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Entropy im Test: Taktische Tiefen und technische Kanten im Indie-Gewand
Reviews

Entropy im Test: Taktische Tiefen und technische Kanten im Indie-Gewand

Ein anspruchsvolles Taktik-RPG für den PC, das mit komplexen Mechaniken und spürbaren Ecken und Kanten an klassische Genre-Meilensteine erinnert.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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SPIEL Entropy
ENTWICKLER Lovely Hellplace
PUBLISHER DreadXP
RELEASE 18. August 2026
PLATTFORMEN: PC

Entropy auf dem Prüfstand

Die Indie-Szene liefert regelmäßig Genre-Beiträge ab, die alte Tugenden wiederbeleben. Entropy verbindet isometrische Perspektive mit rundenbasiertem Gameplay auf dem PC.

Das Spiel wirft den Spieler direkt in eine dystopische Raumstation ohne lange Tutorials. Die Lernkurve fällt dadurch steil aus.

  • Direkter Einstieg ohne Handgreiflichkeiten
  • Keine künstliche Streckung der Spielzeit
  • Fokus auf taktische Positionierung

Das Kampfsystem im Detail

Jede Einheit verfügt über eine feste Anzahl an Aktionspunkten. Bewegung, Nachladen und Schießen kosten wertvolle Ressourcen.

Fehler bestraft Entropy unmittelbar mit dem Bildschirmtod der Crewmitglieder. Wer hier unüberlegt stürmt, lädt kurz darauf den letzten Spielstand.

  • Deckungssystem reduziert gegnerische Trefferchancen spürbar
  • Überwachungsmodus stoppt anstürmende Feinde im gegnerischen Zug
  • Nahkampfangriffe ignorieren Panzerung komplett

Präsentation und Atmosphäre

Die Optik orientiert sich an klassischen PC-Spielen der späten Neunzigerjahre. Große Pixel, gedeckte Farben und Neon-Akzente bestimmen das Bild.

Die Menüführung benötigt allerdings Eingewöhnung. Manche Untermenüs verstecken wichtige Statuswerte hinter zu vielen Klicks.

  • Detailreiche Animationen der Spielfiguren
  • Stimmungsvolle Umgebungsgeräusche in verlassenen Sektoren
  • Konsequente Verzicht auf moderne HUD-Überflutung

Wirtschaft und Ausrüstung

Credits verdienen Spieler durch erfüllte Aufträge und das Plündern gefallener Gegner. Jede Waffe lässt sich mit thermischen Kühlern oder Zielcomputern modifizieren.

Der Händler an der Raumhafen-Basis wechselt sein Sortiment nach jedem erfolgreich abgeschlossenen Sektor. Knappheit zwingt zu harten Entscheidungen beim Munitionskauf.

  • Verschleiß der Ausrüstung erfordert regelmäßige Reparaturen
  • Seltene Baupläne für experimentelle Prototypen verstecken sich in Nebenräumen
  • Medikamente sind teuer und bestimmen das Risiko von Erkundungsgängen

Die Spieldauer beläuft sich bei konzentrierter Spielweise auf knapp 35 Stunden. Nach dem Abspann schaltet sich ein schwerer Modus mit Permadeath frei.

7.5
/10
GUT

+ PRO

  • +Rundenbasiertes Kampfsystem mit Aktionspunkten erfordert akkurate Planung
  • +Handgezeichnete Retro-Pixelgrafik erzeugt dichte Sci-Fi-Atmosphäre
  • +Tiefgehendes Inventarmanagement mit Modifikationen für Waffen und Rüstungen
  • +Skill-Baum erlaubt echte Spezialisierungen abseits vom Standard-Klassensystem
  • +Soundtrack liefert treibende Synthesizer-Klänge im Stil der späten Achtziger

- CONTRA

  • -Inventar-Menüs reagieren teils träge bei Mausbedienung
  • -Textgrößen lassen sich in den Optionen nicht skalieren
  • -Gegnerische Einheiten nutzen Pfadfindungsfehler in engen Gängen aus
  • -Fehlende deutsche Bildschirmtexte schränken die Zugänglichkeit ein

FAZIT

Ein forderndes Taktik-Abenteuer für PC-Spieler, das trotz kleinerer Bedienmängel spielerisch überzeugt.

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