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Embracer Group: Die groesste Uebernahme-Welle der Gaming-Geschichte

Der schwedische Konzern Embracer Group kauft im Rekordtempo Studios und Publisher auf. Darunter Crystal Dynamics, Eidos Montreal und Gearbox.

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Tommes Parzl
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Waehrend alle Augen auf die Microsoft-Activision-Uebernahme gerichtet sind, baut ein schwedisches Unternehmen still und leise ein Gaming-Imperium auf: Die Embracer Group hat in den letzten Monaten eine beispiellose Serie von Akquisitionen durchgefuehrt.

Square Enix verkauft westliche Studios

Der groesste Deal: Embracer Group uebernimmt Crystal Dynamics, Eidos Montreal und Square Enix Montreal fuer nur 300 Millionen Dollar. Damit wandern Franchises wie Tomb Raider, Deus Ex und Thief unter das Embracer-Dach. Ein Spottpreis, der die Branche ueberrascht hat.

Gearbox Entertainment

Auch Gearbox Entertainment, das Studio hinter der Borderlands-Reihe, gehoert nun zu Embracer. CEO Randy Pitchford bleibt an Bord. Mit dem bevorstehenden Borderlands-Film koennte der Zeitpunkt kaum besser sein.

Dutzende weitere Studios

Die Liste der Uebernahmen ist schwindelerregend: Seit 2019 hat Embracer ueber 100 Studios und Publisher aufgekauft. Von AA-Entwicklern ueber Comic-Verlage bis hin zu Tabletop-Unternehmen - die Strategie scheint zu sein, alles zu kaufen, was nicht niet- und nagelfest ist.

Finanzierung und Risiken

Embracer finanziert seine Expansion durch eine Kombination aus Aktienemissionen und Krediten. Kritiker warnen, dass das schnelle Wachstum nicht nachhaltig sein koennte. Sollte ein grosser Titel floppen oder die Finanzierung ins Stocken geraten, koennte das Kartenhaus zusammenbrechen.

Was bedeutet das fuer Spieler?

Kurzfristig koennten die Uebernahmen positiv sein: Embracer hat angekuendigt, vernachlaessigte Franchises wie Deus Ex und Legacy of Kain wiederbeleben zu wollen. Langfristig bleibt die Frage, ob Quantitaet auch Qualitaet bedeutet.

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