Das Maxwell 2 macht einen Neustart
Audeze hatte das Maxwell 2 bereits im Sortiment, es kam und ging wieder. Jetzt ist das Headset zurück, diesmal mit aktiver Geräuschunterdrückung (ANC). Der Preis ist deutlich höher als beim Vorgänger.
Audeze: Vom Studio- zum Gaming-Audio
Audeze wurde 2008 in Kalifornien gegründet und machte sich mit magnetostatischen Treibern einen Namen. Die LCD-Serie mit offenen Over-Ear-Kopfhörern gilt in Tonstudios als Referenz für Misch- und Mastering-Arbeiten. 2022 wagte das Unternehmen den Schritt in den Gaming-Markt: Das erste Maxwell erschien als kabelloses Headset, das die magnetostatische Technik in ein geschlossenes, tragbares Gehäuse brachte. Der Wechsel vom Studio- zum Gaming-Segment war ungewöhnlich, die meisten Konkurrenten setzen auf dynamische Treiber. Audeze hatte also bereits Erfahrung mit der akustischen Herausforderung, Gaming-Sound mit niedriger Latenz zu liefern.
Die erste Maxwell-Generation: Preise und Fakten
Das ursprüngliche Maxwell wurde Anfang 2023 ausgeliefert, mit einem Preis von 329 Euro (UVK) und 299 US-Dollar. Es bot 90-mm-Magnetostat-Treiber, eine Akkulaufzeit von rund 25 Stunden und eine Reichweite von etwa 10 Metern via USB-Dongle oder Bluetooth. Die Verbindung erfolgte entweder über eine Audiobox mit Chat-Mix oder direkt per USB-C. Verkauft wurde das Headset in zwei Versionen: eine für PlayStation (mit Tempest 3D-Audio-Unterstützung) und eine für Xbox (mit Dolby Atmos). Die Xbox-Variante kostete 349 Euro. Insgesamt blieb die erste Auflage etwa ein Jahr im Handel, bevor Audeze das Modell zurückzog, laut Branchenbeobachtern wegen Lieferkettenproblemen bei den Treibern.
Was sich geändert hat
Der größte Unterschied zur ersten Version ist das integrierte ANC. Ansonsten bleibt der Kopfhörer dem bekannten Design und der Klangsignatur treu.
- Aktive Geräuschunterdrückung neu an Bord
- Höherer Preis, Audeze positioniert das Maxwell 2 nun im Premium-Segment
- Verfügbarkeit: Das Headset ist ab sofort erhältlich
Für wen lohnt sich das?
Gamer, die in lauter Umgebung spielen, profitieren vom ANC. Auch für Pendler oder Streaming-Einsteiger ist die Geräuschunterdrückung ein Plus. Wer bereits die erste Version besitzt, muss abwägen, ob der Aufpreis für ANC gerechtfertigt ist.
Technische Besonderheiten? Nicht bekannt
Audeze hat bisher keine detaillierten Spezifikationen veröffentlicht. Die magnetostatischen Treiber und die kabellose Verbindung dürften erhalten bleiben, offiziell bestätigt ist das nicht. Wer genaue Daten sucht, muss auf die Produktseite warten.
Preisposition im Vergleich zum Markt
Der neue Preis des Maxwell 2 liegt laut ersten Händlerlisten bei 429 Euro, ein Aufschlag von 100 Euro gegenüber dem ersten Modell. Damit bewegt sich das Headset in der Spitzenklasse der Gaming-Headsets: Das SteelSeries Arctis Nova Pro Wireless kostet 369 Euro, das Sony InZone H9 299 Euro. Beide bieten ebenfalls ANC, aber dynamische Treiber. Audeze setzt auf die magnetostatische Bauweise, die prinzipbedingt eine geringere Verzerrung und eine breitere Klangbühne verspricht, jedoch teurer in der Fertigung ist. Ob der Aufpreis durch die Hörqualität gerechtfertigt wird, müssen erste Tests zeigen.
Kurzer Blick auf die Konkurrenz
ANC-Headsets für Gamer sind rar. SteelSeries Arctis Nova Pro Wireless oder die Sony InZone H9 bieten ähnliche Funktionen. Das Maxwell 2 setzt dagegen auf Audezes legendäre Klangqualität.
Audeze hat das Headset ohne großes Aufheben auf den Markt gebracht. Das Maxwell 2 mit ANC ist damit eine Option für alle, die Wert auf ungestörten Gaming-Sound legen und bereit sind, tiefer in die Tasche zu greifen. Offen bleibt, ob das Unternehmen die Lieferengpässe der ersten Generation in den Griff bekommen hat.