EndeNews Logo EndeNews
AI-Slop-Button bei LinkedIn: Microsofts 41-Milliarden-Dollar-Selbstironie
News

AI-Slop-Button bei LinkedIn: Microsofts 41-Milliarden-Dollar-Selbstironie

Microsoft spendiert LinkedIn einen Button zum Markieren von KI-Müll, direkt nach dem 41-Milliarden-Dollar-KI-Deal. Die Community sucht den Schuldigen.

F
FatimaEzzahra Zouhoum
TEILEN: Twitter Reddit

Da ist der Knopf

LinkedIn, das soziale Netzwerk für Karriere, Business-Gespräche und ungefragte Glückwünsche zum Jobwechsel, hat einen neuen Button: „Seems Like AI Slop“. Damit lassen sich Beiträge markieren, die offensichtlich aus der KI-Mangel produzierte Inhaltssuppe stammen.

Microsoft hat das Feature laut Kotaku eingeführt, nachdem der Konzern 41 Milliarden US-Dollar in KI investiert hat. Man darf gespannt sein, ob der Button ein Versehen war oder eine Absicht.

Der 41-Milliarden-Kontrast

  • Microsoft steckt Unsummen in KI-Infrastruktur und Modelle.
  • LinkedIn bekommt einen Button, der genau diese KI-Ausgaben als Müll labelt.
  • Das ist, als würde man einen „Game Over“-Screen einbauen, direkt nach dem Kauf einer neuen Konsole.

Die Meldung von Kotaku bringt es knapp auf den Punkt: „We‘re all trying to find the guy who did this.“ Übersetzt: Wir alle suchen den Verantwortlichen für diesen Move. Klingt nach einem Speedrun in die Selbstparodie.

Was ist „AI Slop“ überhaupt?

Der Begriff beschreibt lieblos zusammengewürfelte Inhalte, die oft von generativen Modellen stammen. Auf LinkedIn kursieren viele solcher Beiträge: Sinnentleerte Motivationstexte, generische Lobhudeleien oder Kommentare, die nach einer Stichwortsuche im Datenbestand riechen.

Der neue Button gibt der Community ein Werkzeug, diesen Müll zu kennzeichnen. Ob das gegen die Flut hilft oder nur für noch mehr Chaos sorgt, ist unklar. Immerhin: Eine „Report“-Funktion für schlechte Bots war noch nie so direkt benannt.

Retro-Gaming-Connection

Wer alte Arcade-Spiele kennt, weiß: Wenn der Highscore nicht stimmt, kommt der „Insert Coin“-Screen. Microsofts Button fühlt sich ähnlich an, nur dass hier nicht der Spieler nachzahlen muss, sondern die KI als Verlierer dasteht.

Vielleicht ist das der erste Schritt zu weiteren Buttons wie „This Boss is Cheap“ oder „Wrong Warp, dude“. Die Zukunft der Social-Media-Moderation könnte aussehen wie ein Cheatcode-Menü aus den 80ern.

Kein offizielles Statement

Bisher gibt es keine offizielle Erklärung von Microsoft oder LinkedIn, wer den Button entworfen hat und warum. Es ist auch nicht klar, ob er dauerhaft bleibt oder ein Testballon ist. Aber der Fakt steht: Nach 41 Milliarden Dollar KI-Investition ist das sichtbarste Ergebnis für viele Nutzer ein Button, der KI-Inhalte verhöhnt.

Das ist kein Bug, das ist das Feature, das wir verdient haben.

VERWANDTE ARTIKEL