Microsoft dreht an der Preisschraube
Laut einem Bericht von Kotaku klettert der Preis der Xbox Series X auf über 750 US-Dollar. Es ist die zweite spürbare Erhöhung innerhalb eines Jahres.
Gleichzeitig führt der Hersteller eine „Buy Now, Pay Later“-Option ein. Kunden können die Konsole also in Raten abzahlen, ganz ohne klassischen Kredit.
Die Begründung: Industrie in der Krise
Microsoft verweist auf die angespannte Lage der gesamten Branche. „The entire consumer electronics industry is struggling“, zitierte Kotaku eine Microsoft-Sprecherin.
- Die gestiegenen Rohstoff- und Logistikkosten machen eine Preisanpassung nötig.
- Das Ratenangebot soll den Einstieg für Käufer mit schmalerem Budget erleichtern.
Die Geschichte der Xbox-Preise
Die Xbox Series X startete 2020 bei 499 US-Dollar. Die erste Preiserhöhung auf 549 US-Dollar erfolgte im August 2023 außerhalb der USA. Nun sollen 750 US-Dollar folgen.
Zum Vergleich: Die Xbox One (2013) kostete 499 US-Dollar, die Xbox 360 (2005) 399 US-Dollar. Inflationsbereinigt liegt die Series X damit weit über den Vorgängern. Microsoft hat bei vorherigen Konsolengenerationen selten Preise nachträglich angehoben. Die aktuellen Maßnahmen sind historisch einmalig.
Branchenkontext: PlayStation und steigende Kosten
Sonys PlayStation 5 blieb seit Launch 2020 bei 499 US-Dollar (Disk-Version). Im August 2023 erhöhte Sony den Preis in vielen Märkten um 50 Euro, jedoch nicht in den USA. Die gesamte Elektronikbranche leidet unter Chipknappheit, hohen Frachtkosten und gestiegenen Rohstoffpreisen.
Nintendo hielt die Switch-Preise stabil, führte aber teurere Modelle (OLED) ein. Analysten von IDC erwarten, dass Konsolenpreise in den nächsten Jahren weiter steigen, da Hersteller die Gewinnmargen trotz sinkender Verkaufszahlen halten wollen.
Zahlen, Daten, offene Fragen
Details zur Finanzierung fehlen noch. Wann die neue Preisstruktur greift und ob der Ratenkauf weltweit verfügbar sein wird, ist unklar.
- Der genannte Betrag von 750 $ bezieht sich wohl auf den US-Markt.
- Für Europa und Deutschland liegen noch keine offiziellen Preise vor.
Finanzierungsmodelle: Ratenkauf bei Konsolen
„Buy Now, Pay Later“-Dienste wie Klarna oder Affirm sind im Einzelhandel verbreitet. Microsoft bietet nun eine eigene Option an, ähnlich dem Xbox All Access-Programm (Konsole + Game Pass in Raten). All Access kostet in den USA 36,99 US-Dollar pro Monat für 24 Monate (Series X).
Der neue reine Ratenkauf ohne Abo könnte niedrigere Raten bei längerer Laufzeit bedeuten. Risiken: Bei Zahlungsverzug können Verzugszinsen anfallen. Microsoft hat noch nicht bekannt gegeben, ob der Ratenkauf zinsfrei ist.
Was bedeutet das für Gamer?
Die Xbox Series X wird damit teurer als manche Gaming-PC-Konfiguration. Microsoft setzt auf finanzielle Flexibilität statt auf Rabatte.
Ob PlayStation eine ähnliche Strategie fährt, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die Tage der 500-Euro-Konsole sind vorerst gezählt.