Was sich ändert
Respawn Entertainment hat am 2. Juli 2026 einen kleinen Hotfix für Apex Legends ausgerollt. Der Patch adressiert zwei Punkte: einen unterhaltsamen, aber unfairen Bug mit Octanes Sprungplattformen und eine weitere Runde Performance-Optimierungen. Die Update-Größe fällt gering aus, der Download sollte in unter einer Minute durch sein.
Die wichtigsten Änderungen
- Octanes Sprungplattformen schleudern keine unerwünschten Objekte mehr. In den letzten Tagen hatten Spieler entdeckt, dass sich liegengelassene Gegenstände oder sogar Kampf-Drohnen unkontrolliert durch die Luft katapultieren ließen. Die Community feierte das mit kreativen Clips aus dem Firing Range, die Entwickler bedanken sich ausdrücklich für die „amüsanten Einreichungen“.
- Weitere Anpassungen zur Stabilisierung der Bildrate. Das Team hatte zuletzt mehrfach an FPS-Einbrüchen gearbeitet; dieser Patch legt eine zweite Schicht Optimierungen nach. Konkrete Zahlen oder betroffene Karten nannten die Notes nicht.
Hintergrund: Respawn Entertainment
Das Studio hinter Apex Legends wurde 2010 von Jason West und Vince Zampella gegründet, nachdem sie Activision verlassen hatten. Beide waren maßgeblich an Call of Duty: Modern Warfare 2 (2009) beteiligt, einem Spiel, das in den ersten 24 Stunden 4,7 Millionen Exemplare verkaufte. Der Rechtsstreit mit Activision über Vertragsbrüche und unrechtmäßige Kündigungen endete 2012 mit einem Vergleich. Respawn blieb unabhängig, arbeitete aber mit Electronic Arts als Publisher.
Das erste eigene Projekt war Titanfall (2014), ein Mech-Shooter, der Xbox One und PC exklusiv erschien. Metacritic-Werte von 86 (PC) und 83 (Xbox One) waren stark, die Verkaufszahlen blieben mit rund 10 Millionen Einheiten jedoch hinter Erwartungen zurück. Titanfall 2 (2016) erhielt noch bessere Kritiken (89 auf Metacritic), verkaufte sich aber aufgrund eines Release-Fensters zwischen Battlefield 1 und Call of Duty: Infinite Warfare nur etwa 4 Millionen Mal. Der Fokus verschob sich daraufhin auf das Free-to-Play-Modell.
Apex Legends startete überraschend am 4. Februar 2019, ohne vorherige Ankündigung. Innerhalb von 72 Stunden zählte es 10 Millionen Spieler, nach einem Monat 50 Millionen. Bis 2021 überschritt die Gesamtspielerzahl die 100-Millionen-Marke. Die Legend-Octane kam mit Season 1 (März 2019) ins Spiel und wurde schnell zu einer der populärsten Figuren, seine Sprungplattform erlaubt vertikale Mobilität, die in Kombination mit dem Bug kurzzeitig die Physik-Engine aushebelte.
Apex Legends im Branchenkontext
Der Battle-Royale-Markt ist hart umkämpft. Fortnite (Epic Games, 2017) dominiert mit über 500 Millionen registrierten Accounts und jährlichen Umsätzen von 5-6 Milliarden US-Dollar. Call of Duty: Warzone (Infinity Ward/Raven, 2020) erreichte im ersten Jahr 100 Millionen Spieler, leidet aber unter steigender Lizenzmüdigkeit. PUBG (Krafton, 2017) hält sich in Asien, verliert im Westen jedoch an Boden. Apex Legends besetzt die Nische des taktischen Team-Shooters mit Helden-Fähigkeiten. Es generierte 2024 schätzungsweise 1,8 Milliarden US-Dollar Umsatz, hauptsächlich über Battle-Pässe und kosmetische Items.
Performance-Optimierungen sind ein Dauerbrenner. Die Engine von Apex Legends basiert auf einer stark modifizierten Version der Source-Engine, die ursprünglich für Half-Life 2 (2004) entwickelt wurde. Respawn fügte eigene Render-Pipelines und Netzwerkcodes hinzu, aber die Basis altert. 2021 kam es auf der Karte Storm Point zu massiven FPS-Einbrüchen, die erst über mehrere Patches behoben wurden. Im Februar 2026 veröffentlichte das Team einen größeren Stabilitäts-Patch (Version 3.45), der die Framerate im Schnitt um 12 % steigerte, der aktuelle Hotfix klebt weitere Lücken zu.
Was Spieler beachten sollten
Der Octane-Fix beendet eine Phase kreativen Missbrauchs: Wer die Plattformen nutzte, um Teamkollegen oder sich selbst mit Gegenständen zu beschleunigen, muss sich nun auf das normale Gameplay verlassen. Der Bug war zwar unterhaltsam, aber im Competitive-Modus eine unfaire Variable. Die FPS-Anpassungen dürften vor allem Spieler mit älterer Hardware freuen, ob die Ruckler nun endgültig verschwinden, zeigt sich in den nächsten Tagen. Respawn schreibt knapp, man habe „weitere Verbesserungen der jüngsten FPS-Fixes vorgenommen“. Wer den Patch installiert hat, sollte in den ersten Runden ein Auge auf die Framerate-Zähler werfen.