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26 Jahre RPG-Erfahrung und immer noch kein gutes Rüstungssystem: Josh Sawyer gesteht Scheitern
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26 Jahre RPG-Erfahrung und immer noch kein gutes Rüstungssystem: Josh Sawyer gesteht Scheitern

Obsidian-Legende Josh Sawyer gibt im Interview zu, dass sein langjähriger Kampf um das perfekte Rüstungsdesign weitergeht, und Avowed dabei niemanden glücklich machte.

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Beytullah Akyildiz
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Der ewige Kampf gegen die Rüstungsmechanik

Josh Sawyer, der Mann hinter Fallout: New Vegas, Pillars of Eternity und Pentiment, hat nach 26 Jahren im RPG-Geschäft kein Blatt vor den Mund genommen. Gegenüber GamesRadar+ gestand er: Er ist immer noch auf der Suche nach einem guten Rüstungssystem.

Das klingt absurd für einen Entwickler, der mit komplexen Werten, Durchschlagsklassen und Schadensreduktionen groß geworden ist. Aber Sawyer sieht das pragmatisch, und selbstkritisch.

Avowed: „Hat irgendwie funktioniert, nur mochte es keiner“

Saweyers jüngster Versuch war das Kampfsystem des 2025 erschienenen Avowed. Das Action-RPG setzte auf eine aufwendige Rüstungsmechanik, die Elemente von Klassikern wie Morrowind mit moderner Echtzeit-Kombination verband. Das Resultat? „Kind of worked, except that nobody liked it“, so Sawyer.

  • Spieler fanden das System unintuitiv
  • Die Balance zwischen leichter und schwerer Rüstung wirkte verbogen
  • Abgesehen von Hardcore-Fans griff kaum jemand begeistert zu

Sawyer selbst nennt das Projekt „einen lehrreichen Misserfolg“. Er betont, dass er aus den Fehlern gelernt habe, aber ein perfektes Design noch nicht gefunden sei.

Warum gerade Rüstung so schwer ist

Das Problem liegt in der Natur von Rollenspielen: Rüstung muss sowohl taktische Tiefe als auch emotionalen Belohnungswert bieten. Ein platter Rüstungswert ist langweilig, aber zu viele Abhängigkeiten machen das System undurchschaubar.

Saweyers bisherige Ansätze in Pillars of Eternity (DR-System) und Fallout: New Vegas (DT/DR-Split) hatten ebenfalls ihre Kritiker. Der Unterschied: Bei Avowed war das Feedback besonders deutlich.

Der Entwickler sieht darin kein Zeichen von Inkompetenz, sondern den normalen, frustrierenden Entwicklungsprozess. „Manchmal funktioniert eine Idee auf dem Papier perfekt und bricht im Live-Test in sich zusammen“, erklärte er.

Kein Grund zur Resignation

Trotz des Eingeständnisses bleibt Sawyer optimistisch. Er arbeitet weiter an neuen Konzepten, auch wenn er aktuell kein neues großes RPG-Projekt öffentlich bestätigt hat. Avowed selbst läuft mittlerweile gut, die Verkaufszahlen sind stabil, die Kritiken solid.

Doch für Sawyer selbst ist der Kampf um das ideale Rüstungssystem noch nicht vorbei. Ein klassischer Fall von „Der Jäger ist das Wild“: Ein Designer, der nie mit dem zufrieden ist, was er erschafft.

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