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Ein Piratenschiff auf Grund gelaufen, „Assassin's Creed Back Flag Resynced“ im Test
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Ein Piratenschiff auf Grund gelaufen, „Assassin's Creed Back Flag Resynced“ im Test

Ubisofts Piraten-Abenteuer kehrt als liebloses Remaster zurück, mit mehr Bugs als Schätzen an Bord.

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Tommes Parzl
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SPIEL Assassin's Creed Back Flag Resynced
ENTWICKLER Ubisoft Montpellier, Ubisoft Shanghai, Ubisoft Quebec, Ubisoft Singapore, Ubisoft Kyiv, Ubisoft Chengdu, Ubisoft Bordeaux, Ubisoft Belgrade, Ubisoft Philippines, Ubisoft Barcelona
PUBLISHER Ubisoft Entertainment
RELEASE 9. Juli 2026
PLATTFORMEN: PC | PlayStation 5 | Xbox Series S/X

Segel setzen, und sofort kentern

Vor zwölf Jahren war Assassin‘s Creed IV: Black Flag ein Höhepunkt der Serie. Edward Kenways Reise durch die offene Karibik, epische Seeschlachten und die eingängigen Shantys fesselten Millionen. Nun erscheint „Back Flag Resynced“, ein Remaster, das mehr Fragen aufwirft als Antworten. Der Titel verspricht eine „neu synchronisierte“ Erfahrung. Die einzige Synchronisation, die hier stattfindet, ist die zwischen Spiel und Desktop-Absturz.

Das bricht das Ruder: Technik und Performance

Auf der PlayStation 5 läuft das Spiel im Performance-Modus mit schwankenden 40 bis 50 FPS. Die Ladezeiten sind länger als im Original von 2013, bis zu 45 Sekunden pro Schnellreise. Texturen laden nach (Pop-in) selbst auf der Xbox Series X, direkt vor dem Spieler. Abstürze treten regelmäßig auf, besonders beim Verlassen der Häfen oder nach längeren Segelpassagen.

Das bleibt an Bord: Gameplay-Mechaniken

Das Kampfsystem wurde angeblich überarbeitet. Die Parade-Fenster sind jetzt kürzer und unzuverlässig. Der Animus-Synchronisationsmodus, eine neue Funktion, zwingt Spieler, exakte Wege nachzulaufen, sonst gibt es 0% Synchronisation. Klingt innovativ, nervt aber massiv. Die Steuerung der Jackdaw fühlt sich schwammig an, als ob man auf Pudding segelt. Der Enterhaken-Mechaniker arbeitet ebenfalls unpräzise.

Ein karger Schatz: Inhalt und Umfang

  • Das Basisspiel ist enthalten, aber kein DLC wie „Freedom Cry“ oder „Aveline“.
  • Mehrspielermodus wurde komplett gestrichen, ohne Alternative.
  • Neue Quests? Fehlanzeige. Einzig ein „Resync“-Button, der die Wetter-Zyklen zurücksetzt.
  • Die Karte zeigt jetzt zusätzliche Markierungen für repetitive Sammelobjekte.

Der Fluch der Nostalgie

Die Grafik wurde auf 4K hochskaliert, aber die Gesichtsanimationen wirken lebloser als im Original. Der Soundtrack wurde neu abgemischt, dabei gehen die Shantys ihren maritimen Charme verloren. Schlimmer: Dialoge sind an einigen Stellen asynchron, Lippen bewegen sich Sekunden nach der Tonspur. Die deutsche Vertonung klingt dumpf, als wäre sie in einer Konservendose aufgenommen.

Kein frischer Wind in den Segeln

Das Spielgefühl erinnert an eine unfertige Beta. Die Synchronisation der Animus-Herausforderungen ist das nervigste Feature: Wer auch nur einen Schritt zur Seite geht, wird mit „Desynchronisation“ bestraft. Dabei waren die Freiräume im Original gerade das Stärkste. Die offene Welt verkommt so zur gescripteten Hindernisstrecke.

Pro & Contra im Detail

PROS:

  • Kampfsystem bietet mit gezielten Finishern kurze Momente der Befriedigung.
  • Offene Karibik besitzt noch immer eindrucksvolle Sonnenuntergänge und Atmosphäre.
  • Soundtrack der Shantys bleibt trotz flauer Abmischung im Ohr.
  • Schatzsuchen mit Karten und Rätseln wecken das alte Abenteuergefühl.
  • Foto-Modus erlaubt hübsche Aufnahmen, wenn das Spiel nicht gerade abstürzt.

CONS:

  • Animus-Synchronisation bestraft jede kreative Bewegung mit 0%-Bewertung und erzwingt lineares Durchlaufen.
  • Technische Performance mit Rucklern und Abstürzen auf allen Plattformen (PC, PS5, Xbox).
  • Entfernung des Multiplayer-Modus ohne jede Alternative enttäuscht die Community.
  • Lieblose UI mit winzigen Icons und schwer lesbarer Schrift auf großen Fernsehern.

Fazit eines gescheiterten Experiments

„Back Flag Resynced“ ist weder ein gelungenes Remaster noch eine Verbesserung des Originals. Es fügt sinnlose Mechaniken hinzu, entfernt beliebte Inhalte und lässt die Technik auf allen Plattformen kränkeln. Wer Black Flag liebt, soll lieber die alte Version spielen, die kostet weniger und läuft stabiler. Ubisoft hätte dieses Schiff besser im Hafen gelassen.

3.5
/10
MAESSIG

+ PRO

  • +Kampfsystem bietet mit gezielten Finishern kurze Momente der Befriedigung
  • +Offene Karibik besitzt noch immer eindrucksvolle Sonnenuntergänge und Atmosphäre
  • +Soundtrack der Shantys bleibt trotz flauer Abmischung im Ohr
  • +Schatzsuchen mit Karten und Rätseln wecken das alte Abenteuergefühl
  • +Foto-Modus erlaubt hübsche Aufnahmen, wenn das Spiel nicht gerade abstürzt

- CONTRA

  • -Animus-Synchronisation bestraft jede kreative Bewegung mit 0%-Bewertung und erzwingt lineares Durchlaufen
  • -Technische Performance mit Rucklern und Abstürzen auf allen Plattformen (PC, PS5, Xbox)
  • -Entfernung des Multiplayer-Modus ohne jede Alternative enttäuscht die Community
  • -Lieblose UI mit winzigen Icons und schwer lesbarer Schrift auf großen Fernsehern

FAZIT

Ein unnötiges Remaster, das selbst eingefleischte Fans von Black Flag vor dem Kauf warnt.

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