde nicht für die Comics erfunden, sondern für die Zeichentrickserie X-Men: Evolution (2003).
- Ihr Name stammt vom 23. Chromosomenpaar, das bei ihrer Erschaffung speziell manipuliert wurde.
- In den Comics debütierte sie 2004 in der Serie NYX, wo sie als Straßenkind eingeführt wurde.
- Geschaffen wurde sie als weiblicher Klon von Wolverine, entwickelt als ultimative Geheimwaffe in einem Laborprogramm.
- Ihre Geschichte wurde später in der Serie X-23 ausgebaut, die ihre Flucht und ihre Identitätssuche behandelt.
Die Figur ist also keine einfache Kopie, sondern trägt eine eigene, oft tragische Erzählung. Im Gegensatz zu Logan musste sie von Kindheit an als Killermaschine funktionieren, was sie kalt und berechnend macht. Gleichzeitig zeigt sie aber auch eine emotionale, verletzliche Seite, die im Film Logan besonders zum Tragen kommt.
Die wichtigsten Fragen zum Trailer und was Susana dazu sagt
- Warum trägt das Mädchen im Trailer die gleichen Wunden wie Logan?
- Ist X-23 seine leibliche Tochter oder nur ein genetisches Produkt?
- Warum wirkt die Welt in Logan so trostlos und leer?
- Welche Rolle spielen die anderen Mutanten, die im Hintergrund erwähnt werden?
- Susana beantwortet all diese Fragen mit Verweisen auf die Vorlagen aus den Comics.
Der Trailer zeigte nur kurze Blicke auf das Mädchen, doch die Andeutungen waren deutlich: Es kämpft mit den gleichen Krallen und dem gleichen Berserker-Zorn. Die Episode erklärt, dass X-23 aus einem militärischen Projekt stammt, das versuchte, Wolverines Mutanten-Gen zu reproduzieren. Dieser Hintergrund macht die düstere Atmosphäre des Films verständlich, denn die Experimente sind Auslöser der gesamten Handlung.
Ein Film als Abschluss und Neuanfang
Logan war für Hugh Jackman der letzte Auftritt als Wolverine, nachdem er die Rolle in über 12 Filmen gespielt hatte. Regie führte James Mangold, der bereits bei The Wolverine (2013) auf dem Stuhl saß. Der Film orientiert sich lose an der Comic-Saga Old Man Logan aus dem Jahr 2008, die einen gealterten und geschwächten Wolverine zeigt. Die Handlung spielt im Jahr 2029, in dem keine neuen Mutanten geboren werden und die alten Helden am Ende ihrer Kräfte sind.
Die Einführung von X-23 durch diese Rolle war eine bewusste Entscheidung. Sie übernimmt das Erbe von Logan, ohne ihn zu ersetzen, sondern als eigenständige Figur mit eigener Motivation. Das machte den Film nicht nur zu einem Abschied, sondern auch zu einer Übergabe an eine neue Generation von Fans.
X-23 in anderen Medien und die Verbindung zu Spielen
- X-23 trat 2017 in Marvel vs. Capcom: Infinite als spielbarer Charakter auf.
- Sie ist Teil des Spiels Marvel Ultimate Alliance 3: The Black Order (2019).
- In LEGO Marvel Super Heroes war sie ebenfalls als Figur verfügbar.
- Die Comicserie rund um X-23 wurde mehrfach neu aufgelegt, zuletzt unter dem Titel All-New Wolverine (2015 bis 2018).
Gamer kennen die Figur also nicht nur aus dem Film, sondern auch aus dem Kampfspiel- und Actiongenre. Die Polygon-Episode betont, dass X-23 als eigenständige Heldin inzwischen etabliert ist. Das zeigt sich auch daran, dass sie eigene Storylines bekommt, die sich deutlich von denen Wolverines unterscheiden.
Einordnung in die Film- und Comic-Branche
Die Veröffentlichung von Logan im März 2017 fiel in eine Zeit, in der Superheldenfilme zunehmend ernster und düsterer wurden. James Mangold kombinierte Western-Elemente mit einem Roadmovie, was für das Genre ungewöhnlich war. Das Einspielergebnis von über 619 Millionen US-Dollar weltweit bewies, dass das Publikum diese Herangehensweise akzeptierte. Kritiker lobten vor allem die Darstellung von Dafne Keen, die X-23 mit einer Mischung aus Brutalität und Verletzlichkeit spielte.
Die Folge von Issue At Hand ordnet diese Entwicklung in den größeren Kontext der X-Men-Franchise ein. Sie zeigt, dass die Figur X-23 nicht einfach eine weibliche Version von Wolverine ist, sondern eigene Themen wie Identität und Selbstbestimmung aufgreift. Das macht sie für ein modernes Publikum relevant, das mehr als oberflächliche Action erwartet.
Was die Episode für Fans bereithält
- Susana erklärt, warum X-23 im Film den Namen “Laura” trägt und welche Bedeutung dieser Name hat.
- Sie zeigt, wie die Macher des Films Elemente aus verschiedenen Comic-Ausgaben miteinander kombiniert haben.
- Die Folge beleuchtet die körperlichen Unterschiede zwischen X-23 und Logan, etwa die gelenkigen Krallen und das Fehlen des Adamantium-Skeletts.
- Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Beziehung zwischen X-23 und dem Pfleger Caliban, die der Film nur kurz andeutet.
Die Folge ist daher eine ideale Ergänzung für alle, die den Film bereits gesehen haben und tiefer in die Materie einsteigen möchten. Sie vermittelt kein oberflächliches Wissen, sondern wirklich nützliche Hintergrundinformationen, die das Seherlebnis vertiefen.
Ein letzter Fakt, der hängen bleibt
X-23 wird in den Comics häufig als “die Tochter des Wolverine” bezeichnet, obwohl diese Bezeichnung biologisch falsch ist. Ihr DNA-Material wurde mit Modifikationen versehen, die sie zu einer eigenen Person machen, die nicht nur eine Kopie ist. Diese Unterscheidung steht im Mittelpunkt der Polygon-Episode und erklärt, warum das Mädchen im Logan-Trailer so irritierend und faszinierend zugleich wirkte. Die Geschichte von X-23 ist längst nicht abgeschlossen, denn sie ist zur Symbolfigur für die Zukunft der Mutanten geworden, die im Film noch offen bleibt.