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The Crimson Maid: Ein blutiger Fehltritt im Retro-Gewand
Reviews

The Crimson Maid: Ein blutiger Fehltritt im Retro-Gewand

Ein ambitioniertes Action-Adventure im Metroidvania-Stil, das an Bugs und schlechter Steuerung zugrunde geht.

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Dennis Adam
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SPIEL The Crimson Maid
ENTWICKLER GrimTalin
PUBLISHER Wales Interactive
RELEASE 13. Juli 2026
PLATTFORMEN: PC

Ersteindruck: Schön, aber hohl

Die erste Begegnung mit The Crimson Maid täuscht. Hübsche Pixel-Art und ein stimmungsvoller Soundtrack laden zum Erkunden ein.

Doch bereits nach zehn Minuten offenbart das Spiel seine wahre Natur: ein unfertiger Prototyp mit gravierenden Macken. Die hübsche Hülle kaspert nicht darüber hinweg, dass hier vieles schiefläuft.

Grafik und Sound: Starke Assets, schwache Umsetzung

Die Sprites der Protagonistin und der Gegner sind detailreich animiert. Jeder Bereich hat eine eigene Farbpalette, die die düstere Atmosphäre eines verfluchten Schlosses unterstreicht.

Der Soundtrack besteht aus echten Chiptune-Melodien von unabhängigen Künstlern. Sie sind eingängig und passen zur Stimmung, wiederholen sich aber oft, weil die Level zu lang sind.

Dass die Hintergründe statisch bleiben und keine Parallax-Effekte nutzen, mindert den visuellen Tiefeneindruck. Das Budget war offensichtlich gering.

Gameplay: Gute Ideen, schlechte Ausführung

  • Das Waffen-Upgrade-System erlaubt es, zwischen fünf verschiedenen Schwertern zu wechseln, je nach Gegnertyp eine sinnvolle Mechanik.
  • Die Bosskämpfe haben visuell einzigartige Designs und mehrere Angriffsmuster, eine solide Grundlage.

Die Steuerung fühlt sich schwammig an. Präzise Sprünge sind Glückssache, weil die Hitboxen der Plattformen nicht mit den Grafiken übereinstimmen. Springt man auf eine scheinbar sichere Kante, rutscht die Spielfigur durch.

Das Level-Design besteht zu etwa 70% aus identischen Korridoren. Ohne Karte oder Wegweiser verirrt man sich ständig und rennt in Sackgassen.

Technik und Bugs: Der Gamebreaker

Die gravierendsten Probleme sind technischer Natur. Die Kollisionsabfrage ist fehlerhaft: Oft fliegen Schwerter durch Gegner, ohne Schaden zu verursachen. Umgekehrt treffen gegnerische Projektile, obwohl man ausweicht.

  • Es gibt keine Speicherpunkte zwischen den Arealen. Stirbt man, verliert man den gesamten Fortschritt seit dem letzten Levelstart.
  • Die deutsche Übersetzung bricht nach dem ersten Kapitel abrupt ab. Dialoge wechseln ohne Vorwarnung ins Englische.
  • Der Spieler kann sich in Ecken feststecken und muss den Level neu laden. Ein Crash passierte während des Tests nach etwa 40 Minuten.

Fazit: Nichts für Ungeduldige

The Crimson Maid zeigt Potenzial in der Optik und beim Soundtrack, aber die handwerklichen Mängel sind zu gravierend. Ohne Patches, die die Steuerung und die Speichermechanik korrigieren, bleibt es ein frustrierendes Erlebnis.

Nur Nostalgiker mit sehr viel Geduld sollten einen Blick riskieren. Alle anderen warten besser auf einen Nachfolger oder spielen eines der vielen soliden Metroidvanias, die es auf dem Markt gibt.

4
/10
MAESSIG

+ PRO

  • +Pixel-Art mit stimmungsvoller Farbpalette erzeugt düstere Atmosphäre
  • +Soundtrack von chiptune-Künstlern liefert eingängige Melodien für jeden Bereich
  • +Waffen-Upgrade-System mit 5 verschiedenen Schwertern bietet Abwechslung
  • +Kurze Ladezeiten zwischen Bildschirmen durch optimierte Engine
  • +Bosse haben visuell einzigartige Designs und Angriffsmuster

- CONTRA

  • -Kollisionsabfrage fehlerhaft: Schwerter treffen Gegner oft nicht bei Trefferanimationen
  • -Level-Design besteht aus 70% identischen Korridoren ohne Wegweiser
  • -Speicherpunkte fehlen: nach Tod zurück zum Levelanfang trotz langer Spielabschnitte
  • -Deutsche Übersetzung unvollständig: Dialoge wechseln ins Englische ohne Warnung

FAZIT

The Crimson Maid ist ein unfertiger Entwurf mit hübscher Fassade, der an seinen handwerklichen Mängeln scheitert.

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