Ein Final-Fantasy-Regisseur bremst die Hoffnung
Ein für Final Fantasy verantwortlicher Regisseur hat sich zu einem möglichen Xenogears-Remake geäußert und dabei wenig Mut gemacht: Ein solches Projekt klinge nach einer harten Aufgabe. Damit dürfte die ohnehin vage Hoffnung auf eine Rückkehr des PS1-Klassikers weiter schrumpfen. Eine offizielle Ankündigung für ein Remake oder einen neuen Teil gibt es bis heute nicht, und daran ändert auch die aktuelle Aussage nichts. Was bleibt, ist ein Spiel von 1998, das in Erinnerungen vieler Rollenspiel-Fans einen festen Platz hat.
Xenogears: Die harten Fakten
- Release in Japan: 11. Februar 1998
- Release in Nordamerika: 20. Oktober 1998
- Plattform: Sony PlayStation, später digital auch auf PlayStation 3, PlayStation Portable und PlayStation Vita
- Entwicklung: Square Product Development Division 3, veröffentlicht von Squaresoft, im Westen teils über Square Electronic Arts, digital später über Square Enix
- Einordnung: JRPG, Teil der späteren Xeno-Tradition, aber kein direkt erschienener Nachfolger eines Vorgängers
Warum ein Remake als schwierig gilt
Die Einschätzung des Regisseurs passt zu dem, was über den Titel seit Jahren bekannt ist: Es gibt schlicht kein bestätigtes Projekt, keine angekündigte Neuauflage und keinen Zeitplan. In solchen Fällen bleibt oft nur die Aussage, dass ein Remake eben aufwendig wäre, was zugleich als höfliche Absage gelesen werden kann. Für Fans ist das ernüchternd, denn Xenogears ist kein Spiel, das im hinteren Regal verstaubt, sondern eines mit einer hartnäckigen Community. Die Schlagzeile transportiert also keine neue Ankündigung, sondern eine weitere Unsicherheit.
Das Studio hinter Xenogears
Hinter dem Titel steht Square Product Development Division 3, eine der internen Entwicklungsabteilungen von Squaresoft in den späten 90er-Jahren. Squaresoft war damals Publisher und Auftraggeber in Personalunion, was erklärt, warum das Spiel bis heute eng mit dem Namen Square verbunden ist. Für den westlichen Markt trat zeitweise Square Electronic Arts als Vertrieb auf, die digitale Wiederveröffentlichung lief später über Square Enix. Diese Konstellation ist typisch für die PS1-Ära, in der ein japanisches Studio ein Spiel entwickelte und der eigene Publisher den weltweiten Rollout übernahm.
Die Xeno-Tradition und der fehlende Nachfolger
- Xenogears steht am Anfang einer Linie, die später unter dem Namen Xeno weitergeführt wurde.
- Ein direkt im Anschluss erschienener Nachfolger existiert nicht, das Spiel bleibt ein eigenständiger Titel.
- Die Verbindung zu späteren Xeno-Spielen besteht vor allem über den Namen und die thematische Herkunft.
- Wer heute nach einem zweiten Teil sucht, findet keinen, sondern nur die Erinnerung an einen Einzelgänger.
PS1-JRPGs und der Remake-Boom
Seit einigen Jahren greifen Publisher ihren Katalog der 90er-Jahre wieder auf, weil sich Klassiker mit überschaubarem Risiko erneut verkaufen lassen. Ein Remake im großen Stil ist dagegen ein anderes Kaliber: neues Kampfsystem, neue Technik, neues Budget, dazu die Erwartungen einer Fangemeinde, die seit über zwei Jahrzehnten wartet. Genau in diesem Spannungsfeld landet Xenogears, dessen Ruf als Kulttitel die Messlatte zusätzlich hoch legt. Eine Neuauflage müsste also mehr leisten als eine simple Portierung, ohne dabei die Originalfassung zu entwerten.
Wo Xenogears heute läuft
- Über die ursprüngliche Sony PlayStation von 1998, sowohl in Japan als auch in Nordamerika.
- Als digitale Fassung auf PlayStation 3, PlayStation Portable und PlayStation Vita.
- Nicht als offiziell bestätigtes Remake, Remaster oder als Nachfolger.
- Der ursprüngliche Preis in Euro ist für den deutschen Markt nicht belegt, Angaben dazu fehlen.
Was das für Fans bedeutet
Wer auf eine Neuauflage hofft, hat weiterhin keinen Ankerpunkt: keine Ankündigung, kein Studio, kein Termin. Realistisch bleibt zunächst der Blick auf die bestehenden Fassungen, die auf mehreren PlayStation-Generationen digital verfügbar waren. Dass ein Regisseur der Final Fantasy-Reihe ein Remake als harte Aufgabe bezeichnet, ist kein Beweis für ein Ende aller Pläne, aber ein weiteres Indiz dafür, dass niemand daran arbeitet. Für ein Spiel von 1998 ist das eine bemerkenswerte Situation, denn über kaum ein anderes JRPG dieser Zeit wird so beständig spekuliert.
Der Fakt zum Schluss
Xenogears erschien am 11. Februar 1998 in Japan und am 20. Oktober 1998 in Nordamerika, entwickelte sich über die Jahre zum Kulttitel und blieb trotzdem ein Einzelstück ohne direkten Nachfolger. Dass ein Remake bis heute nicht offiziell bestätigt ist, sagt weniger über die Qualität des Spiels als über die Hürden einer Neuauflage. Wer das Original kennt, wird den Namen weiter im Gespräch halten, ganz gleich, wie oft die Antwort aus der Entwicklerriege nach einem schwierigen Unterfangen klingt.