Vampire Crawlers: Ein untoter Albtraum aus technischem Versagen
Ein ambitionierter Mix aus Strategie und Action, der an seinen eigenen Designfehlern und einer nahezu nicht existenten Spielbarkeit scheitert.
Die bittere Realität der Gruft
Vampire Crawlers präsentiert sich auf Steam als actiongeladene Strategie-Herausforderung. Die Realität beim Spielen sieht jedoch anders aus, da das Spiel kaum seine eigenen Grundmechaniken erklärt.
Der Spieler steuert eine Gruppe von Kreaturen durch labyrinthartige Gänge. Dabei verliert man bereits nach wenigen Minuten die Orientierung, da die Karte keine übersichtliche Legende oder ein Mini-Map-Overlay besitzt.
Mechanische Stolpersteine
Das Herz des Spiels sollte eigentlich das taktische Platzieren von Einheiten sein. In der Praxis entpuppt sich dies als reines Glücksspiel, da die Steuerung auf Mausklicks oft verzögert reagiert.
- Die Befehlsvergabe leidet unter einer Eingabeverzögerung von fast einer halben Sekunde.
- Einheiten ignorieren direkte Angriffsanweisungen, wenn sie gerade eine eigene Laufanimation ausführen.
- Die Kollisionsabfrage zwischen Spielfiguren und Umgebungsobjekten ist fehlerhaft programmiert.
Visuelle Lichtblicke und technische Dunkelheit
Optisch erinnert der Titel an klassische DOS-Spiele. Die Arbeit der Künstler verdient Anerkennung, da die düsteren Farbtöne der Gruft das Thema gut einfangen.
Die Performance vernichtet jedoch jeden optischen Genuss. Sobald sich das Spielgeschehen intensiviert, sinkt die Bildrate in einen Bereich, der eine präzise Steuerung unmöglich macht.
Fazit zur Spielbarkeit
Ein Spiel, das keine Speicherstände während einer Sitzung anbietet, muss extrem stabil laufen. Vampire Crawlers stürzt bei mir im Schnitt alle 30 Minuten ab.
Ohne Patches, welche die KI-Aussetzer und die Stabilität beheben, bleibt das Spiel eine reine Empfehlung für Masochisten. Derzeit ist der Titel in diesem Zustand kaum spielbar.
+ PRO
- +Die Musikuntermalung nutzt düstere Synthesizer, die eine bedrückende Atmosphäre erzeugen
- +Das Inventarsystem erlaubt schnelles Wechseln zwischen drei verschiedenen Waffenarten
- +Die Pixel-Art-Sprites der Gegner besitzen eine charmante, an 90er-Jahre-Titel erinnernde Ästhetik
- +Ein Skill-Baum für Vampir-Fähigkeiten bietet diverse Wege für passive Verstärkungen
- +Die prozedural generierten Karten sorgen für eine theoretisch unendliche Abfolge an Dungeons
- CONTRA
- -Die Wegfindungs-KI der eigenen Einheiten bleibt regelmäßig an ein-Pixel-breiten Wandkanten hängen
- -Frame-Drops auf unter 15 FPS treten auf, sobald mehr als fünf Gegner gleichzeitig erscheinen
- -Fehlende Tutorial-Texte lassen Spieler über die Funktionsweise des Ressourcen-Managements im Dunkeln
- -Das Fehlen einer Speicherfunktion innerhalb der Level zwingt bei jedem Absturz zum kompletten Neustart
FAZIT
Vampire Crawlers ist ein frustrierendes Produkt, das trotz eines interessanten Soundtracks unter seiner mangelhaften technischen Umsetzung begraben liegt.
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