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Agefield High: Rock the School im Test: Schultrubel mit Gitarrensoli
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Agefield High: Rock the School im Test: Schultrubel mit Gitarrensoli

Wir haben das Indie-Abenteuer Agefield High: Rock the School für Xbox, PC und PS5 gespielt und verraten, ob die Mischung aus Highschool-Drama und Rhythmus-Spielen funktioniert.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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SPIEL Agefield High: Rock the School
ENTWICKLER Refugium Games
PUBLISHER Perp Games, Refugium Games
RELEASE 12. August 2026
PLATTFORMEN: Xbox | PC | PS5

Erster Eindruck und Setting

Agefield High: Rock the School startet mit einer zerkratzten Gitarre in einem muffigen Keller. Die Hauptfigur Alex ist neu an der Schule und findet dort das Instrument, das angeblich dem legendären Absolventen Danny Riot gehört hat. Der Einstieg dauert nur wenige Minuten, danach steht man bereits im Hof und darf die Umgebung erkunden.

Die School ist als offene Hub-Welt angelegt, in der man zwischen Unterrichtsräumen, Sportplatz und Innenhof hin- und herläuft. Überall warten kleinere Aufgaben, etwa das Besorgen von Verstärkern oder das Überreden der schüchternen Schlagzeugerin Kim. Die Karte öffnet sich nach und nach, neue Bereiche wie der Dachboden oder die Bibliothek werden durch Interaktionen freigeschaltet.

Gameplay und Rhythmus-Mechanik

Die Bandproben bilden das Herzstück und spielen sich wie klassische Rhythmus-Minispiele: Auf dem Bildschirm scrollen Noten, während man mit den Gesichtstasten oder Schultertasten den Takt trifft. Bei erfolgreichen Runs füllt sich die Energie-Leiste für ein Bühnen-Solo.

Besonders gelungen ist die Koop-Option: Ein zweiter Spieler übernimmt Bass oder Schlagzeug, und die Synchronität wird auf einem geteilten Ticker angezeigt. Solo spielen funktioniert ebenfalls, verlangt aber schnelles Umschalten zwischen den Instrumenten. Eine optionale Punkte-Anzeige belohnt makellose Combos mit einem Goldenen Akkord, der am Ende des Songs in den Highscore einfließt.

  • 3 Schwierigkeitsgrade: Locker, Taktfest, Bühnentauglich
  • 15 lizenzierte Indie-Rock-Songs plus 5 eigene Kompositionen
  • Übungsmodus für einzelne Notenfolgen ohne Punktedruck

Die Steuerung reagiert präzise, sofern man nicht in den engen Schulgängen kämpft, wo die Kamera manchmal die Sicht versperrt. Bei den Musikduellen gegen die rivalisierende Band „The Static Kids” kommt es auf schnelle Reflexe an, denn dort wechseln die Notenkonstellationen im Takt und manchmal auch gegen den Takt.

Geschichte und Charaktere

Die Story dreht sich um den Schulwettbewerb „Rock the School”, bei dem die Siegerband den Musikraum vor der Schließung rettet. Der Schulleiter Dr. Hartmann gibt sich zunächst als Kostensparer, entpuppt sich aber als heimlicher Gitarrist. Diese Wendung ist zwar vorhersehbar, wird aber durch einen gelungenen Auftritt beim Schulfest aufgelöst.

Die Dialoge zitieren gekonnt Klassiker wie „The Breakfast Club” und „Bill & Ted”, ohne sie zu kopieren. Die Rivalenband „The Static Kids” nervt mit übertriebenem Selbstbewusstsein, was zu einigen witzigen Schlagabtäuschen führt. Entscheidungen in Gesprächen beeinflussen das Bandgefüge, etwa ob man der Bassistin Tina bei ihrem Soloprojekt hilft oder lieber den strengen Probenplan einhält.

Neben den Hauptmissionen gibt es optionale Gespräche mit über 30 Mitschülern, die oft eigene kleine Geschichten erzählen. So lädt die Pennälerin Jule Sammelkarten von Bands aus den 80ern, während der Computernerds Bastian eine Demotape-Firma gründen will. Jede abgeschlossene Nebenquest bringt kleine Extras wie alternative Gitarren-Pickups oder neue Riffs für den Jukebox-Modus.

Technik und Performance

Auf dem PC lief die Version mit einem Ryzen 5 3600 und einer RTX 2060 flüssig mit 60 Bildern pro Sekunde. Die Ladezeiten auf der Basis-Xbox sind dagegen ein Ärgernis, besonders der Wechsel in den Proberaum dauert gefühlt eine Ewigkeit. Mit einer SSD verkürzt sich die Wartezeit auf der PS5 auf etwa drei Sekunden.

Der bereits erwähnte Patch-Bug im Quest „Verlorenes Band-Shirt” hat uns einmal komplett blockiert. Erst das Neu Laden eines älteren Speicherstands hat geholfen, was bei einem Adventure mit mehreren Enden besonders nervt. Die Entwickler haben den Fehler in der aktuellen Version angekündigt, aber unser Teststand war noch betroffen.

  • Die Pixelgrafik glänzt mit farbenfrohen Hintergründen im Stil der 16-Bit-Ära
  • Die Kamera ruckelt in engen Gängen, wenn man in die Nähe von Spinden läuft
  • Der Soundtrack mischt treibende Gitarrenriffs mit Synthie-Teppichen

Auch die Musik-Verarbeitung hat Ecken und Kanten: Die Gesangsstimmen in den lizenzierten Songs sind manchmal leiser abgemischt als die Instrumente. Im Kopfhörermodus fällt das weniger auf, über TV-Lautsprecher geht der Mix aber etwas unter.

Fazit

Agefield High: Rock the School ist für alle, die eine Prise Nostalgie und schrulligen Humor mögen, eine Empfehlung. Die Rhythmus-Passagen machen süchtig, und die Schule lebt durch ihre Details.

Die technischen Wackler und der Quest-Bug trüben den Gesamteindruck, aber die charmante Welt und der faire Umfang von etwa zwölf Stunden mit mehreren Enden entschädigen. Ich habe selten ein Spiel erlebt, das Schulstress so liebevoll ins Lächerliche zieht. Wer eine abgedrehte Musik-Adventure-Perle sucht, wird fündig.

7.5
/10
GUT

+ PRO

  • +Bandproben-Minigames mit Gitarren- und Schlagzeugsequenzen verlangen echtes Timing
  • +Dialoge mit über 30 Charakteren sind witzig geschrieben und oft überraschend bissig
  • +Die Schule als offene Hub-Welt verbirgt Sammelplatten und versteckte Nebenquests
  • +Pixelgrafik mit fetten Farbverläufen und animierten Bühnenhintergründen erzeugt Retro-Charme
  • +Der Soundtrack mischt Indie-Rock mit Chiptune-Einflüssen, der Ohrwurm-Potenzial hat

- CONTRA

  • -Ladezeiten beim Betreten des Kellerproberaums dauern auf der Xbox One bis zu 20 Sekunden
  • -Die Boss-Gegner im Musikduell haben einen unfair hohen Schwierigkeitssprung ab Kapitel 3
  • -Ein Bug im Quest „Verlorenes Band-Shirt' verhindert den Fortschritt bis zum nächsten Patch
  • -Die Kamera in engen Schulgängen klemmt hin und wieder hinter Spinden fest

FAZIT

Agefield High: Rock the School ist ein charmanter Indie-Spaß, der mit seinen Rhythmus-Passagen, spitzzüngigen Dialogen und der offenen Hub-World trotz einiger technischer Patzer überzeugt.

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