Das verrückteste Rig der Pokémon-Geschichte
Ein Pokémon-Fan hat sich für die Safari-Woche etwas Besonderes einfallen lassen. Um seine Chancen auf das extrem seltene Shiny Enton zu verbessern, baute er ein Rig aus insgesamt 58 Konsolen, eine Mischung aus Nintendo Wii und Gamecube.
Die Wahrscheinlichkeit, auf ein Shiny Enton zu treffen, liegt bei astronomischen 1 zu 9 Millionen. Selbst mit einem Haufen alter Hardware bleibt die Jagd ein reines Glücksspiel.
Hintergrund: Die Spiele und ihre Entwicklung
Die verwendeten Titel stammen aus zwei verschiedenen Entwicklerlinien. Pokémon Diamant/Perl (2006, Nintendo DS) wurde von Game Freak entwickelt, dem Studio, das seit 1996 alle Hauptspiele der Serie produziert. Die beiden DS-Versionen verkauften sich zusammen über 17,6 Millionen Mal.
Pokémon XD: Der Dunkle Sturm (2005, GameCube) hingegen entstand bei Genius Sonority, einer 2002 gegründeten Firma. Das Team hatte zuvor Pokémon Colosseum (2003) umgesetzt, ebenfalls ein Spin-off mit der Shadow-Pokémon-Mechanik. XD erreichte rund 1,5 Millionen verkaufte Einheiten.
Die Hardware-Wahl ist kein Zufall. Gamecube und Wii können beide GameCube-Discs abspielen. Der Fan nutzte vermutlich Diamant/Perl auf dem DS über den Game Boy Player? Nein, die Wii unterstützt keinen DS. Wahrscheinlich liefen auf den Wii-Konsolen virtuelle DS-Titel oder GameCube-Versionen. Genauere Angaben fehlen, aber die Kombination erlaubt parallele Sessions in der Safari-Zone.
Aufbau des Retro-Kraftpakets
- Der Fan verwendete eine Kombination aus Wii- und Gamecube-Konsolen, die parallel liefen.
- Jede Konsole startete eine eigene Pokémon-Session in der Safari-Zone, vermutlich aus Pokémon Diamant/Perl oder Pokémon XD: Der Dunkle Sturm.
- Ziel war es, durch die schiere Anzahl gleichzeitiger Begegnungen die Wahrscheinlichkeit künstlich zu erhöhen.
Das Setup erforderte mehrere Bildschirme, Verteilerstecker und eine Menge Geduld. Ein echter Hingucker für Retro-Liebhaber.
Die Safari-Zone: Mechaniken und Wahrscheinlichkeiten
In Diamant/Perl bietet die Safari-Zone eine besondere Herausforderung. Spieler können keine Attacken einsetzen, nur Köder und Steine. Pokémon fliehen häufig, und die Begegnungsrate für Enton liegt bei rund 4%. Die Shiny-Wahrscheinlichkeit pro Begegnung beträgt 1:8.192.
Die Kombination aus niedriger Auftrittsrate, Fluchtgefahr und Shiny-Chance ergibt laut Community-Berechnungen eine Gesamtwahrscheinlichkeit von etwa 1:9.000.000 für ein Sichtung und Fang eines Shiny Enton. Das macht die Safari-Zone zu einem der frustrierendsten Orte für Shiny-Jäger.
Warum selbst 58 Konsolen kaum helfen
Trotz der massiven Parallelisierung bleibt die Shiny-Jagd eine Geduldsprobe. Bei einer Chance von 1:9.000.000 bringt selbst das gleichzeitige Scannen von 58 Spielen nur eine minimale Steigerung, rechnerisch bräuchte man über 155.000 solcher Rigs für eine garantierte Sichtung.
Der Fan dokumentierte seine Aktion in sozialen Netzwerken, zeigte jedoch auch, dass nicht einmal dieser Aufwand die erhoffte Begegnung garantierte. Das Shiny Enton blieb wohl unsichtbar.
Ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie weit Pokémon-Fans für ihre Leidenschaft gehen, und wie unbarmherzig die Zufallsgeneratoren von Game Freak sein können.