Replaced: Eine dystopische Augenweide mit Ecken und Kanten
Ein atmosphärischer 2.5D-Action-Platformer, der Cyberpunk-Ästhetik mit knallharter Sci-Fi-Melancholie kreuzt.
Die Atmosphäre von Phoenix City
Replaced ist ein Spiel, bei dem man beim ersten Anblick sofort innehalten muss. Die Art und Weise, wie die Entwickler 2D-Pixel-Art mit modernen Licht- und Schatteneffekten kombinieren, sucht auf dem Markt seinesgleichen.
Man schlüpft in die Rolle einer KI, die in einem menschlichen Körper gefangen ist. Diese Prämisse der Identitätssuche inmitten eines untergehenden Amerikas der 80er Jahre wird durch eine exzellente Soundkulisse untermalt.
Gameplay zwischen Licht und Schatten
Die Action-Passagen fühlen sich wuchtig und entschlossen an. Wenn unser Protagonist mit roher Gewalt gegen Unterdrücker vorgeht, spürt man förmlich das Gewicht der metallischen Gliedmaßen.
Dennoch trübt die technische Seite das Gesamterlebnis ein wenig. Wenn die Steuerung bei einem wichtigen Sprung nicht exakt reagiert, fühlt sich das weniger wie eine Herausforderung an, sondern wie ein Designfehler.
Technische Hürden im Retro-Gewand
Trotz der optischen Brillanz gibt es Momente, in denen Replaced ins Stolpern gerät. Die Kämpfe sind zwar fordernd, wirken aber durch die genannten Probleme bei der Kollisionsabfrage oft eher zufällig als durchdacht.
Auch die Balance der Checkpoints hätte einen Feinschliff vertragen können. Niemand möchte in einem so stimmungsvollen Spiel zehn Minuten Spielzeit verlieren, nur weil der letzte Gegner einen unglücklichen Treffer landet.
Fazit eines Genre-Fans
Wer Replaced primär wegen seiner unbestreitbar grandiosen Optik spielt, wird seine helle Freude haben. Als reiner Action-Platformer muss sich der Titel jedoch den Vergleich mit präziseren Vertretern des Genres gefallen lassen.
Es ist ein Spiel, das man trotz seiner Schwächen ins Herz schließt, weil die Welt von Phoenix City so viel Charakter besitzt. Mit einem weiteren Patch zur Optimierung der Steuerung wäre hier definitiv eine höhere Wertung drin gewesen.
+ PRO
- +Atemberaubende Beleuchtungseffekte in der 2.5D-Umgebung erzeugen eine unvergleichliche Atmosphäre
- +Das flüssige Animationssystem der Spielfigur wirkt in den Bewegungsabläufen fast schon organisch
- +Die düstere, cineastische Erzählweise im Stil von Blade Runner zieht Spieler sofort in ihren Bann
- +Komplexes Kampfsystem erfordert taktisches Umdenken bei der Nutzung von Umgebungsobjekten
- +Detaillierte Pixel-Art-Kulissen fangen den Verfall der dystopischen Metropole Phoenix City perfekt ein
- CONTRA
- -Gelegentliche Input-Verzögerungen bei der Steuerung machen präzise Sprungpassagen frustrierend
- -Die Kollisionsabfrage bei Gegnern führt in hitzigen Gefechten oft zu unfairen Treffern
- -Speicherpunkte sind in manchen Sektoren zu weit voneinander entfernt und erzwingen wiederholtes Backtracking
- -Der Schwierigkeitsgrad zieht gegen Mitte des Spiels durch unvorhersehbare Gegnerwellen sprunghaft an
FAZIT
Ein visuelles Meisterwerk, das spielerisch jedoch an mangelnder Präzision und technischer Inkonsistenz leidet.
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