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Asus schließt BIOS-Lücke auf älteren Intel-Boards
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Asus schließt BIOS-Lücke auf älteren Intel-Boards

Asus hat per BIOS-Update eine lokale Speicher-Schwachstelle auf Mainboards für Intels 8. und 9. Generation geschlossen.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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Asus schließt BIOS-Lücke auf älteren Intel-Boards

Asus hat eine neue Sicherheitsmitteilung veröffentlicht und darin ein BIOS-Update für ältere Intel-Mainboards angekündigt. Betroffen sind ausschließlich Platinen für Intels 8. und 9. Prozessorgeneration. Die Lücke läuft unter der Kennung CVE-2026-93495 und wird mit einem High-Score von 7,0 geführt. Die Mitteilung stammt laut Asus vom heutigen Tag, der 1. Oktober 2026 ist das Datum der Veröffentlichung. Der Fix steht bereit, das Update lässt sich über die Supportseiten des Herstellers beziehen.

Was die Schwachstelle genau erlaubt

  • Ein Angreifer braucht lokalen oder physisch nahen Zugang zum Rechner, aus der Ferne ist die Lücke nicht ausnutzbar.
  • Mit einem speziell präparierten Gerät soll sich beliebiger Speicher lesen oder schreiben lassen.
  • Das eröffnet theoretisch Zugriff auf Daten, die dort eigentlich nicht hingehören.
  • Der CVSS-Score von 7,0 ordnet den Fund in die Kategorie „High“ ein, nicht in die höchste Stufe „Critical“.

Diese Mainboards sind betroffen

  • Mehrere Modelle der ROG-Strix-Reihe auf Z390-Basis.
  • Mehrere ROG Maximus XI-Platinen, ebenfalls Z390.
  • Weitere Z390-Boards außerhalb der ROG-Linie.
  • Workstation-Varianten mit C246- sowie WS Z390-Chipsatz.

Nur die alte Garde, keine neuen Plattformen

Die Meldung grenzt den Kreis ausdrücklich auf ältere Boards ein. Für neuere Asus-Intel-Plattformen gibt es laut den vorliegenden Angaben keinen Hinweis auf dieselbe Schwachstelle. Wer also mit einem aktuellen Unterbau spielt, muss hier nichts überstürzen. Für Besitzer eines Z390-Systems aus der Zeit um 2018 und 2019 sieht die Sache anders aus, denn genau diese Bretter stecken im betroffenen Segment. Ob die Lücke in der Firmware selbst oder in einem vorgelagerten Baustein sitzt, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Lokaler Zugriff: Warum die Gefahr begrenzt bleibt

  • Ohne physischen oder lokal angemeldeten Zugriff lässt sich die Lücke nicht ausnutzen.
  • Für den klassischen Fall, also einen Rechner im eigenen Zimmer, sinkt das Risiko dadurch spürbar.
  • Kritisch wird es in Umgebungen, in denen Fremde kurzzeitig Zugriff auf Hardware bekommen, etwa Werkstätten, Leihgeräte oder geteilte Büro-PCs.
  • Wer seinen Rechner mit Fremden teilt oder gebrauchte Hardware kauft, sollte das Update trotzdem zeitnah einspielen.

Asus und die Pflege alter Plattformen

Asus pflegt seine Mainboards traditionell über Jahre mit BIOS-Versionen nach, was in der Branche keine Selbstverständlichkeit ist. Viele Hersteller stellen den Firmware-Support deutlich früher ein, sobald der Chipsatz aus dem Programm fällt. Beim Z390-Chipsatz sind die regulären Updates von Intel-Seite längst ausgelaufen, Nachbesserungen kommen also nur noch von den Board-Herstellern selbst. Dass Asus hier nachliefert, ist für Besitzer der betroffenen ROG-Modelle durchaus relevant, denn ein Mainboard-Tausch wäre deutlich teurer als ein BIOS-Update. Die ROG-Reihe selbst gehört seit vielen Generationen zum festen Inventar im Enthusiasten-Bereich.

BIOS-Update einspielen: Was zu beachten ist

  • Vor dem Flashen die genaue Modellbezeichnung prüfen, denn die Dateien sind nicht untereinander kompatibel.
  • Das Update über die Support-Seite des Herstellers laden und auf einem USB-Stick bereitlegen.
  • Bei Asus-Boards lässt sich die Firmware üblicherweise direkt aus dem UEFI heraus aktualisieren.
  • Während des Vorgangs keinesfalls den Strom kappen, ein Abbruch kann das Board unbrauchbar machen.
  • Nach dem Neustart prüfen, ob die neue Version tatsächlich aktiv ist.

Einordnung für Spieler und Bastler

Sicherheitslücken in Firmware sind kein Spiele-Thema im engeren Sinn, treffen aber genau die Hardware, auf der gezockt wird. Ein Z390-System mit 8. oder 9. Generation ist heute oft noch als Zweitrechner, Media-PC oder Retro-Kiste im Einsatz und läuft dort unauffällig weiter. Der Aufwand für das Update liegt bei wenigen Minuten, sofern ein USB-Stick greifbar ist. Wer die betroffenen Modelle im Schrank liegen hat, sollte die Support-Seite einmal aufrufen. Ein Downgrade auf die alte Version ist nach dem Flashen meist nicht mehr ohne Weiteres möglich, deshalb vorher die Modellnummer doppelt kontrollieren.

Ein Fakt zum Schluss

Der Score von 7,0 bedeutet: ausnutzbar, aber nicht mit dem Finger auf der Fernsteuerung. Zusammen mit der ausdrücklichen Beschränkung auf 8. und 9. Intel-Generation bleibt also kein Grund für Panik, sehr wohl aber für einen Blick in die Asus-Supportdatenbank.

Quelle: PCGamer latest

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