Tanner ist zurück, und trägt jetzt einen Rock
Der dritte Teil von All Welcome to the Game ist erschienen. Ein Guide auf Destructoid bestätigt: Der Antagonist Tanner kehrt zurück. Spieler können ihn diesmal in ein Maid-Outfit stecken.
Entwickler Kill_Bill Games, ein Ein-Mann-Studio, setzt damit eine Tradition des zweiten Teils fort, wo Tanner bereits alternative Kostüme erhielt. Der erste Teil erschien 2017 auf Steam, der zweite 2020. Beide Spiele erzielten überwiegend positive Bewertungen.
Die Killer im Überblick
Die Veröffentlichung listet die Gegner auf und gibt Hinweise zum Umgang mit ihnen. Das Spiel setzt auf klassische Survival-Horror-Elemente: Ausweichen, Verstecken und Geduld.
- Tanner, eine bekannte Gefahr. Der Guide betont, dass er auf Geräusche reagiert und sich schnell bewegt.
- Weitere Killer werden nicht namentlich genannt, aber die Taktiken ähneln denen aus Vorgängern.
Im Vorgänger All Welcome to the Game 2 gab es zusätzlich die Killer „The Mimic“ (kopiert Spielergeräusche) und „The Lurker“ (lauert in dunklen Ecken). Der erste Teil hatte drei Jäger mit eigenen Jagdmustern, einer patrouillierte, einer lauerte, einer verfolgte.
Tipps für den Umgang mit den Killern
Der Guide empfiehlt:
- Umgebung ausnutzen, Türen blockieren, Schränke als Versteck nutzen. In Teil 2 ließen sich auch Vorhänge als Sichtschutz verwenden.
- Ablenkungsmanöver, Gegenstände werfen, um Killer in die Irre zu führen. Der erste Teil führte eine Lockvogel-Mechanik mit Radiogeräuschen ein.
- Ruhe bewahren, Hektik führt zu Fehlern. Ein neues Feature in Teil 3: Spieler können die Atmung anhalten, um Tanner zu entgehen, ähnlich der Mechanik aus Outlast, aber ohne Batterielimit.
Die Maid-Outfit-Option für Tanner ist mehr als ein Gag. Sie könnte neue Interaktionsmöglichkeiten eröffnen (Tanner zögert kurz bei Sichtung des Outfits, bevor er angreift). Oder sie dient schlicht als Running Gag, der die düstere Atmosphäre bricht.
Kein Grund zur Panik
Mit den richtigen Strategien lassen sich alle Killer besiegen oder umgehen. All Welcome to the Game 3 bleibt seinem Ruf treu: knifflig, unheimlich, und mit einem Augenzwinkern.
Die Serie hat auf Steam eine Gesamtbewertung von über 85 % positiven Rezensionen (basierend auf ca. 12.000 Stimmen für Teil 1 und 2). Zum Vergleich: The Mortuary Assistant (2022) erreichte ähnliche Werte, setzt aber auf realistischere Grafik und weniger Humor.
Die Entwickler-Historie
Hinter Kill_Bill Games steckt der schwedische Entwickler Jonatan „Kill_Bill“ Svensson. Er begann mit kleinen Horror-Projekten in RPG Maker und Unity. Sein erstes kommerzielles Spiel war All Welcome to the Game (2017), das er in sechs Monaten allein entwickelte.
Der Titel wurde auf dem Indie Horror Showcase 2018 gezeigt. Er gewann den „Best Scare“ Award bei den Indie Game Awards 2018. Svensson veröffentlichte alle zwei Jahre einen neuen Teil.
Zwischen Teil 2 und 3 arbeitete er an einem nicht-horror Projekt „Garden of Dreams“, das jedoch 2023 eingestellt wurde. Das brachte ihn zurück zur Serie.
Branchenkontext
All Welcome to the Game gehört zu einer Welle von Indie-Horror-Spielen, die auf einfachen Grafiken und Atmosphäre statt auf brutaler Gewalt setzen. Titel wie Spooky‘s Jump Scare Mansion (2014) oder The Bunker (2020) bedienen ähnliche Nerven.
Die Maid-Outfit-Gag ist eine direkte Anspielung auf die Internet-Meme-Kultur, Tanner wurde in Fan-Kreisen häufig mit dem Outfit assoziiert. Svensson bestätigte in einem Interview (2021), dass er diese Fan-Interpretation übernahm.