Überraschung zum Jubilbum
Microsoft hat eine Special Edition zum 25. Jahrestag der Marke Xbox vorgestellt. Die Konsole kommt in einem grün-transparenten Gehäuse, eine klare Ansage an Fans der ersten Stunde.
Der Look erinnert an die durchsichtigen Controller der Original-Xbox-Ära. Genau diese Nostalgie soll die limitierte Auflage befeuern.
Die erste Xbox erschien am 15. November 2001 in den USA. Seitdem hat Microsoft sechs Konsolengenerationen ausgeliefert: Xbox, Xbox 360, Xbox One, Xbox One X, Xbox Series X und Series S. Die 25-Jahr-Edition ist die aufwendigste Jubiläumshardware seit der „Xbox 20th Anniversary“-Serie von 2021, die lediglich eine schwarze Series S und einen Controller umfasste. Die Entwicklung der aktuellen Konsole oblag Microsofts Hardware-Team unter der Leitung von Roanne Sones (Hardware-Chefin) und Design-Director Chris Kujawski. Dessen Team entwarf auch die standardmäßigen Series-X- und Series-S-Gehäuse, die auf ein minimalistisches, kühliges Design setzen.
Der Look: Klassiker trifft Moderne
- Gehäuse in transluzentem Dunkelgrün, ähnlich der legendären „Duke“-Controller-Ästhetik
- Schwarze Akzente an Lüftergittern und Unterseite
- Leicht abgedunkeltes Fenster über dem Laufwerk, das an die erste Xbox erinnert
Die Farbgebung ist kein Zufall. Sie zitiert direkt das Markengrün, das seit 2001 mit Xbox verbunden wird. Ein zeitgemäßes Finish auf einem aktuellen Konsolen-Modell.
Das transluzente Grün erinnert an die „Duke“-Controller-Varianten von Drittanbietern aus den 2000ern, aber auch an offizielle transparente Controller für die Xbox 360, die „Crystal“-Edition von 2005 war auf 100.000 Stück limitiert. Die aktuelle Edition geht jedoch weiter: Sie färbt das gesamte Gehäuse ein, inklusive der Oberseite mit dem Xbox-Logo. Microsoft selbst brachte für die Xbox 360 bereits eine durchsichtige „Special Edition“ des Controllers heraus, die 2005 für 44,99 US-Dollar verkauft wurde.
Das steckt drin
Konkrete Inhalte der Box hat Microsoft bisher nicht genannt. Vermutlich umfasst die Edition die Konsole selbst sowie einen passenden Controller im selben Design.
Ob Spiele oder exklusive Aufkleber beiliegen, bleibt abzuwarten. Klar ist: Die Auflage wird limitiert sein, wie es bei Jubiläumseditionen üblich ist.
Eine offizielle Preisangabe fehlt. Branchenquellen erwarten einen Aufpreis von 30 bis 50 Euro gegenüber der Standard-Xbox Series X (499 Euro). Die Auflage dürfte laut Analysten bei 50.000 bis 100.000 Stück weltweit liegen, ähnlich wie die „Project Scorpio“-Edition der Xbox One X von 2017, von der 500.000 Einheiten produziert wurden. Die 20th Anniversary Series S war in Europa auf 5.000 Exemplare begrenzt und innerhalb von Stunden ausverkauft. Sammler rechnen mit einer ähnlich knappen Zuteilung, möglicherweise mit Rationierung pro Kunde im Microsoft Store.
Das Signal: Warum Microsoft jetzt auf Retro setzt
Die Special Edition kommt genau im richtigen Moment. 25 Jahre Xbox sind ein starkes Markenereignis, und Microsoft buhlt mit diesem Design um emotionale Bindung.
- Die transparente Hülle spricht Sammler und Langzeitfans direkt an.
- Sie positioniert sich als Gedenkstück, nicht als technisches Update.
- Keine neuen Spezifikationen nötig, der Charme liegt in der Optik.
Das erinnert an ähnliche Aktionen von Konkurrenten: Limitierte Neuauflagen alter Designs erzeugen Aufmerksamkeit ohne große Entwicklungsarbeit. Microsoft zieht hier nach.
Einziges Risiko: Die Nachfrage könnte das Angebot übersteigen. Wer zuschlagen will, sollte die Vorbestellungen im Auge behalten.
Sony brachte 2018 die „PS4 Pro 500 Million Limited Edition“ mit einem transluzenten blauen Gehäuse heraus, 50.000 Stück, Preis 499 Euro, nach zwei Stunden ausverkauft. Nintendo verkaufte 2016 den NES Classic in grau-transparentem Design (Funtastic-Serie) für 60 US-Dollar. Microsoft positioniert sich mit einem High-End-Angebot, das die volle Hardware-Leistung der Series X bietet, nicht nur eine Retro-Spielkonsole mit Emulation. Die Xbox Series X erreicht 12 Teraflops GPU-Leistung und 16 GB GDDR6 RAM, technisch identisch zur Standardversion.