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Amazon’s The Boys: Warum das Original die Serie übertrifft
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Amazon’s The Boys: Warum das Original die Serie übertrifft

Nach dem Ende der Amazon-Serie lohnt sich ein Blick zurück auf die rohe Vorlage von Garth Ennis und Darick Robertson.

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Dennis Adam
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Die Schattenseite des Erfolgs

Die Serie The Boys von Amazon Prime hat ihren Abschluss gefunden. Trotz hoher Einschaltquoten bleibt ein fader Beigeschmack bei den Fans der ursprünglichen Comics.

Die Vorlage von Garth Ennis und Darick Robertson bietet eine weitaus konsequentere Darstellung der Superhelden-Satire. Amazon hat viele Ecken und Kanten derbe abgeschliffen.

Was die Comics besser machen

Die Comics verfolgen eine radikalere Vision als die fernsehgerechte Adaption. Der Kontrast zwischen den beiden Medien zeigt sich in mehreren Punkten:

  • Die Comics sind deutlich zynischer und weniger auf ein Massenpublikum zugeschnitten.
  • Bei Ennis wirken die Superhelden abstoßender und moralisch verrohter.
  • Die visuelle Sprache von Robertson transportiert eine dreckigere Atmosphäre, die im modernen Streaming-Format fehlt.

Ein Vergleich der Charaktere

In der Serie wirken viele Gegenspieler wie Homelander fast schon menschlich in ihrer psychischen Instabilität. Die Comics halten sich nicht mit solchen Nuancen auf.

Dort ist Homelander eine reine Naturgewalt des puren Egoismus. Die Dynamik zwischen ihm und dem Team um Billy Butcher wirkt in der gezeichneten Vorlage gehetzter und bedrohlicher.

Mehr als nur eine Adaption

Wer die Serie mochte, sollte dennoch das Original lesen, um die volle Intention der Autoren zu verstehen. Die Comics bieten Einblicke, die in der TV-Fassung unter Verschluss bleiben.

Die Reihe erschien erstmals im Jahr 2006 bei Wildstorm und wechselte später zu Dynamite Entertainment. Aktuell sind alle Ausgaben in verschiedenen Sammelbänden erhältlich.

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