Kürzung bestätigt
Die zweite Staffel der Netflix-Live-Action-Serie Avatar: The Last Airbender wird nur sieben Episoden umfassen. Ursprünglich waren acht Folgen geplant.
Ein Executive Producer der Serie verriet, dass eine vollständig geschriebene Episode gestrichen werden musste. Seine Begründung: "Netflix gives very little real estate when it comes to episodes."
Hintergrund der Entscheidung
- Die erste Staffel der Adaption startete 2024 und umfasste acht Episoden.
- Das Drehbuch für Staffel 2 lag bereits in einer Version mit acht Folgen vor.
- Netflix forderte anschließend die Kürzung auf sieben Episoden.
Direkte Aussage des Producers
"Netflix gives very little real estate when it comes to episodes", sagte der Executive Producer im Interview. Diese Aussage macht deutlich, dass die Episodenanzahl nicht allein aus kreativen Gründen festgelegt wurde.
Welche konkrete Geschichte der gestrichenen Episode geopfert wurde, ist nicht bekannt. Die zweite Staffel adaptiert die „Erde“-Buchvorlage der Animationsserie.
Keine offizielle Stellungnahme zu weiteren Staffeln
Netflix hat sich bislang nicht zur Zukunft der Serie geäußert. Ob eine dritte Staffel geplant ist, bleibt offen.
Animationsvorlage und Adaptionsdruck
Die Animationsserie Avatar: The Last Airbender lief von 2005 bis 2008 auf Nickelodeon. Die zweite Staffel, „Earth“ genannt, umfasste 20 Episoden. Die Netflix-Adaption muss diese Handlung auf sieben Folgen komprimieren, weniger als die Hälfte der Vorlage.
2010 versuchte sich Regisseur M. Night Shyamalan an einer Realfilm-Adaption. Der Film erhielt vernichtende Kritiken (6 % auf Rotten Tomatoes) und spielte weltweit 319 Millionen Dollar ein, was für ein Sequel nicht ausreichte.
Produktionsteam und Budget
Showrunner der Netflix-Serie ist Albert Kim, bekannt für Serien wie Sleepy Hollow und Nikita. Executive Producer sind unter anderem Dan Lin (Rideback) und Jabbar Raisani, der als VFX-Supervisor bei Game of Thrones arbeitete.
Branchenquellen schätzen die Produktionskosten pro Episode auf 10 bis 15 Millionen US-Dollar. Eine Kürzung von acht auf sieben Folgen spart dem Studio geschätzte 10 bis 15 Millionen Dollar pro Staffel.
Vergleich mit anderen Netflix-Adaptionen
Netflix hat in den letzten Jahren mehrere Live-Action-Umsetzungen von Animationsserien produziert. One Piece (2023) startete mit acht Episoden und wurde nach zwei Wochen für eine zweite Staffel verlängert. Cowboy Bebop (2021) hatte zehn Episoden, wurde jedoch nach einer Staffel abgesetzt.
Die erste Staffel von Avatar erreichte laut Netflix in den ersten elf Tagen 41,1 Millionen Views. Trotz gemischter Kritiken (60 % bei Rotten Tomatoes) folgte die Verlängerung für Staffel 2 innerhalb eines Monats.
Drehort und Zeitplan
Die Dreharbeiten für Staffel 2 begannen im Mai 2024 in Vancouver, Kanada. Der Hollywood-Streik 2023 hatte die Produktion von Staffel 1 verzögert, die finale Folge wurde erst im Januar 2024 abgedreht. Die verkürzte Episodenanzahl erlaubt eine schnellere Fertigstellung und geringere Anschlusskosten.