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007 First Light: Ein glanzloser Auftritt für den Geheimagenten
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007 First Light: Ein glanzloser Auftritt für den Geheimagenten

Ein experimenteller Action-Titel, der die Spionage-Formel in eine Ego-Perspektive presst, dabei aber spielerische Tiefe gegen inszenatorische Redundanz eintauscht.

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Dennis Adam
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SPIEL 007 First Light
ENTWICKLER IO Interactive
PUBLISHER IO Interactive
RELEASE 27. Mai 2026
PLATTFORMEN: PC | PlayStation 5 | Xbox Series S/X | Nintendo Switch

Die erste Mission

007 First Light wirft den Spieler in die Rolle eines jungen Agenten, der in Osteuropa eine Verschlüsselungssoftware sichern muss. Das Spiel verzichtet auf eine offene Welt und setzt stattdessen auf lineare Korridore.

Die Grafikengine wirkt trotz aktueller Hardware altbacken. Besonders die Charaktermodelle in den Zwischensequenzen erinnern an die Ära der frühen PlayStation 3.

Spielmechanik und Frustfaktoren

Das Gunplay in 007 First Light ist funktionell, aber wenig befriedigend. Die Waffen fühlen sich leicht an und das Trefferfeedback der Gegner bleibt bei Kugeln oft aus.

Schleichen ist eine der angepriesenen Hauptmechaniken, scheitert jedoch am Spieldesign. Sobald ein Alarm ausgelöst wird, strömen unendlich viele Gegner aus Spawn-Punkten, die sich direkt hinter der nächsten Wand befinden.

Technische Mängel

Während die PC-Version flüssig läuft, kämpfen die Konsolenfassungen mit Frame-Einbrüchen unter 30 Bildern pro Sekunde. Auf der Xbox Series X treten zudem regelmäßig Sound-Aussetzer in großen Außenarealen auf.

Die Steuerung der Gadgets erfordert den Einsatz des Touchpads oder Touchscreens. Diese Eingaben registriert die Software in hitzigen Gefechten leider oft nicht präzise genug.

Fazit zur Designentscheidung

Die Entwickler versuchten, klassische Bond-Elemente wie Anzüge und Verfolgungsjagden mit modernen Shooter-Konventionen zu vereinen. Das Resultat wirkt wie eine Ansammlung von Mechaniken ohne klaren Fokus.

Einige Details zeigen jedoch den Willen zur Inspiration durch ältere Klassiker. Das manuelle Entschärfen von Bomben mittels Morsecode-Eingabe bietet den einzigen Moment echter Spannung.

Die Spielzeit von etwa sechs Stunden ist für den Vollpreis zu gering bemessen. Ich habe während meines Testdurchlaufs drei Abstürze auf dem Desktop registriert.

5.5
/10
MAESSIG

+ PRO

  • +Die Gadget-Mechanik erlaubt das Hacken von Überwachungskameras per AR-Sicht
  • +Das Stealth-System belohnt das Verstecken von Leichen in Schränken mit Bonus-Punkten
  • +Fahrzeug-Missionen auf dem Comer See bieten eine gelungene Abwechslung zum Shooter-Alltag
  • +Der Soundtrack wechselt dynamisch zwischen Techno-Beats und klassischen orchestralen Bond-Motiven
  • +Waffen-Upgrades lassen sich durch das Sammeln von geheimen Blaupausen in Tresoren freischalten

- CONTRA

  • -Die KI-Gegner laufen bei Schusswechseln starr auf den Spieler zu ohne Deckung zu suchen
  • -Auf der Nintendo Switch fallen die Texturauflösungen in Innenräumen deutlich unter 480p
  • -Das Speichersystem setzt Checkpoints oft vor unüberspringbare, minutenlange Dialogsequenzen
  • -Fahrzeug-Steuerung fühlt sich durch eine zu starke Eingabeverzögerung schwammig an

FAZIT

Wer auf die Nostalgie von Agentenspielen hofft, erhält hier ein technisch unsauberes Produkt, das seine besten Ideen hinter frustrierenden Designentscheidungen versteckt.

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