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Scale the Depths: Ein tiefer Absturz
Reviews

Scale the Depths: Ein tiefer Absturz

Der Indie-Plattformer Scale the Depths enttäuscht trotz ambitionierter Unterwasser-Ästhetik mit unausgegorener Mechanik und vielen Bugs.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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SPIEL Scale the Depths
ENTWICKLER Glass Gecko Games
PUBLISHER Pretty Soon
RELEASE 27. Mai 2026
PLATTFORMEN: PC

Erster Eindruck

Scale the Depths startet mit einer stimmungsvollen Cutscene: Ein einsamer Taucher sinkt in eine schwarze Tiefe. Die Pixelgrafik erinnert an Klassiker wie Another World. Nach fünf Minuten kam der erste Frust: Die Spielfigur blieb an einer unsichtbaren Kante hängen.

Das Tutorial erklärt nur die Grundtasten. Spezialmanöver wie der Wandsprung werden nie erwähnt. Man muss sie durch Ausprobieren entdecken – oder im Internet nachlesen.

Grafik und Sound

Die Unterwasserwelt ist hübsch gezeichnet. Algen wiegen sich im Wasserstrahl, Fische flackern als Silhouetten vorbei. Der Bildschirm nimmt mit zunehmender Tiefe einen grünlichen Film an.

Der Soundtrack nutzt minimale Synth-Flächen. Keine Melodie, nur Dröhnen und hohe Töne. Das erzeugt Druck, aber nach einer Stunde wird es eintönig. Soundeffekte sind knapp: ein Ploppen beim Sprung, ein Krachen beim Tod.

Gameplay und Steuerung

Scale the Depths ist ein reiner Plattformer: laufen, springen, an Wänden haften. Die Steuerung reagiert verzögert. Der Sprungknopf muss oft doppelt gedrückt werden, besonders nach einer Drehung in der Luft.

  • Die Sprungweite variiert je nach Untergrund: Auf rutschigen Flächen springt man weiter, auf normalem Stein kürzer. Das ist nicht erklärt und fühlt sich willkürlich an.
  • Gegner erscheinen als rote Punkte auf der Karte, aber nur, wenn man nahe genug ist. Viele spawnen direkt hinter einer Plattform und treffen ohne Vorwarnung.
  • Das Spiel belohnt Risikobereitschaft nicht – eine falsche Bewegung bedeutet den Tod und Rücksetzung zum letzten Checkpoint.

Technik und Bugs

Auf einem System mit RTX 3060 und 16 GB RAM lief das Spiel stabil mit 60 FPS. Auf einem älteren Laptop mit GTX 1050 stürzte es beim Betreten des dritten Bereichs ab. Ein Patch ist nicht angekündigt.

  • Die Kollisionsabfrage ist das größte Problem: Man steht auf einer schmalen Plattform, doch der Charakter fällt einfach durch.
  • Im Wasser gibt es keine Strömungsmechanik, obwohl das Setting das erwarten ließe. Der Taucher bewegt sich wie an Land.
  • Die Menüs sind spartanisch: keine Einstellungen für Helligkeit, Lautstärke oder Steuerung. Der Reset-Knopf lautet einfach „Neustart“ und löscht den Spielstand.

Fazit

Scale the Depths ist ein Spiel, das seine Defizite nicht kaschieren kann. Die Atmosphäre und das Leveldesign sind für ein Indie-Projekt respektabel, aber die schwammige Steuerung und die Bugs ruinieren den Flow. Für 15 Euro gibt es stabilere Plattformer im gleichen Stil. Nur wer extreme Geduld mitbringt, findet hier vielleicht eine Nische.

4
/10
MAESSIG

+ PRO

  • +Pixellook mit handgezeichneten Hintergründen erzeugt dichte Atmosphäre
  • +Soundtrack aus sphärischen Synthesizern passt zum Setting
  • +Leveldesign variiert zwischen engen Höhlen und weiten Tiefseegräben
  • +Checkpoints sind fair verteilt, selten mehr als 2 Minuten zwischen ihnen
  • +Geschwindigkeitslauf-Modus nach Durchspielen freischaltbar

- CONTRA

  • -Sprungphysik fühlt sich schwammig an – Sprungweite ist inkonsistent
  • -Gegner erscheinen aus dem Nichts und treffen ohne Vorwarnung
  • -Kollisionsabfrage bei schmalen Plattformen fehlerhaft
  • -Spiel stürzt auf manchen PCs beim Betreten des dritten Bereichs ab

FAZIT

Scale the Depths hat gute Ideen, aber die technischen Mängel und die schwammige Steuerung machen es zu einem Ärgernis.

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