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Saros: Ein technisches Trümmerfeld im All
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Saros: Ein technisches Trümmerfeld im All

Das Action-Spiel Saros scheitert trotz ambitionierter Grundkonzepte an massiven technischen Mängeln und unausgereiftem Spieldesign.

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Tommes Parzl
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SPIEL Saros
ENTWICKLER Housemarque
PUBLISHER Sony Interactive Entertainment
RELEASE 30. April 2026
PLATTFORMEN: PlayStation 5

Die Ernüchterung beim Start

Saros wirft den Spieler direkt in eine industrielle Raumstation, ohne eine Einleitung oder ein Tutorial zu bieten. Das Spiel setzt sofort ein hohes Tempo voraus, das die Steuerung mit ihrer schwammigen Eingabelatenz kaum bedienen kann.

Die Spielwelt wirkt zwar visuell durch ihre neonfarbenen Oberflächen ansprechend, doch die Interaktion mit Objekten ist auf ein Minimum reduziert. Türen öffnen sich oft mit einer Verzögerung von zwei Sekunden, was den Spielfluss massiv ausbremst.

Mängel im Kampfgeschehen

Die Kämpfe basieren auf einem Ausweichmanöver, das jedoch nur in 70 Prozent der Fälle auf den Tastendruck reagiert. Gegnerische Einheiten stolpern über ihre eigenen Animationen und bleiben in der Geometrie der Umgebung hängen.

Besonders störend ist die Kameraführung in engen Korridoren. Sobald sich der Protagonist einem Wandobjekt nähert, schwenkt die Ansicht unkontrolliert in den Kopf des Modells.

Fehlende Politur

Der technische Zustand auf der PlayStation 5 lässt auf eine Veröffentlichung in einem Alpha-Zustand schließen. Abstürze des Spiels traten während meiner Testzeit alle 90 Minuten auf.

Die Soundabmischung ist ebenfalls unausgewogen, da Explosionen die Dialoge der NPCs komplett überlagern. Spieler finden in den Menüs keine Optionen, um die Lautstärke der Sprachausgabe separat anzupassen.

Fazit zur Spielmechanik

Das System zum Aufrüsten der Waffen bietet immerhin Raum für Experimente. Durch das Sammeln von Schrottteilen lassen sich Projektile in Brandgeschosse oder Schockwellen-Emitter umwandeln.

Ohne eine funktionierende technische Basis bleibt dies jedoch ein bloßer Zeitvertreib. Wer eine flüssige Spielerfahrung sucht, wird von den ständigen Rucklern enttäuscht.

Das Spiel endet bei einem Bosskampf, der aufgrund eines Fehlers in der Skript-Logik nicht abgeschlossen werden kann. Ich musste die Konsole neu starten, um das Programm überhaupt wieder zu schließen.

3.5
/10
MAESSIG

+ PRO

  • +Vertikales Movement-System mit Enterhaken ermöglicht schnelle Positionswechsel
  • +Waffen-Upgrades verändern das Schussverhalten durch kinetische Modifikationen spürbar
  • +Cyberpunk-inspiriertes Artdesign erzeugt eine glaubwürdige düstere Atmosphäre
  • +Bosskämpfe erfordern das Auswendiglernen von Angriffsmustern in drei Phasen
  • +Soundtrack mit treibenden Electro-Beats passt zur hektischen Action

- CONTRA

  • -Kollisionsabfrage versagt bei schnellen Bewegungen und führt zum Clipping durch Texturen
  • -Speicherpunkte liegen oft zehn Minuten Spielzeit vor dem nächsten Bosskampf
  • -KI-Feinde laufen in Sackgassen und ignorieren den Spieler bei aktiver Deckung
  • -Frame-Rate bricht in Gefechten mit mehr als fünf Partikeleffekten unter 20 Bilder pro Sekunde ein

FAZIT

Saros ist ein frustrierendes Experiment, das mehr Zeit in der Qualitätssicherung benötigt hätte, bevor es auf die Spieler losgelassen wurde.

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